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Donnerstag, 18. Februar 2010

ru24 Wissen 15 - "I leg Sie um!!!"

photo credit: Vienna - Prater - Riesenrad via photopin (license)

Als ich beruflich das erste Mal in Österreich in einer Firma anrief und mein Sprüchlein aufgesagt hatte: "..., guten Tag!", sagte die Person am anderen Ende sehr resolut: "I leg Sie umm!!!" Der Schreck schoss mir in die Glieder! Aber ich hatte doch nur angerufen!
*winsel*
Dann hatte ich plötzlich jemand anderes am Telefon. Langsam dämmerte es mir, dass man mich auf eine andere Leitung "umgelegt" hatte. Als Alternative zum "nur umgelegt werden" in Österreich ist, auf eine "andere Klappn umgelegt" zu werden - ein anderer Anschluß eben.

Irgendwann klagte mir ein Österreicher, dass er wegen eines technischen Defekts nun leider alles "händisch" machen müsse. Tatsächlich benutzt dieses "händisch" in meiner Firma mittlerweile jeder, "manuell" oder "von Hand" klingt gegen die wunderbare Einfachheit dieses Befriffs total gestelzt.

Ich hatte mal mit einer Firma im österreichischen Kapfenberg zu tun, die Anwenderin gab an, dass jetzt noch irgendein Windows-Fenster geöffnet sei.
"Dann schließen'S jetzt des Fensterl", sagte ich zu der Frau, in der festen Überzeugung, ein ziemlich gutes Österreichisch verwendet zu haben.
"Wos hoben'S gsogt?", kreischte die Dame, "Fensterl? Mir sind's doch net in Wien!", eschoffierte sie sich.
Soso...

Und irgendwann sind auch die spannendsten Auslandsgespräche zuende!
Immer wenn ich dann zu den Österreichern "Tschüss!" gesagt habe, trat eine merkwürdige Pause ein, ein Stocken. Irgendwann habe ich mich erkundigt. Das "Tschüss!" wurde tatsächlich als "zu persönlich" empfunden, es entspricht dem österreichischen "ba-ba!", eine Art mundartliches, kumpelhaftes "bye-bye", dessen Herkunft sich etymologisch im Dunkeln verliert. Seitdem habe ich versucht, das "Tschüss" zu meiden, ich sage stattdessen "Auf wiederhören!" Danach tritt allerdings immer eine ebenso merkwürdige Pause ein. Vielleicht wird das "Auf wiederhören!" als "zu reichsdeutsch" empfunden?
Die Ösis sagen daraufhin übrigens immer "Tschüss!"...

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Sonntag, 29. November 2009

Lifestyle 25 - Alles vollgelafert


Johann Lafer
Originally uploaded by PERFETTO Wiesbaden
Johann Lafer.
Ich zitiere aus Wikipedia "... das Unternehmen expandierte seitdem. Zum Restaurant „Le Val d’Or“ wurden die rustikale Turmstube und das gediegene Stromburg Hotel eröffnet. Im nahe gelegenen Guldental richtete er in den Räumen des ehemaligen „Le Val d’Or“ seine Kochschule mit dem Namen „Table d’Or“ ein. Im gleichen Gebäude befindet sich sein Fernseh- und Fotostudio. Zum Wintersemester 2009/10 erhielt Lafer einen Lehrauftrag der Hochschule Fulda und ist Dozent im Fachbereich Oecotrophologie."
Boah.
Der Kerl ist ein verdammtes Imperium!
Fernsehköche von Anno Dazumal wie Max "Ich habe da schon mal was vorbereitet" Inzinger (Link) werden da echt blass vor Neid. Lafer ist eine Marke. Wenn er mal 15 kg abnimmt, schreibt er ein Buch darüber ("Lafer nimmt ab") und lafert es mit seinem Doc zusammen voll.
Auf www.johannlaferonlineshop.de kann man vom Lafer-Lafer-Blechpüppchen(!) über Lafer-Käppis, -Schürzen, -Topflappen, vom Lafer Kalahari-Salz "grob" ("mindestens 280 Millionen Jahre altes Gourmetsalz"), einem Quizspiel "Welt der guten Küche" und Johann Lafer "Gourmet Filterkaffee" quasi alles bekommen, was der mit Tupperware für 5.000 EUR vollgeballerten Küche des 3. Jahrtausends bislang noch so alles abgegangen ist.
Boah!
Ein Freund meinte letztens zum Thema "Lafer": "Schon wieder ein Österreicher, der bei uns Karriere macht".
Der hat nur Spaß gemacht!

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