Früher, da war der Begriff "Prominenter" noch positiv belegt. Sogar, noch während ich Kind oder Teenager war. Ich rede jetzt von einem Zeitraum, der sich von 1970 bis in die 80er erstreckte. Es handelte sich bei diesen Prominenten um Lichtgestalten: begabt, gebildet, eloquent, kosmopolitisch oder wenigstens schön.
Wohl niemand hätte es abgelehnt, Anno 1982 Hans-Joachim „Kuli“ Kulenkampff oder Joachim „Blacky“ Fuchsberger zum Onkel zu haben. Hach, das wäre doch dufte gewesen!
Und wie übersichtlich ging es zu in den 80ern!
Seitdem hatten wir eine kräftige Hyperinflation der Berühmten, dem Privatfernsehen sei dank. Die Zahlen eskalierten von gefühlten 500 nach gefühlten 6.000. Wer heute mal mit Dieter Bohlen, Boris Becker oder Oliver Pocher koitiert hat, gilt sofort nach der Erst-Besamung als "IT-Girl", sicher, sicher. Wer auf PRO7 mal eine Kochsendung hatte, ist stante pede Starkoch, klar.
Was diese sogenannten "Promis" in der Regel allerdings von denen vergangener Tage unterscheidet, ist, dass sie weder begabt, gebildet, eloquent, kosmopolitisch oder wenigstens schön sind.
STOP MAKING STUPID PEOPLE FAMOUS (Link) ist ein Aufruf, den sich Medien mal hinter die Ohren schreiben sollten.
Eine gute Freundin von mir (A. S.) ging sogar so weit, zu behaupten, dass der Begriff "prominent" längst vollständig negativ belegt sei.
Ich fürchte, mir fällt gerade kein Gegenbeweis zu dieser These ein.
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Dienstag, 26. November 2013
Prominenz
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Freitag, 19. Juni 2009
Medien 2 - Skandalrocker
Nein, sog. Boulevard-Nachrichten haben es wirklich nicht leicht, zu mir zu dringen.
Doch von wem ich mit steter Regelmäßigkeit zufällig höre, erfahre, ist Pete Doherty.
"Wer?", werden jetzt (vernünftigerweise hoffentlich recht) viele fragen.
Wikipedia: "Pete Doherty (geb. 1979) ist Sänger der englischen Band Babyshambles. Nicht nur durch Musik, sondern auch durch seine Beziehung zu Kate Moss und exzessiven Drogenmissbrauch machte er zuletzt regelmäßig auf sich aufmerksam."
Doch von wem ich mit steter Regelmäßigkeit zufällig höre, erfahre, ist Pete Doherty.
"Wer?", werden jetzt (vernünftigerweise hoffentlich recht) viele fragen.
Wikipedia: "Pete Doherty (geb. 1979) ist Sänger der englischen Band Babyshambles. Nicht nur durch Musik, sondern auch durch seine Beziehung zu Kate Moss und exzessiven Drogenmissbrauch machte er zuletzt regelmäßig auf sich aufmerksam."
Ein "Skandalrocker" - hihi! - ist das nicht ein Pleonasmus wie "runde Kugel"?
Für "pete doherty drugs" vermeldet Google 1.270.000 Treffer. Zum Vergleich: "benedikt XVI" bringt es mit 1.890.000 Treffern auf nur ein Drittel mehr. Die Medien lieben diesen Kerl. Den Erstgenannten, natürlich. Er spritzt sich im Flugzeug auf dem Klo Heroin, wird ohnmächtig und kippt damit auf, ständig wird er festgenommen, bricht zusammen, wirft sich dies und das, kokst mit Kate, steht vor Gericht, bekommt Sozialstunden, schnüffelt Klebstoff, ist auf Kaution raus, leckt an giftigen Kröten, usw.
Medien, für die Verantwortung nicht nur ein viersilbiges Wort wäre, würden solche Penner, die sich systematisch zugrunde richten, vernünftigerweise gar nicht erwähnen. Schon um die zu schützen, die beeinflussbar sind, die so jung und/oder dumm sind, dass sie denken, dass die Medien ihnen VORBILDER präsentieren (*wahnsinniges Kichern*).
Für "pete doherty drugs" vermeldet Google 1.270.000 Treffer. Zum Vergleich: "benedikt XVI" bringt es mit 1.890.000 Treffern auf nur ein Drittel mehr. Die Medien lieben diesen Kerl. Den Erstgenannten, natürlich. Er spritzt sich im Flugzeug auf dem Klo Heroin, wird ohnmächtig und kippt damit auf, ständig wird er festgenommen, bricht zusammen, wirft sich dies und das, kokst mit Kate, steht vor Gericht, bekommt Sozialstunden, schnüffelt Klebstoff, ist auf Kaution raus, leckt an giftigen Kröten, usw.
Medien, für die Verantwortung nicht nur ein viersilbiges Wort wäre, würden solche Penner, die sich systematisch zugrunde richten, vernünftigerweise gar nicht erwähnen. Schon um die zu schützen, die beeinflussbar sind, die so jung und/oder dumm sind, dass sie denken, dass die Medien ihnen VORBILDER präsentieren (*wahnsinniges Kichern*).
Wäre es nicht ungeheuer wirkungsvoll, wenn man (auch nur sog.) Promis drei Monate mit Acht & Bann belegte und totschwiege, wenn sie dermaßen negativ auffielen?
Leider ist es bizarrerweise genau umgekehrt: Je tiefer ein Star sinkt umso größer ist das Medienecho. Ein größeres Medienecho bedingt eine stärkere Verfolgung durch Paparazzi, mehr Falschberichte in den Medien, mehr Gestörte, die an dem "Star" herumstalken, mehr Fehlgeleitete, die meinen, sie müssten ihrem Idol nacheifern. Ein Teufelskreis. Was das alles für das "Idol" bedeuten kann, sieht man hier recht drastisch.
Welche unrühmliche Rolle hier die sich mitschuldig machenden Medien auch immer spielen mögen: Doherty inszeniert über Jahre hinweg mit viel Getöse seinen Selbstmord und ist dabei gleichzeitig wichtigstes Werbemaskottchen der Drogenindustrie.
Vielleicht sollte man hier Einhalt gebieten.
Ich finde sogar, man muss da einfach mal ein Zeichen setzen.
Ich finde sogar, man muss da einfach mal ein Zeichen setzen.
Mein Vorschlag wäre es, Doherty an Schweine zu verfüttern. Dann ist Ruh. Und der Bursche ist da, wo er die ganze Zeit hin will.
Das nennt sich Win-Win-Situation.
Das nennt sich Win-Win-Situation.
Und die Medien denken über ihre Rolle bitte noch einmal nach, ja?
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