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Dienstag, 22. November 2016

Donald Trump

photo credit: Nathan Congleton Donald J. Trump via photopin (license)

Wenn es nach den Deutschen gegangen wäre, dann wären die letzten drei US-Präsidenten
  • Al Gore (nope), 
  • Barack Obama (check) und 
  • Bernie Sanders (nope) gewesen und notfalls auch Hillary Clinton.
Herrgott, nur einer von drei -- was machen denn die Amis? Schon wieder hat der amerikanische Wähler nicht den deutschen Wunschkandidaten gewählt! -- Hallo?
Das ist ja ganz schön feist!
Wie doof sind die denn?
Wir hier in Mutti-Deutschland kennen uns nämlich voll aus mit Übersee und so, wir haben schließlich alle Dallas, Miami Vice und Breaking Bad gesehen, somit läßt sich zur aktuellen Präsidenten-Wahl nur noch hoch professionell feststellen: Amerika, du bist jetzt endgültig eine "rational befreite Zone" (Twitter).
Soso.
Ist das so?

Erstens
Wer als Wähler nur die Wahl bekommt zwischen Pest und Pocken, der bleibt entweder zu Hause oder wählt sehr häufig "etwas mit P".

Zweitens
Viele Amerikaner trauen eher "Dagobert Duck mit Tourette" zu, Amerika zu führen als eine abgezockte Berufspolitikerin aus dem Washingtoner Establishment. Das ist eine recht straighte Message an die die letzten Jahrzehnte herrschende politische Klasse.

Drittens
Zunehmend wird nach Wahlen gerne Wähler-Bashing betrieben, nach dem Motto: "Wie kann man nur so doof sein?" -- siehe AfD, BREXIT und last but not least Trump. Leute, Leute: Wähler dürfen wählen. Das ist in einer Demokratie nun einmal so. Und was sie wählen, das kann man als Regierung, als Parteien usw. im Vorfeld mitgestalten. Wenn Wahlergebnisse ernstlich schockieren, dann sollte man es das nächste Mal einfach besser machen. Nicht der Wähler trägt die Schuld daran, sondern die Nicht-Gewählten.

Der designierte 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika Donald Trump (Wahlkampfmotto: "Fuck the Fakten!") schart gerade sein Gruselkabinett um sich, Ultra-Rechte, Rassisten, Kreationisten, Waffen-Lobbyisten, Abtreibungsgegner und Klimawandel-Leugner.
Langweilig wird das nicht werden.


Donnerstag, 25. Juni 2009

Familie 2 - First dog


Bo, The First Dog
Originally uploaded by srqpix
"Die Hündin von Franklin D. Roosevelt, "Fala", erhielt so viel Fanpost, dass eigens eine Sekretärin abgestellt wurde, um die Briefe zu beantworten" (Quelle).
Nun, es handelt sich hier natürlich um amerikanische Fans. Niemand sonst käme sonst ernstlich auf die Idee, einem Hund einen Brief zu schreiben.
Aber was für eine putzige Idee! Hihi!
Und weil Amerikaner der Meinung sind, dass weiße, selbstredend heterosexuelle, verheiratete Christenfamilien mindestens 2 Kinder und einen Hund benötigen, hat jetzt auch die Familie Obama einen Hund.
*hüstel*
Afroamerikanische Familien also manchmal auch. Angeschafft wurde der portugiesische Wasserhund "Bo", wie man so hört.
Da wird sich jetzt wohl der Secret Service drum kümmern.

Im Manne an sich schlägt trotz aller Moderne noch immer das Herz eines Mammutjägers. Deshalb ist auch die deutsche Familie nicht komplett ohne einen domestizierten Wolf. Je nach dem, was Züchter davon übrig gelassen haben.
Also schafft das "Familienoberhaupt" einen Hund an.
Familie komplett.
Natürlich hat man keinen Secret Service zur Hand, das Gassigehen muss in Eigenregie organisiert werden. Darum kümmern muss sich natürlich die Gattin, weil der Gatte geht ja seinem Ernährer-Job nach. Die strapazierte mehrfachbelastete Ehefrau muss sich also neben ihrem 25-Stunden-Job, den Kindern, dem Garten und dem Haushalt noch um einen müffelnden, vollgezeckten Flokati kümmern. Sie packt den Hund zusätzlich in den mit Kindern und Einkäufen vollgestopften Corsa, in dem neuerdings ein Kokos-Duftbäumchen vergeblich versucht, gegen Rufus anzustinken. Und weil Mami es nicht mehr immer schafft, alle Nasen lang Gassi mit ihm zu gehen, muss eben die Tochter 3x täglich raus.
Was sieht man also, wenn man mit dem Auto durch einen x-beliebigen Wohnort fährt? Mädchen und Frauen, die mit Hunden unterwegs sind.
Die Mammutjäger lassen sich immerhin am Wochenende mit den Hunden sehen, die sie angeschafft haben. Dann schlappen sie so beschwingt wie ein altes Dreizehenfaultier und leersten Blickes die Bürgersteige entlang, als würden sie Zeit schinden.

Zuletzt rettet also so etwas Profanes wie ein Hund die hochheilige Institution der Familie: So lange Papa am Wochenende mit dem Tier unterwegs ist, kommt es nicht zu sogenannten Familien-Tragödien.


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