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Freitag, 30. Januar 2015

Automobiles 22: BMW

photo credit: BMW F30 335i via photopin (license)

Ich werde nie in meinem Leben einen BMW fahren. So, wie ich auch noch nie Cowboystiefel besessen/getragen habe. Oder CDU wählen würde.

Was für Menschen fahren BMW? Statistisch gesehen sind es: 72% CDU/CSU-Wähler, 13% Jungs mit Migrationshintergrund (zum Bräute beeindrucken), 11% Mietwagenfahrer & Geschäftsleute, 10% weil de Vatter auch schon BMW gefahren is, 3% Zuhälter. (Mehrfachnennungen möglich, Quelle)
Das erklärt auch schon recht elegant, warum ich keinen BMW fahre und auch unter gar keinen Umständen je einen fahren werde. Ich bin ja nicht mal katholisch!

Im Straßenverkehr erkennt man BMWs an den klassischen Verhaltensweisen:
  • Stadtverkehr: Du kommst gleichzeitig mit einem BMW an eine Kreuzung mit bissi unklarer Vorfahrtsregelung. Rate, wer nun Vorfahrt "hat"
  • Stadtverkehr: Na, wer bekommt wohl den Parkplatz?
  • Landstraße: Man fährt schon fast 70, obwohl nur 50 erlaubt ist. Der BMW 12,5 cm hinter dir scharwenzelt nervös herum, als würdest du 40 fahren. Bei erster Gelegenheit überholt er dich brüllend Kraft seiner 350 PS, natürlich fett über die doppelt durchgezogene Linie.
  • Autobahn: Ein BMW fährt auf die Autobahn auf. Wie viele Sekunden dauert es, bis er von der Beschleunigungsspur auf der Überholspur fährt? a) < 1 Sekunde, b) 2 Sekunden, c) 3 Sekunden
    [Antwort 'a' ist richtig]
  • Autobahn: Du bist auf der Überholspur. Im Rückspiegel erkennst du am Horizont hinter dir zwei winzig grelle Pünktchen, binnen drei Sekunden füllt die BMW-Niere die Spiegelfläche komplett aus. Abstand zwischen den Fahrzeugen: gefühlte 8 cm.
BMW, das steht anscheinend für nichts anderes als "Breite macht wichig".
Die, die das Unglück haben, die Raubfisch-Visage eines BMW im Rückspiegel hinter sich zu sehen, sollen sich fühlen wie eine Makrele, die vom Weißen Hai gejagt wird. Hektische Aktionen des Jagdwildes sind leider oft die Folge.
Der untermotorisierte Untermensch soll sich bereitwillig der Herrenrasse unterordnen.

Die einzig korrekte Vorgehensweise ist: Cool bleiben und wiederholt die Wischwaschanlage betätigen, um dem übermotorisieren Penner hinter dir die Dreifachwachsung zu versauen.


Freitag, 8. Januar 2010

Bürogeplänkel 14 - Unternehmerisches Risiko

Wie bereits in einem älteren Post erwähnt, hat der Schwager eines Bekannten in einem anderen europäischen Land einen Cousin 2. Grades. Dieser wiederum arbeitet in einem Unternehmen. Und die sogenannte Finanzkrise machte auch vor diesem Betrieb nicht Halt. Es war vor ziemlich genau einem Jahr, da hatte der Hauptauftraggeber dieses Unternehmens wiederum von seinem Hauptauftraggeber den Geldhahn etwas zugedreht bekommen. Das gab es nun nach unten weiter, kapitalistische Gepflogenheit eben. Statt tatenlos Entlassungen entgegenzusehen, schnürte ein Großteil der Belegschaft der betroffenen Firma den Gürtel enger, verzichtete befristet auf Gehalt.
Es war ein berauschender Akt der Solidarität!
Zwei Tage später fuhr der Chef des Unternehmens mit einem brandneuen, sehr großen BMW auf den Hof.
Die solidarischen Mitarbeiter standen an den Fenstern, sie hielten sich noch immer solidarisch an den Händchen. Mit hervortretenden Äuglein glotzten sie auf den darunterliegenden Parkplatz, drückten sich die Näschen an den Scheiben platt und machten dabei Gesichtchen, als würden sie an Essigschwämmchen lutschen. Himpelchen und Pimpelchen weinten sogar, fühlten sich total dolle betrogen.

Tatsächlich ist es so: Wenn der Unternehmer auch in Zeiten der Krise nicht so recht weiß, wohin noch mit der ganzen Kohle und das vielleicht etwas unbedarft zu Schau stellt, dann handelt es sich hierbei um das sogenannte »unternehmerische Risiko«.
Ach so.

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