Donnerstag, 26. Februar 2015

@work 23: "viertel zwölf" aka "11:15 Uhr"

photo credit: Telling time via photopin (license)
De Mutter sprach gerne von nem "halben Pfund 'gute' Butter". De Tante lagert sich auch heute noch mit Vorliebe mal nen "Zentner" Kartoffeln ein und wundert sich, dass sie das mit über 80 nicht mehr schafft, sie vor der totalen Auskeimung aufzuessen. De Vatter bestellte an der Fleischtheke gerne auch mal "anderthalb (1 1/2) Dutzend" Scheiben Aufschnitt, schon aus Frack, um die juvenile Fleischfach-Maid in Nöte zu bringen.

Sicherlich handelt es sich hier um veraltende Mengenangaben.
Aber wenigstens weiß man, woran man ist. Denn es gibt sie, die Vögel mit den fehlenden und dazu irreführenden Angaben...

Oft rufe ich von der Arbeit aus in Baumärkten an und erhalte die hoch-schwammige Aussage "Der Herr Pfleiderer ist um viertel zwölf wieder zugegen."
Was soll ich mit so etwas anfangen?
Gehts noch?
Hier fehlts ja wohl an allen Ecken und Enden an entscheidenden Informationen: "vor" oder "nach" oder was? Rufe ich den Pfleiderer dann um 12:15 Uhr an, ist der nörgelig, weil er schon über ne Stunde gewartet hat, da "viertel zwölf" wohl angeblich (ich hab's gegooglet) "viertel nach 11 bedeutet".
Hä?
Ein ganz klassischer Fall von "WTF?"
Dann sollen sie das doch sagen, die kryptischen Herrschaften!
Ich sag ja auch nicht "kurz acht" und meine 7:05 Uhr!
Und "ein Sechstel zwölf" bedeutet dann "zehn nach elf" und "elf zwölftel elf" bedeutet dann "fünf vor zwölf"?
Sicher, sicher.
Spacken.


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