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Montag, 19. November 2012

Deutsche auch mal zufrieden

http://goo.gl/ME27n
Es gibt etwas, mit dem die Deutschen nicht nur nicht unzufrieden sind, sondern regelrecht glücklich sind - Überraschung!!!
Es ist...
*Trommelwirbel*
*Fanfare*
Es ist ihr Vorname!
Laut einer Pressemitteilung der Gesellschaft für Deutsche Sprache (Artikel) sind dreiviertel aller Deutschen mit dem eigenen Vornamen GLÜCKLICH.
Ich denke aber, dass man Tiffany, Amber, Kimberley, Crystal, Lillebror, Mats-Otto, Aristide-Xavier und Sören-Amadeus (Blogbeitrag) einfach nicht gefragt hat, weil die hatten ja doofe Namen.
Die Befragten indes: GLÜCKLICH!!!
Grundgütiger!
Ich habe dieses Wort im Zusammenhang mit der Silbe "deutsch" überhaupt noch nie gesehen.
Zwei Drittel der Befragten konnten sich gar nicht vorstellen, einen anderen Namen zu haben als den Eigenen! - Meine Herren!
"[Es] geben nur 10 % der Teilnehmenden an, mit dem Namen ganz und gar unzufrieden zu sein; hierunter ist die Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen am stärksten vertreten. (...) andere empfanden ihren Namen schlicht als 'altmodisch'."
Hört, hört...
Altmodisch?
Unzufrieden?
Der Autor dieses Blogs wurde von seinen Eltern bei der spektakulären Heimtaufe (Blogbeitrag) auf die Vornamen der beiden Großväter getauft: "Heinrich Karl" (immerhin ohne Bindestrich).
Seit der siebten Klasse höre ich auf den Spitznamen "Henning".
Mit dem Spitznamen bin ich übrigens GLÜCKLICH.


Montag, 22. Juni 2009

Lifestyle 1 - Grölle biste mållen?

Bei IKEA haben alle Sachen so hübsche Namen! Hier gibt es Klangvolles wie Mertöl, Klosp oder Herpse. Die Namensgebung gibt vielen Rätsel auf, 69,71% der Befragten einer von mir eigens gefälschten Studie vermuteten gar, es handle sich um schwedische Wörter, die verwendet werden, wenn Designer Tord Björklund seine neue Vase Vaniga nennt oder den großen Küchenrollenständer Pensi. Hahaha. Mitnichten. Der Herr Björklund war zwar der Erste, der auf die Idee kam, ein Brett an die Wand zu dübeln und Bücher mit Titeln wie "Grölle biste mållen?" draufzustellen, aber trotzdem soll jetzt sein Geheimnis gelüftet werden!
Man nehme ein beliebiges deutsches Wort, tausche einfach zwei Buchstaben gegeneinander aus und schaffe so einen Begriff umweht vom Flair des Elchs, umsummt von extrem blutrünstigen Mückenschwärmen und umduftet von ganzen neun Köttbullar [sprich: Chött...] mit einem Klecks Preiselbeeren und Petersilienkartoffeln für gerade mal 4,50 EUR. Als Alternative gibt es da sogar Pommes dazu (allerdings ohne Petersilie, wer hätte auch je von Forelle Müllerin mit Petersilienpommes gehört). Beispiele: der Köndel Sockensammler - man nehme einen Knödel und tausche das n mit dem ö. Oh, eisiger Hauch vom Bottnischem Meerbusen! Der beliebte Aken Rattanstuhl - man nehme die schmückende Akne und tausche die Buchstaben (wenn man Wangen und Stirn nur lange genug auf das Geflecht preßt, kann man die Namensgeberin auch dufte simulieren). Ah, da mag man an Selma Lagerlöfs "Nils Holgersson" denken. Körte Toilettenpapierhalter - hier hat der schwedische Köter hergehalten, nun gar im Kampf gegen den Kot. Das ist Design in Vollendung. Welch atmosphärische Dichte, fast schmeckt man es auf der Zunge. Super, der Herr Björklund. Wenn der auch mal nicht weiter weiß, gibt es noch einen Trick: man nimmt ein passendes Fremdwort und ersetze einen hinteren Vokal durch ein ö. Die Exekutör Hundleine, der Leprö Flickenteppich oder der Menstruatör Badezimmer-Treteimer seien hier beredte Zeugen. Doch wie ernst IKEA seine Namen sind, zeigt sich daran, daß es im Katalog keine Möglichkeit gibt, per Inhaltsverzeichnis nach ihnen zu suchen. Kecka bzw. Fäköl ist das.
Ich freue mich auf jeden Fall schon drauf, wenn ich wieder eine Durchsage im Stil höre: "Der Kleine Cosmo möchte ziemlich dringend von seinen Eltern aus dem Småland abgeholt werden!"
Möchte, wohlgemerkt, sehr artig, trotz des mörderischen Gebrülls, das er veranstaltet.

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