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Donnerstag, 1. Dezember 2011

Bürogeplänkel 27 - Tsching, tsching, tsching!

http://bit.ly/u9IKVK
Im Büro wurde jetzt ein Weihnachtsbaum aufgestellt. Das Problem des Schmückens wurde elegant an unsere Raumpflegerin delegiert. Die ächzte und stöhnte bei der Baumdeko herum wie bei einer Wurzelbehandlung, doch das Ergebnis konnte sich sehen lassen: ein geschmückter Christbaum.
"Sieht scheiße aus!", kommentierte eine Kollegin.
"Hä?", fragte ich.
Aber was weiß ich schon?
"Na, die alten Kugeln! Der Baum sieht doch jedes Jahr gleich aus!", geiferte sie.
Ach so!
Früher nannte man so etwas "Tradition".
Früher, da wurde der Baumschmuck noch an die nachfolgenden Generationen vererbt.
Früher wurde das Lametta abgehangen und gebügelt für das nächste Jahr aufbewahrt, naja...
Früher hatten wir einen Kaiser.
Heute hält die Chefdekorateurin des Haushalts des dritten Jahrtausends vermutlich 75 verschiedene Kugeltypen bereit (in drei Größen, in den Farben rot, blau, weiß, gold und silber, jede Farbe in glänzend, mattiert, semitransparent, transparent und "perlmutt").
Und man sollte natürlich nicht die Augen vor den Anregungen aus der neuen Brigitte verschließen, die vielleicht vermeldet: Kugeln sind "out", gefrostete Zapfen sind "in". Oder quergestreifte Blech-Gnus mit Svarovski-Krone.
Natürlich.
Mattgepaukt von des Tages Knechtungen kehrte ich heim. Mein Herzblatt bat mich nach dem Essen, ihr die Weihnachtsdeko-Kiste von oben aus dem Schrank zu holen. Als sie die Kiste öffnete - Whoah!!! Ein Blick in den Koffer aus Pulp Fiction wäre ein Dreck dagegen gewesen!
"Wir brauchen also nie wieder Baumschmuck kaufen!", sabberte ich begeistert. Hurra! Thema durch!
"Och, Quatsch!", kam es von ihr entrüstet.
...
Ich habe verstanden.


Mittwoch, 9. Dezember 2009

ru24: Lifestyle 27 - Weihnachtsgurke?


Weihnachtsgurke
Originally uploaded by prb
In Münster auf den fünf Weihnachtsmärkten gab es keinen Stand mit einschlägigen Weihnachts-Dekorations-Artikeln, der nicht auch Weihnachtsgurken im Angebot gehabt hätte.
Hallo?
Weihnachtsgurken?
Wtf?
Wikipedia weiß Rat (Link):
"Eine Weihnachtsgurke ist ein aus Glas geblasener Weihnachtsbaumschmuck in Form einer Gurke. Vor der Bescherung wird die Gurke im Weihnachtsbaum versteckt. Die Eltern lassen dann die Kinder – aus einiger Entfernung – danach suchen, und das Kind, das die Gurke entdeckt, darf als erstes seine Geschenke öffnen. Bei mehr als zwei Kindern in der Familie werden entsprechend mehr Gurken im Baum versteckt und die Geschenke in der Reihenfolge des Auffindens geöffnet.
Weihnachtsgurken erfreuen sich vor allem in den USA großer Beliebtheit. Man behauptet, es handele sich um eine alte deutsche Weihnachtstradition. In Deutschland jedoch ist der Brauch nahezu unbekannt."
Nahezu trifft es.
Aber Märkte entstehen, Bedürfnisse werden geweckt. Als ich meiner lieben Freundin B. von diesem Aberwitz berichtete, zog sie ansatzlos einen Flunsch.
"Warum hast du mir keine mitgebracht? Du weißt doch, wie gerne ich Gurken mag!", maulte sie.
Herrgott! Auf Schinkenbroten!
Aber am Baum?

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