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Montag, 14. Juli 2014

Erreicht

photo credit: jDevaun via photopin cc

Überraschend traf ich in meiner alten Heimatstadt nach einer wirklich langen Zeit einen (fast schon ehemaligen) Bekannten wieder. Er schien sich bester Gesundheit zu erfreuen und strahlte mit perfekt gebleachten Zähnen über das ganze Gesicht. Sein Händedruck zermalmte meinen Mittelhandknochen. Schnell stellten wir fest, dass wir uns tatsächlich Mitte 1999 das letzte Mal begegnet waren - vor unglaublichen 15 Jahren!
"Und, was hast du in der Zwischenzeit erreicht?", fragte mich der Strahlemann ernstlich.
Ich erstarrte sicher eine geschlagene Minute lang.
WTF war das denn für eine Frage?
Nun, obwohl (oder vermutlich gerade weil) ich Sparkassenkunde bin, fiel bei mir die Konsumgütervergleichsparade "mein Haus, mein Auto, mein Boot" (Werbung 1999) eher bescheiden aus [zur Miete, Smart, kein]. Dass ich immer Müll getrennt hatte und meinen CO2-Ausstoß mit der Anschaffung des Smart gegenüber des Vorgängermodells hatte halbieren können, galt sicher nicht. Auch schien die Antwort "innere Ruhe" oder "größere Gelassenheit" hier nicht anzukommen. Dies hier war ein reiner Schwanzvergleich des Materiellen!
Da stand ich nun, ich armer Tor: Keine Exfrauen, keine Kinder, keine Pleite gegangenen Firmen, keine Gläubiger, keine Steuerfahnder an meinen Fersen, keine gebauten und dann wieder zwangsversteigerten Häuser, keine Tierart ausgerottet -- Grundgütiger, mit der Frage hatte er mich richtig erwischt!
"Ich werde nächstes Jahr heiraten!", sagte ich stolz.
Er machte ein sauertöpfisches Gesicht, knurrte Unverständliches. Unbewusst hatte er seinen Ringfinger ergriffen und spielte mit der blassen Stelle, an der noch Wochen oder Monate zuvor sein Ehering gesessen hatte. Ich verstand.
"Ich habe einen Roman geschrieben und ihn veröffentlicht", wechselte ich das Thema.
"Und, rocken die Abverkäufe?"
"Äh, ich bevorzuge den Terminus 'moderat', was die Verkaufszahlen angeht."
Er schaute mitleidig, interessierte sich auch nicht für das Genre, hier ging es um Reibach.
"Meine Neue ist noch in den Zwanzigern, die hält mich richtig auf Trab! Hab sie beim Krafttraining kennengelernt", prahlte er. "Der geile Schlitten da hinten", er deutete mit dem Daumen über seine Schulter, "wird bei 250 Sachen elektronisch heruntergeregelt - haha!, und meine neue Firma rockt so dermaßen, dass ich unter 80 Stunden die Woche da nicht rauskomme! Aber mach bloß 'nen Ehevertrag, meine Exfrauen saugen mich aus wie scheiß Vampire!"
Armer Kerl.
So viel Stress.
Und das mit Ende 40.
Genug geprahlt.
"Alles Gute!", sagte ich, "Bis 2029!"
"Jo!", lachte er, setzte dynamisch über die Straße und zwängte sich mit seinen 1,90 m in einen unbequem aussehenden silbernen Mercedes SL 350, schoss davon, Gummi lassend. Mein Blick folgte dem Wagen. Auf der Heckscheibe stand in Riesenlettern: "Scheidung 2014".
Ich glaube, wir taten uns beide sehr leid.

Bis 2029 wünsche ich Freund Sonne mehr "innere Ruhe" und "größere Gelassenheit".
Und mir wünsche ich ein ausgeglichenes Girokonto.


Dienstag, 3. Juni 2014

+++ WERBEUNTERBRECHUNG +++

Blog-Leser! Facebook-Freunde! Geschwister im Geiste!
Jeder von euch hat ja bereits den Fantasy-Roman "Drei wie Pech & Schwefel - Homunculus" gelesen.
*betretenes Schweigen*
Aha ...
Hallo?
Glaubt ihr, ich kriege das über die Verkaufszahlen nicht mit, dass mindestens zwei Drittel von euch hier bislang noch keins gekauft hat?
Jetzt aber flott: hier

Leute! Es ist doch nur in eurem ureigensten Interesse, dieses Buch zu lesen. Notfalls lasst euch von der Mafia die Beine brechen, damit ihr mal wieder ans Lesen kommt (Bernd: du weißt, wen ich meine).
Aber SO geht es auf keinen Fall weiter!
Bitte reißt euch mal am Schlüpper, ihr Vögel!
Entscheidungshilfe: wie-pech-und-schwefel.de

Himpelchen weint: "Ich lese doch nie Fantasy!" Pah! Ausreden! Dann musste dich halt zwingen. Rauchen anfangen hat zuerst auch mit viel Überwindung zu tun und dann macht es schnell süchtig.
Pimpelchen sagt: "Ach, ich habe doch gar keine Zeit zum Lesen!" Quatsch. Dann lässte die Glotze halt mal an einem Abend aus. Da verpasste schon nix - versprochen.

Außerdem: "Drei wie Pech & Schwefel - Homunculus" ist nicht nur großes Kino zum Selberlesen, sondern auch DAS ULTIMATIVE GESCHENK für Verwandte jeden Grades, Ehegatten, Verlobte, (Ex-)Partner, Vorgesetzte, Freunde, Haushaltshilfen, Bekannte, aktuelle und ehemalige Klassenkameraden (gerne auch VHS), aktuelle und ehemalige Kindergartenkameraden, sog. "Bekanntschaften" (notfalls auch die aus dem Internet oder dem Swinger-Club), beliebige Passanten.
Statistisch gesehen seid ihr dieses Jahr noch bei mindestens zehn Anlässen eingeladen, also direkt die Gunst der Stunde nutzen, und elf "Drei wie Pech & Schwefel - Homunculus" bestellen (hier): zehn zum Verschenken und eins zum Selberlesen und fast sieben Monate nicht mehr über Geschenke nachdenken müssen. Denkt mal bitte drüber nach.

Wow! Danke rundumschlag24! - Gern geschehen.

Wir sprechen uns nochmal in einem Monat.
Ihr Vögel.


P.S.:
Und wem das Buch gefallen hat, der darf es gerne (via "stille Post", Social Media etc.) weiterempfehlen und beim Buchhändler seines Vertrauens eine Rezension schreiben.


Samstag, 8. März 2014

Drei wie Pech und Schwefel: Homunculus

bg04 by [ henning ]
bg04, a photo by [ henning ] on Flickr.

Ihr Lieben,

es ist so weit: MEIN BUCH ist da!
Für alle, die es noch nicht wissen, ich habe einen Fantasy-Roman geschrieben, er heißt "Drei wie Pech & Schwefel: Homunculus". Das Buch gibt es als Hardcover, Paperback und E-Book.

Die Webseite mit allen Infos: http://wie-pech-und-schwefel.de

Bitte teilt die frohe Kunde! :D

Viel Spaß beim Lesen,
Henning