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Dienstag, 22. November 2016

Donald Trump

photo credit: Nathan Congleton Donald J. Trump via photopin (license)

Wenn es nach den Deutschen gegangen wäre, dann wären die letzten drei US-Präsidenten
  • Al Gore (nope), 
  • Barack Obama (check) und 
  • Bernie Sanders (nope) gewesen und notfalls auch Hillary Clinton.
Herrgott, nur einer von drei -- was machen denn die Amis? Schon wieder hat der amerikanische Wähler nicht den deutschen Wunschkandidaten gewählt! -- Hallo?
Das ist ja ganz schön feist!
Wie doof sind die denn?
Wir hier in Mutti-Deutschland kennen uns nämlich voll aus mit Übersee und so, wir haben schließlich alle Dallas, Miami Vice und Breaking Bad gesehen, somit läßt sich zur aktuellen Präsidenten-Wahl nur noch hoch professionell feststellen: Amerika, du bist jetzt endgültig eine "rational befreite Zone" (Twitter).
Soso.
Ist das so?

Erstens
Wer als Wähler nur die Wahl bekommt zwischen Pest und Pocken, der bleibt entweder zu Hause oder wählt sehr häufig "etwas mit P".

Zweitens
Viele Amerikaner trauen eher "Dagobert Duck mit Tourette" zu, Amerika zu führen als eine abgezockte Berufspolitikerin aus dem Washingtoner Establishment. Das ist eine recht straighte Message an die die letzten Jahrzehnte herrschende politische Klasse.

Drittens
Zunehmend wird nach Wahlen gerne Wähler-Bashing betrieben, nach dem Motto: "Wie kann man nur so doof sein?" -- siehe AfD, BREXIT und last but not least Trump. Leute, Leute: Wähler dürfen wählen. Das ist in einer Demokratie nun einmal so. Und was sie wählen, das kann man als Regierung, als Parteien usw. im Vorfeld mitgestalten. Wenn Wahlergebnisse ernstlich schockieren, dann sollte man es das nächste Mal einfach besser machen. Nicht der Wähler trägt die Schuld daran, sondern die Nicht-Gewählten.

Der designierte 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika Donald Trump (Wahlkampfmotto: "Fuck the Fakten!") schart gerade sein Gruselkabinett um sich, Ultra-Rechte, Rassisten, Kreationisten, Waffen-Lobbyisten, Abtreibungsgegner und Klimawandel-Leugner.
Langweilig wird das nicht werden.


Montag, 5. September 2016

"Deutschland trainiert #ichauch -- Mach das auch!"


Pinnwand


Unter dem Motto "Deutschland trainiert #ichauch -- Mach das auch!" schaut mich von der Firmenpinnwand hoch vorwurfsvoll ein zerzauses Lara Croft-Look-alike an. Inwiefern mich der Gesichtsausdruck einer Person, die dreinblickt, als habe sie mich soeben dabei erwischt, wie ich ihr in die Geranien pinkle, dazu reizen soll, es ihr sportlich gleichzutun, das wird wohl für immer das Geheimnis der solches verzapfenden Werbetreibenden bleiben. #dumichauchKommaBaby


Montag, 8. August 2016

eigene Todesart voraussehen

photo credit: time bomb via photopin (license)


In der Akte-X-Folge "Der Hellseher" (S03E04) taucht als "Monster of the week" der Vertreter von Lebensversicherungen Clyde Bruckman auf, der die Todesart anderer Menschen voraussehen kann. Aber das scheint ja eher die Ausnahme zu sein...
Meine etwas verrückte Nenn-Tante Marianne fürchtete sich zeitlebens davor, "eines Tages einmal unterirdisch zu ertrinken", ein Running Gag auf den Parties der 80er meiner Eltern. Sie beendete ihr Dasein übrigens völlig unspektakulär. Machen wir uns nichts vor: Leute sind wirklich mies im "eigene Todesart vorausahnen", und wer hätte das gedacht: weltweit werden jährlich nur fünf (also 5,0) Leute von Haien gefressen (Link), dafür erstickten allein in Deutschland bei der Büroarbeit über 300 Angestellte im Jahr an Kugelschreiber-Teilen (Quelle) -- auf diese ihre Todesart wäre sicherlich noch am Morgen keiner der 300 gekommen, ich wusste bis gerade gar nicht, dass "Kugelschreiber-Clip-Verschluckung" eine anerkannte Todesursache ist.

Nun haben psychisch und/oder vom sog. "IS" beeinträchtigte Klein-Schwachmaten Anschläge in Deutschland verübt. Das Risiko, in Deutschland ein Opfer eines islamistischen Terroranschlages zu werden, ist nun also von "quasi Null" auf "verschwindend gering" angestiegen. KRAISCH!!! Doch die Deutschen, weiterhin Voll-Looser im eigene-Todesart-voraussehen, sorgen sich -- "man hört ja schließlich so viel". Kann man "in diesen Zeiten" überhaupt noch das Haus verlassen? Kann man sich noch zu einer Massenveranstaltung wie dem grenzdebilen Oktoberfest wagen? Die ARD erklärt die Welt (Youtube): Es sei wahrscheinlicher, an seinem Essen zu ersticken, als Opfer eines Terroranschlags zu werden, nach dem Motto: Wie unwahrscheinlich ist das denn, du Opfer?

Die seit dem Jahr 2000 Geborenen haben eine 50%-ige Wahrscheinlichkeit, über 100 Jahre alt zu werden. Da wird die Moderne für einige sehr wenige durchaus spannende Todesarten bereithalten, wie "nicht angeschnallt im Hyperloop" oder "Sauerstoffmangel auf dem Mars". Tatsächlich aber werden so gut wie alle heute lebenden Menschen in Deutschland an den statistisch für sie vorgesehen Todesursachen sterben -- und da fallen so ein paar IS-Spackofatzen absolut nicht ins Gewicht -- Nullinger.


Externer Link:
Mehr Amerikaner durch Kleinkinder erschossen, als durch Terror getötet: (Link)


Samstag, 10. Januar 2015

Ausbildungsziel "Dschihadist (IS)"

photo credit: Terrorist Ready for Autographs via photopin (license)
"Ich schmeiß' alles hin und werde Prinzessin" war gestern.
Heute werden die Vögel "Dschihadist". Die Freunde der Sonne reisen z.B. von Kastrop-Rauxel oder Erwitte-Anröchte aus mit Flieger, Bahn, Bus & PA bis in hoch instabile Schurkenstaaten, um dort einen Ausbildungsplatz zu ergattern. Vielleicht hätte man hier in Deutschland für deutlich mehr Ausbildungsstellen sorgen müssen, damit es die armen Blagen nicht so weit haben!

Also, ganz grundsätzlich finde ich es gut, wenn junge Menschen eine Ausbildung machen und etwas lernen wollen. Immer nur Herumlungern in und vor Einkaufszentren, auf den Boden rotzen und hie und da ein von der Familie angeleierter Ehrenmord sind nicht gerade die große Charakterschule!

Also heißt es raus ins IS-Wüstencamp! Kein Internet, kein Handy, unglaubliche Mengen frischer Luft, überraschend viel Bewegung, Sonne, Sonne, Sonne und vor allem Indoktrination! Ich sag nur "allāhu akbar". Das ist in etwa vergleichbar einer Ausbildung zum Touristikkaufmann, allerdings plus Waffen, Sprengstoffe, Folter und für junge Fritten kaum verdaulichen Dosen Religion & Ideologie. Außerdem geht die Ausbildung 24 Stunden, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr, deshalb geht sie auch sowas von ratzfatz! In der Zeit, in der man eine(n) "Kaufmann/-frau für Tourismus und Freizeit" ausbildet, gehen (abgesehen von den Kollateralschäden) drei Dschihadisten "vom Band".

Zum Ausbildungsplan und zum Ausbildungsziel "Dschihadist (IS)" hätte ich ein paar Fragen:
  • Deutschland hat mit seiner dualen Ausbilung aus Berufschule und Praxis sehr große Erfolge erzielt - gehen unsere jungen Dschihadisten auch zur Berufschule (BWL, VWL, Rewe, Waffenkunde I & II, Bombenbau, Geiselnahme, Islam I, II & III)?
  • Müssen die Azubis ein Berichtsheft führen?
  • Nimmt zum Ende der Ausbildung eine Kammer (wie z.B. die IHK) die Prüfung ab?
  • Gibt es am Ende eine Urkunde vergleichbar dem Kaufmannsgehilfenbrief?
Hey! Ausbildung fertig? Respekt! Jetzt gehörst du zu den Jungs, die hinten zu drei Dutzend auf den Ladeflächen von LKW Baujahr 1972 stehen, wollfarbene Nachthemden tragen und antike russische Gewehre in den urst blauen Technicolor-Himmel recken! Wow! Plündern, brandschatzen, vergewaltigen, morden, vor laufender Kamera Amis köpfen - das Leben kann so schön, bunt und vor allem abwechslungsreich sein!

Doch ach!
Auch der schönste Dschihad ist auf Dauer Mist, wenn man vom Luxus der Zivilisation verdorben ist. Irgendwann will man nicht mehr in ein mit dem Klappspaten selbst gegrabenes Loch kacken und sich den Arsch mit Sand auswischen. Auch ist nicht jedes Gräuel auf Dauer immer jedermanns Sache. Dann nehmen die kleinen Gotteskrieger heimlich Reißaus und trampen ganz dolle abenteuerlich zurück nach Kastrop-Rauxel oder Erwitte-Anröchte. Von den Strapazen der Ausbildung und Rückreise sind sie traditionell ganz dolle müde und wollen nur noch schlafen (siehe: Schläfer).

Freunde der Sonne, bevor ihr euch in die Pofe haut: Bitte schaut ganz schnell mal im Internet unter www.anerkennung-in-deutschland.de nach, ob eure neue Auslands-Ausbildung bei uns überhaupt anerkannt wird.


Sonntag, 3. November 2013

Et is en Elend inner Welt, spenden Sie!

http://goo.gl/quFx0x 
Ein Bekannter berichtete mir gestern, eine typische deutsche Arztfrau sei zu ihm in den Laden gekommen, um für "bulgarische Hunde" zu sammeln. Dies sei eine prima Gelegenheit gewesen, der Spendendosentante das hoch diskutable Element ihres Unterfangens mal ungefiltert entgegenzuschleudern. Der Bekannte gab zu, sich an diesem Tag vermutlich "eine neue Feindin" gemacht zu haben.
ru24 applaudiert hart!
Also: da Arme, Kinder, alte Leute, Behinderte, chronisch Kranke und Sterbende (vor allem aber unappetitliche Kombinationen derselben) sehr oft nach Pipi riechen, wenden wir uns dezent ab und sammeln lieber für Hunde an den Rändern Europas  --  gehts noch, ihr Spinner??

Außerdem: Bevor man "für bulgarische Hunde" sammelt, gäbe es auch hierzulande auch viel elendiges und besammelnswertes, notleidendes Tierreich:
  1. Blindschleiche (Anguis fragilis): In Deutschland leben Millionen Blindschleichen. Sehen Sie nicht weg! Das behinderte Tier hat nicht einmal einen Arm, um den Blindenstock zu halten! Keine Nase, keine Ohren = keine Blindenbrille! So viel Elend ist kaum vorstellbar! Spenden Sie noch heute an den Verein "Augenlicht für Blindschleichen" (AfB e.V.)!
  2. Kellerassel (Porcellio scaber): Milliarden und Abermilliarden sind betroffen! Während wir mittlerweile an lichten Orten mit Fenstern Heizungen und sogar fließendem Wasser wie die Könige leben, sind fast 99% der Kellerasseln dazu verdammt, ihr tristes Dasein an immerfeuchten Orten, vielleicht sogar unter Steinen in direkter Nachbarschaft zu anderem eklen Getier, sogar Gewürm zu fristen! So viel Elend ist kaum vorstellbar! Spenden Sie noch heute an den Verein "Holt die Kellerassel aus dem Keller" (HdKadK e.V.)!!
  3. behinderte Fledermäuse* (Talpa europaea). Ich habe mir diesen erschütternden Fall bis zuletzt aufgehoben. In Deutschland, einem der reichsten Länder der Welt, sind Millionen behinderter Fledermäuse dazu verdammt, flügellos in unterirdischen Röhren zu leben und nur hie und da kleine Hügel aufzuwerfen, ihre Nase herauzustrecken, um überhaupt mal Luft zu schnappen! Das ist doch kein Leben da unten im Dreck! So viel Elend ist kaum vorstellbar! Spenden Sie noch heute an den "Verein zur Rettung behinderter Fledermäuse" (VzRbF e.V.)!!!
    *) Danke an Manos für die Idee!
Et is en Elend inner Welt, spenden Sie!


Freitag, 31. Mai 2013

Restaurant - denn du bist Deutschland!

http://goo.gl/rMKA2
Wie man ein Restaurant oder eine RestoBar mit 20 Tischen in Deutschland eröffnet und betreibt:

1)
Grafikdesigner (für Logodesign, Corporate Identity & Speisekarte), Texter (für Speisekarte & Web), Webdesigner - Quatsch! Das kann man doch alles selbst viel billiger mit Paint & Word! Und Webseiten kann irgendwie der Uwe. Das gesparte Geld investiert man am besten in eine allmächtige Lattepressomaschine die mit 130 dB(A) im Gastraum Milch aufschäumt.
2) Man schafft maximal 15, besser nur 12 Speisekarten an, die man dann im Folgenden bewacht, wie einen Goldschatz. Jeder, der etwas bestellen möchte, muss nach einer Bedienung rufen. Findet der Gast endlich Gehör, muss die Bedienung wieder zurück zum Karten-Drachenhort und vorsichtig eine vorbeibringen. Am besten hält die Bedienung die Karte dabei die ganze Zeit fest umklammert, damt sie sie sofort wieder mitnehmen kann. Pro Sitzplatz einfach eine Karte am Tisch vorzuhalten - Quatsch! Wo käme man dahin?
3) Eine große Kreide-Tafel mit Tagesgerichten schafft Atmosphäre. Noch mehr Atmosphäre gibt es, wenn das Kritzelkratzel keine Sau lesen kann und die Gäste von Tisch zu Tisch darüber diskutieren, ob es wirklich "Saurierklößchen in Himbeerschlamm" gibt oder nicht.
4) Mehrere Gerichte für Vegetarier? Quatsch! "Beilagensalat" reicht doch für unsere kleinen Exoten!
5) Die Tische sollten bis auf das Tischtuch immer vollständig leer sein. Benötigen Gäste etwas, können sie ja winken, rufen, implodieren oder herumirren und fragen. Salz & Pfeffer, Zucker, Süßstoff & Milch, Essig & Öl, Karaffe mit Leitungswasser & Gläser, Servietten & Besteck oder einfach nur das W-Lan-Passwort - von selbst bekommt ein Gast so etwas nicht - wo käme man dahin? Wir sind doch nicht die scheiß Heilsarmee!
6)
Das gesamte Restaurant betreibe man komplett mit minder befähigten, aber dafür für Herren optisch aufreizenden Schülerinnen und Studentinnen - außer die Küche, da halte man sich am besten 80 Stunden die Woche eine gelernte 400 EUR-Kraft, an der Kette.
7) Abkassieren kann leider nur die Mathe-Studentin. Möchten Gäste ihr Geld loswerden, winken sie der Bedienung, die dann wiederum die Kassierbevollmächtigte herbeirufen muss, die sich aber vielleicht gerade an Tisch 12 an eine Speisekarte klammert, siehe 2).
8) Kartenzahlung? Muahahaha!!! Nur Bares ist Wahres. Sollen die Spacken doch sehen, wie sie ihr Bargeld zusammengekratzt bekommen!

Wenn man alle diese Punkte beherzigt, dann wird es mit der Lokalität ganz sicher klappen - denn du bist Deutschland!


Montag, 27. Mai 2013

Automobiles 18: Umriss-Autoaufkleber

http://goo.gl/tTSWq
Im Spätherbst 1970 hatte in Hamburg-Poppenbüttel eine Krähe auf den Kofferraum von Gunther Sachs' goldenem Mercedes-Benz 300SEL 6.3 gekackt, dem Umriss nach konnte man "Sylt" erahnen.
Hier nahm ein Missverständnis seinen Lauf, welches der Lebemann in diesem Augenblick hätte leicht aufklären können, etwa: "Hä, bist du irre, das ist doch nicht Sylt! Mir hat doch nur eine alte Krähe auf die Protz-Karre gekotet!"
Aber nein.
Vielleicht berichtete auch BILD in einer mehrtägigen Serie darüber, dass Sachs mit dem Kackumriss der Schickimicki-Insel auf dem SEL herumfuhr: "PLAYBOY LIEBT DIE SYLTER MÄDCHEN". Wie dem auch sei, der Pöbel, der schnell Wind von solchem bekommt, war wie elektrisiert! Bald wollte sich jeder deutsche Kleinwagenbesitzer Inselumrisse auf den Golf I pappen, ohne auch nur zu ahnen, wo "dieses Sült" eigentlich liegt.
Heute knubbeln sich auf den Heckklappen der Republik jede Menge Silhouetten: Westdeutschland ohne DDR ("Gute, alte Zeit"), DDR ohne Westdeutschland ("Gute, alte Zeit"), Deutschland in den Grenzen von 1237 ("Gute, alte Zeit"); Sylt, Bornholm, Rügen und Korsika - immer wieder Korsika; Boden-, Chiem- und Gardasee; Nürnburgring, Monza und Le Mans.
Es wird immer unübersichtlicher, manchmal weiß man ja nicht einmal, ob es sich um einen (geschichtlichen) geographischen Innen- oder Außenumriss oder um eine Rennstrecke handelt, siehe: hier.

Aber manchmal hat einem eben nur eine alte Krähe - oder ganz feudal ein Kormoran - auf die Heckklappe gekackt.


Und hier könnt ihr den richtigen Mist bestellen: Link.


Freitag, 20. Juli 2012

Mindesthaltbarkeitsdatum

bit.ly/McYEcY 
Im Badezimmer fiel mir eine 10er-Packung Ohropax soft in die Hände. Sie enthält zehn "anatomisch geformte Ohrstöpsel aus hautfreundlichem Spezialschaumstoff (in) dezenter Hautfarbe" (so das Hersteller-Gebrabbel). Abgesehen davon, dass die "dezente Hautbarbe" ein knalliges 80er-Jahre-Apricot ist, hat Ohropax tatsächlich sehr wacker ein Mindesthaltbarkeitsdatum auf die Packung aufgedruckt.
Meine Ohrenstöpsel sind also allen Ernstes seit 3 Jahren und drei Monaten abgelaufen.
Voll verdorben - bäh!
Muahahaha!!!
Dieser Joke ist fast so gut wie der mit dem Himalaya-Salz...
"Der Himalaya entstand vor 30-50 Millionen Jahren durch das Auftreffen der indischen Platte auf die asiatische Platte. Solche Gebirge werden als Kollisionsgebirge bezeichnet." (Wikipedia)
Das "Himalaya-Meer" trocknete seinerzeit also wg. "Auffaltung der Landschaft" aus, das Meersalz sedimentierte und lagerte sich ab.
Dann... passierte... länger... nichts...
Anschließend wurde das Himalaya-Salz nach opulenten 45.000.000 Jahren Lagerung im Salzstock in kleine Papp-Boxen gefüllt. Und dann bekommt es auch ganz tapfer ein Mindesthaltbarkeitsdatum aufgedruckt, sagen wir den 10.12.2018.
Danach gilt es vermutlich als verdorben oder wenigstens als "überlagert" und muss sofort am Folgetag entsorgt werden.
Muahahaha!!!

Du bist Deutschland!


Freitag, 29. Juni 2012

59.000 Kilokalorien

bit.ly/LFpg8H
Da hat sich der kleine Dusty-Kevin Schliepkötter (9) aus Remscheid mal so richtig ins Zeug gelegt. Denn für läppische 100 Ferrero-Sammelpunkte der "Ferrero Fan Connection-Sammelaktion" gibt es das weiße "Original Ferrero EM 2012 DFB-Fan-Trikot Deutschland".
100 Punkte.
Pffft!
Das schafft man doch mit Links!
"[100 Punkte,] die stecken in 500 Kinderriegeln. [Ebenso darin enthalten] 5,5 Kilogramm Zucker und 3,6 Kilogramm Fett, das entpricht etwa 1.800 Würfelzuckerstückchen und 18 Päckchen Butter. 59.000 Kilokalorien muss ein Kind verputzen, um sich ein „Fan Shirt“ zu eressen, hat die Verbraucherorganisation Foodwatch ausgerechnet." (Quelle)
Pffft!
Foodwatch - das sind doch Spießer!
...
Naja, das Ende vom Lied: Das Shirt passt nicht, trotz "XL". Dusty-Kevin Schliepkötter (9) aus Remscheid sieht aus wie ein kleiner Buddha und das Shirt sitzt "wie Pelle von Wurst".
Macht aber nix.
Deutschland ist ja eh nicht Europameister geworden.
Dann versteigern wir das Teil eben bei EBAY (siehe Link).


Lesenwert: (Link)


Samstag, 16. Juni 2012

Automobiles 17: E-Nummern -- Und ist es nicht Wahnsinn...

bit.ly/LsKAfL
E10-Sprit (Link) will in Deutschland fast keiner tanken. Wenn es nach dem deutschen Autofahrer ginge, sollte man lieber wieder das gute, alte "Super verbleit" einführen - da wusste seinerzeit der Ford Capri-Fahrer, was er davon zu halten hatte. Aber E10 tanken? Tsts, das klingt ja wie ein buckliger Nahrungszusatz! Sowas kommt dem Deutschen nicht in den Tank seiner zum Fetisch aufgeladenen Fortbewegungsprothese - da könnte ja allerlei passieren.
Was genau da passieren könnte, wenn man Sprit mit läppischen 10% Bio-Ethanol tankt, dafür hat man zwar nicht genug Fantasie, aber man hört ja so vieles...

Bei Nahrungsmitteln indes ist der Deutsche an sich verrückterweise weitaus weniger wählerisch.
In unserer industriell gefertigten Nahrung tummeln sich die E-Nummern (Link) wie Kaulquappen in einem trüben Tümpel und feiern fröhliche Urstände. Und das, was die Schergen der Chemischen Industrie auf den Tisch bringen, wird auch gegessen. Der Deutsche ist also im Prinzip schon durchaus bereit, sich selbst und seine Familie Riesenmengen an Rieselhilfen (E 538, Link), chemischen Farbstoffen (E 110, Link), Emulgatoren (E 491, Link) und Konservierungsmitteln (E 201, Link) auszusetzen.
Nur E10 tanken will er nicht.

Muahahaha!!!
Und ist es nicht Wahnsinn, so hat es doch Methode.

Vielleicht machen E-Nummern im Essen blöd.


Mehr zu E10: Link


Sonntag, 10. Juni 2012

Fragen an ru24: Kännchen

bit.ly/Kte7ox
Anne A. aus L. fragt: "Lieber Dr. Mühlinghaus, wieso bestellen ältere Damen immer ein Kännchen Kaffee? Obwohl im Pott Kaffee genauso viel Kaffee serviert wird!? Und ist dies typisch Deutsch?"

ru24 antwortet: Liebe Anne,
wir leben nun einmal in einem Land, in dem "Draußen nur Kännchen" einen höheren Stellenwert hat als "Einigkeit und Recht und Freiheit". Während an letzterem ständig arg herumgedoktort wird, ist das Erste ein unabänderliches und wie in Eisen gegossenes Motto über dem Torbogen jeder ländlichen Außengastronomie.
Damen, also höchstwertigen Frauen, geht es nicht um "draußen" oder "drinnen", sie trinken ihren Caffee (mit C) ausschließlich aus Porzellantassen. Am liebsten aus Porzellantassen mit einem Ohr, durch das nicht einmal Frau Geheimrätin den Finger stecken kann, siehe "Sammeltassen" (Link). Und um sicher zu gehen, dass sie unter keinen Umständen den proletarischen "Pott" (siehe auch "Ruhrpott") bekommt, muss Frau Geheimrätin nun einmal ein Kännchen, pardon, ein Cännchen Caffee bestellen.
Um die Menge Heißgetränk geht es hier doch gar nicht, sie trinkt ihren Caffee ja auch nicht, weil sie Durst hat.
Das ist so deutsch wie irgendwas.


Freitag, 4. Mai 2012

Der Chor der Verdammten

http://bit.ly/JPOtcE
Draußen wird wieder Rasen gemäht. Männer sitzen auf benzinbetriebenen Rasentraktoren, tragen Hörschutz und kriechen über die Rasenflächen des Industriegebietes. Der Heimgärtner an sich hat dieses Jahr schon mehrmals gemäht. Ganz privat. Und wenn man 'es' 'ordentlich' machen will, mäht man die gesamte Fläche gleich ein paar Mal hintereinander, mindestens einmal kreuz, einmal quer, man kennt das ja aus dem Stadion - sicher, sicher.
Zwischendurch wird Moos bekämpft, vertikutiert, Löwenzahn gekillt, ein Maulwurfshügel mit einem Fluch belegt und die Rasenkanten werden neu gestochen, aber so dermaßen akkurat, dass man auch Anno 1933 damit hätte einen Kleingarten-Preis gewinnen können. Zwischendurch wird zu OBI gefahren und der dortige Giftschrank geplündert.

Von jetzt an gibt es kein Wochenende mehr, an dem der Chor der Verdammten (Rasenmäher, Rasenkantenschneider) zwischen 9:00 und 19:00 Uhr je verstummt, es sei denn, es regnet Blut, Frösche oder beides.

Dabei ist die einzige "Nutzung" dieser Grasflächen mittlerweile zu 95% das Rasenmähen.
Es wird keine Wäsche mehr gebleicht. Kinder spielen FIFA 11 auf ihrer ps2 - drinnen, im Schneidersitz, statt draußen herumzubolzen (Blogbeitrag). Und da wir hierzulande auch keine sich anschleichenden Großraubkatzen fürchten müssen, hat sich das ganze Gedöns und Getöse um den permanent gestutzten Rasen eigentlich endgültig erledigt.
Und so richtig Bock aufs Rasenmähen hat ja auch keiner.

Ich habe mal recherchiert. Einfach zu finden war das jetzt nicht. Aber es gibt tatsächlich trittfeste Alternativen zum Rasen, DIE NICHT GEMÄHT WERDEN MÜSSEN. Ich meine jetzt nicht Kies, Beton oder grünes Altglas, sondern z.B. den blauen Kriechwacholder (Link), der kriechende Zitronenthymian (sehr trittfest) oder die englische rsp. römische Rasenkamille.
Oder, hey, total überexotisch - wie wäre es mit Wildwiesen?

Meine Güte. Was würde der Deutsche nur mit all den Riesenmengen gewonnener Freizeit anfangen?
Vermutlich würde er ad hoc irgend etwas finden, bei dem fossile Brennstoffe in Lärm, Gestank, Geschwindigkeit und Gefahr umgewandelt werden - denn du bist Deutschland!

Dann macht mal lieber weiter euren Rasen, ihr Vögel.


Freitag, 1. Januar 2010

www 9 - Domain-Weltmeister der Herzen


Du bist doof!
Originally uploaded by txtblogger
Seit einiger Zeit ist es amtlich:
"Mit dem Ende des Jahres 2008 sind wir Deutschen nicht mehr länger Weltmeister in Sachen Domains. Künftig steht .cn an erster Stelle, China ist damit neuer Domainweltmeister." (Quelle)
82 Millionen Deutsche waren weltweit also Domainweltmeister (will meinen, in keinem anderen Land der Welt gab es so viele registrierte Homepages), bis sie von 1,3 Milliarden Chinesen mit .cn vom Platz gefegt wurden. Ich finde, wir haben uns gegen eine gelbe Übermacht im Verhältnis 1:16 gut gehalten!
Aber um welchen Preis?
Denn mittlerweile haben Hans und Franz eine eigene Homepage (www.hansundfranz.de), Himpelchen spielt mit Pimpelchen Gesellschaftsspiele (www.himpelchen.de) und so geht das immer weiter!
Fakt ist: Nimm ein beliebiges deutsches Wort, egal wie hirnrissig es ist, setze ein "www." davor und ".de" dahinter, gib das in der Zeile deines Browsers ein und drücke Enter.
Ich habe das mit folgenden Wörtern versucht und bin meistens sofort fündig geworden:
www.pups.de, www.hirni.de, www.ruelpser.de, www.achselhaar.de, www.blitzbirne.de, www.ohrenschmalz.de.
Gott! Es gibt ja jeden Scheiß!
Das schmerzt doch!
Mein absoluter Schlaumeier-sind-auch-Idioten-Favorit ist: www.skrotum.de (Skrotum ist das Fachwort für "Hodensack") als Verlinkungs-Page für einen Fliesenfritzen und einen Fußballverein.
Und mein persönlicher brüllender-Schwachsinns-Favorit, bei dem sich mir echt die Zehennägel aufrollen, ist: www.autohaus-toeff-toeff.de, vermutlich ein Autohaus für dreijährige Vollidioten.

OK. Aber jetzt sind die Chinesen dran.
www.feng-shui.cn ist schon mal vergriffen - Überraschung!
Aber sicherlich werden wir weiterhin "Weltmeister der Herzen" sein, wie immer.

P.S.: ru24-Mördertipp: Die Domains www.treppenhausklo.de und www.rattenschiss.de sind noch frei - ran!!!

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Montag, 2. November 2009

Automobiles 7 - Ein Stück Deutschland

Päpstlicher als der Papst:
"In Frankreich ist es vorgeschrieben, eine reflektierende Warnweste griffbereit im Handschuhfach zu haben, ansonsten kostet es 90 Euro. Wichtig ist das Lagern der Weste im Auto, denn schon der Weg zum Kofferraum bei einer Panne ohne Weste gilt als Verstoß und würde in Italien 36 Euro oder in Belgien sogar 50 Euro kosten." (Quelle)
Es ist doch schön zu wissen, dass ein Stück Heimat, ein Stück Deutschland in jedem europäischen Land steckt.
Weiter so!