Donnerstag, 14. Mai 2015

schützenswertes Brauchtum

Photo Credit: Bild (Link), by Kasallek (Link) on flickr
Für das unbewaffnete Auge mag die bäuerlich-ländliche Sitte, wonach sich männliche Mitbürger, die das Privileg "Erziehungsberechtigter" genießen, am sogenannten "Vatertag" bis zur Gesichtslähmung besaufen, dabei mit Gleichgesinnten einen Bollerwagen voller Alkoholika hinter sich herziehen und die Straßen akustisch mit archaischem Gegröle und optisch mit ihren bepissten Camp-David-Klamotten verunstalten, dabei in Vorgärten kotzen wie die Reiher, wie ein grotesker Anachronismus erscheinen.
Tatsächlich handelt es sich hier aber um hochgradig schützenswertes Brauchtum.
Denn: Wie viele Bräuche und Sitten wurden bereits auf dem Altar der Moderne und des Kapitalismus geopfert? Vatertagsumzüge, das sind vielleicht bemerkenswert rustikal-provinzielle Ärgernisse, aber wenigstens handelt es sich hier um seit vielen Generationen tradierte, gesellschaftliche Werte, vergleichbar vielleicht mit Jungsesell(inn)enabschieden oder der Steinigung zur Ahndung von "Unzucht" (Fremdgehen) z.B. im Irak.
Weiter so!


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