Seit et in meiner Heimatstadt eine dieser grünen Doc Morris-Apotheken gibt, is Queen Mom nich mehr zu bremsen. Et gibt dafür nämlich Gutscheine mit Verfallsdatum. Zum Beispiel 15% auf einen Artikel bis zum 25. Mai.
Mama (81) is von sowat elektrisiert.
Vielleicht, weil s'e schon in den 70ern "Ihr-Platz"-Rabatthefte geklebt hat und viel früher Lebensmittelmarken.
Gestern kam ich zu ihr, um mit ihr de Einkäufe zu machen.
"Geh mal eben noch nache Tante Waltraud, die hat noch 'nen 20%-Gutschein!", sagte de Mutter. Wow! Ganze 20%! Während de Mutter ihren Mantel anzog, ging ich rüber zu de Tante. Nach kaum 10 Minuten (warten, Küssken, Smalltalk) kam ich mit'm Gutschein wieder zurück, trug ihn vor mir wie ne Trophäe.
Wir fuhren zu Doc Morris.
"Ich bleib so lange im Auto", sagte de Mama.
"OK, un wat soll ich jetz' für dich holen?", fragte ich.
"En Rölleken Zahnseide", sagte se.
Dank langjährigem, mentalen Training kann ich solche Situationen mittlerweile bewältigen.
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Freitag, 21. Mai 2010
Samstag, 4. Juli 2009
Hormoneller Hinterhalt
Ich will ausnahmsweise einmal Klischees bemühen.
Damen ca. einmal monatlich alternativ 1) beim Anblick von Hundewelpen in Tränen ausbrechen, 2) aus heiterem Himmel (aus der Sicht des Herrn) extrem nebulöse Streits vom Zaun brechen, 3) zur prämenstruellen Kämpferin werden oder 4) alle Antworten richtig – neigen Herren zwar vom Körpergeruch eher schon einmal zum böckeln (jetzt an heißen Tagen an jeder Supermarktkasse zu erleben), sind aber zumindest hormonell in keiner Weise beeinträchtigt in ihrem Wirken.
So weit die Theorie, mit der ich bislang durchs Leben gegangen war.
Ich hätte nicht mehr irren können!
Nachdem ich über ein halbes Jahr Single war, war gefühlt noch immer alles in Ordnung. Ich hatte es geschafft, den Vollzeitkasper in der Nachbarfirma NICHT aufzufordern, ‚es‘ auf dem Parkplatz wie Männer auszutragen, auch wenn ich dreimal knapp davor gewesen war. Mein Fahrstil war etwas kerniger als in der Zeit davor, was zu gefühlten 30% mehr Tickets geführt hatte als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Aber sonst?
In einer Doc-Morris-Apotheke musste ich mich auf das Grausamste der Realität stellen. Ich ertappte mich nämlich dabei, wie ich blutunterlaufenen Auges und mit Speichel im Mundwinkel auf ein Werbeposter starrte.
Auf ein Apotheken-Werbeposter.
Auf ein Apotheken Werbeposter mit Gyde Schäfke und Folke Schmidt.
Waaa!!! Die schrecklichen Ratiopharm-Zwillinge!!! [Die eine: „Gute Preise!“ (*kicher*). Die Andere: „Gute Besserung!“ (*gacker*). … Beide: „Wuhahaha!“]
In diesem Augenblick begriff ich: Ich war das Opfer eines heimtückischen hormonellen Hinterhalts geworden!
Mit schlohweißem Haar floh ich gen Horizont.
Damen ca. einmal monatlich alternativ 1) beim Anblick von Hundewelpen in Tränen ausbrechen, 2) aus heiterem Himmel (aus der Sicht des Herrn) extrem nebulöse Streits vom Zaun brechen, 3) zur prämenstruellen Kämpferin werden oder 4) alle Antworten richtig – neigen Herren zwar vom Körpergeruch eher schon einmal zum böckeln (jetzt an heißen Tagen an jeder Supermarktkasse zu erleben), sind aber zumindest hormonell in keiner Weise beeinträchtigt in ihrem Wirken.
So weit die Theorie, mit der ich bislang durchs Leben gegangen war.
Ich hätte nicht mehr irren können!
Nachdem ich über ein halbes Jahr Single war, war gefühlt noch immer alles in Ordnung. Ich hatte es geschafft, den Vollzeitkasper in der Nachbarfirma NICHT aufzufordern, ‚es‘ auf dem Parkplatz wie Männer auszutragen, auch wenn ich dreimal knapp davor gewesen war. Mein Fahrstil war etwas kerniger als in der Zeit davor, was zu gefühlten 30% mehr Tickets geführt hatte als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Aber sonst?
In einer Doc-Morris-Apotheke musste ich mich auf das Grausamste der Realität stellen. Ich ertappte mich nämlich dabei, wie ich blutunterlaufenen Auges und mit Speichel im Mundwinkel auf ein Werbeposter starrte.
Auf ein Apotheken-Werbeposter.
Auf ein Apotheken Werbeposter mit Gyde Schäfke und Folke Schmidt.
Waaa!!! Die schrecklichen Ratiopharm-Zwillinge!!! [Die eine: „Gute Preise!“ (*kicher*). Die Andere: „Gute Besserung!“ (*gacker*). … Beide: „Wuhahaha!“]
In diesem Augenblick begriff ich: Ich war das Opfer eines heimtückischen hormonellen Hinterhalts geworden!
Mit schlohweißem Haar floh ich gen Horizont.
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