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Montag, 22. Oktober 2012

WINSEL!!!

goo.gl/l56dx 
ca. 48x jährlich: Bekannte von mir saßen seinerzeit allsonntäglich ungepflegt, mit wirrem Haar und im "Jogger" im Wohnzimmer herum und litten daran, dass Montags das Wochenende wieder vorbei sein würde. WINSEL!!! Gutes Zureden half nichts, der Sonntag war auf jeden Fall ruiniert. Um dies machtvoll zu unterstreichen, lief in der Glotze von 10:00 Uhr morgens bis 23:00 Uhr "RTL". Niemand fand je die Kraft, umzuschalten, es war ja ohnehin alles scheiße.

ca. 48x jährlich: Argh - nun ist es Montag. Nach dem Wochenende schleppt sich das Zombie-Heer der Arbeitnehmer wieder an seine Arbeitsplätze und muss quasi neu angelernt werden. WINSEL!!! Jeder Twitterer, der etwas auf sich hält hat sich bereits am Topthema "Montag" und "kotzen" versucht. Montage, das haben die Tage zu sein, an denen sich der Arbeitnehmer mit soviel Kaffee zu dopen hat, bis sein gottserbärmliches "Mimimimimi" einem kaum mehr hörbaren Wimmern gewichen ist.

ca. 10x jährlich: Es ist Ende September, wir haben Wochenende und wunderbare, laue 25°C. Sofort klagen Himpelchen und Pimpelchen mit weinerlicher Stimme: "Das ist jetzt das letzte, schöne Wochenende des Jahres!!!" Alle Umstehenden verfallen sofort in eine wehmütige Jahresend-Depression (Blogbeitrag). WINSEL!!! Dieser Trick funktioniert an bis zu 15 Wochenenden in Folge, bis es (perfiderweise) wirklich das letzte, schöne Wochenende des Jahres gewesen sein wird. Wichtig ist, dass man allen, die man kennt, die Wochenenden versaut hat.

ca. 2x jährlich: Es ist Ende Oktober, der Goldene Herbst knallt durchs Fenster, da kommt die Hiobsbotschaft: MÖRDERWINTER ANTE PORTAS!!! FROST!!! BLIZZARD!!! SCHNEEMASSEN!!! BLITZEIS!!! Wer am 25.10. seine Winterreifen noch nicht drauf hat, wird eines schrecklichen Todes sterben usw. - WINSEL!!! Interessanterweise ist der Überbringer dieser Nachricht immer ein Lappen, der seine Winterreifen übereifrig bereits am 20.10. hat aufziehen lassen.
(Das Pendant dazu ist die Mär vom NASSKALTEN BÄH-SOMMER)

ca. 1x pro Dekade: Das wars jetzt mit unserem Wohlstand! Jetzt ist nämlich für immer Krise! Der Staat fährt zwar Rekordsteuern ein, die Industrie Rekordgewinne, aber wegen KRISE ist der Dumme mal wieder der Depp. Sportwagen, Diamanten, Zahnersatz, Urlaub, Sprit, Mettbütterchen mit Zwiebeln - alles Luxus demnächst! WINSEL!!! (Krisentipp: Blogbeitrag) Wir können ja froh sein, wenn wir es als Rentner noch körperlich schaffen, nen Einkaufswagen mit unserem gesamten Hab und Gut vor uns herzuschieben.

ca. 10x im Leben: Weltuntergangspropheten sind sich ganz sicher: Das Ende der Welt ist nahe! Atomkrieg, Maya-Kalender am Ende, Jehova läuft Amok oder Rinderwahnvogelgrippeschweinepest (Blogbeitrag) usw. Die Mitmenschen lassen in der Glotze keine Sondersendung aus, werfen sich Jodtabletten, Tamiflu oder Heilerde ein - WINSEL!!! Danach läuft alles ganz normal weiter, außer dass Tante Waltraud nun zwölf Kästen Wasser im Keller gebunkert hat, die mein Bruder ihr anschleppen musste, weil der 'nen Kombi hat.

ru24 rät: Auch, wenn mal wieder alles scheiße zu sein scheint:


Dienstag, 24. Januar 2012

Fragen an ru24: Antifaltencremes

http://bit.ly/zjGK0j
Anette S. aus K. fragt: "Lieber Rundumschlag, warum ist es erlaubt, dass bei der Oil of Olaz Werbung neben einer gephotoshoppten Frauke Ludowig drei zwanzigjähre Models für die Wirksamkeit der Faltenwegcreme herumhampeln?"

ru24 antwortet: Liebe Anette,
die wirksamsten Antifaltenmittel sind die Gene und Jugend. Jedem ist das nicht gegeben. Wenn man nicht mit der Mimik eines gesichtsgelähmten Molchs herumlaufen möchte wie z.B. Donnatella Versace und Rauchen aufhören, 3 l Wasser pro Tag trinken, gesunde Ernährung und viel Bewegung irgendwie "aus Gründen" nicht infrage kommen, dann greift man statt zu Botox lieber zu einer Creme.
Der Markt ist unübersichtlich, man sollte als Anbieter schon herausstechen. Als Werbemaskottchen für das so mittel-gute (Stiftung Warentest) Oil of Olaz bietet sich die seit-1992-RTL-Frau Ludowig geradezu an, sie ist mittel-blond (zumeist), vielen Menschen bekannt und die Autorin des so mittel-dollen Buches "Glamour ist kein Geheimnis". Na also. Und wenn man nach "Frauke Ludowig " googelt (wichtig ist dabei auch das hintere Leerzeichen), ergänzt Google den Eintrag automatisch an vierter Stelle mit "Botox". Glatt genug für diese Werbung ist sie demnach auch. Und wenn man sie dann noch photoshoppt, das wird aus dem Geburtsjahr 1964 ganz schnell ein 1974.
Bei einer Blitzumfrage, die ich selbst gefälscht habe, kam heraus, dass 97,66 % allen gefragten Herren drei herumhampelnde 20-jährige Models allemal lieber sind, als etwas beliebig Anderes. Selbst Steaks kamen im Gegensatz dazu nicht besonders gut weg.
Fazit: Erlaubnis erteilt.


P.S.: Wer auch Fragen an ru24 hat, kann sie gerne in den Kommentaren stellen, ich werde sehen was ich machen kann, sie zu beantworten.


Freitag, 28. Oktober 2011

Pandemien in der Panik-Pipeline

http://bit.ly/tPvfg0
Eigentlich ist es bald mal wieder Zeit für eine uns alle bedrohende Seuche.
SARS-Pandemie 2002/2003, Vogelgrippe 2003/2005, Schweinegrippe-Pandemie 2009/2010, EHEC 2011 - was nun? In Deutschland, wo keine fünf Minuten nach dem GAU in dem japanischen AKW Fukushima in den Apotheken die Jod-Tabletten ausverkauft waren, fällt jede noch so exotische Bedrohung sofort auf fruchtbaren Boden. Jeder siebte liest BILD. Fritten in Panik zu versetzen ist schließlich immer ein Top-Geschäft. Die Auflagen der Gazetten steigen, die Pharma-Industrie macht (Reibach)², die BILDungsbürger bunkern Lebensmittel, Wasser, Klappspaten und Gasmasken. Und Abends sitzen sie alle wie ein Mann vor den Volksempfängern, glotzen mit hervorquellenden Augen RTL II und knabbern an ihren mit Chipsfett verschmierten Unterlippen.
Wie wär's denn als nächstes mit Hamster-Mumps?
Aber statt für die nächste, zünftige Seuche Platz zu machen, fuhrwerken zurzeit Frau Mörkl (Physikerin) und ihr Finanzminister (Dr. jur.) medienwirksam mit dem Euro-Rettungsschirm (EFSF) herum und pumpen auch noch die Chinesen an. Ob das eine so gute Idee war, wird sich noch herausstellen, wenn 2035 Berlin in "Klein-Bejing" umbenannt wird, Amtssprache Mandarin. Aber da unsere Politiker nicht nachhaltig arbeiten, können sich andere um dieses Problem kümmern, wenn es soweit ist.
EFSF ist das neue EHEC.

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Samstag, 17. Oktober 2009

Wer wird Millionär?


IMG_0252.jpg
Originally uploaded by lfoflo
Bei "Wer wird Millionär?" auf RTL mache ich ja gerne schon mal mit. So am Fernsehen bei anderen Leuten, nicht in echt. Der Herr Nöckel aus Bielefeld ist gerade dran. Die Fragerei fängt ja immer ganz leicht an, z.B. Frage 4:
"Wie heißt der Zauberlehrling Potter mit Vornamen?"
a) Lee Harvey
b) Miroslav
c) Pol
d) Harry
Dann wird es immer ein bißchen schwerer, bis alle mit aufgeblähten Wangen und Fragezeichen über den Köpfen vor dem Fernseher sitzen, dann kommt ohnehin eine Werbeunterbrechung. Eine Nation rennt geschlossen auf die Toilette, betätigt gleichzeitig die Spülung, was sich möglicherweise negativ auf die Erdrotation auswirkt, schmiert dann in der Eile mit ungewaschenen Händen Schinkenbrote mit Gürkchen (die Gürkchen werden natürlich mit Klofingern aus dem Glas gefischt, was auf Dauer das Essigwasser eintrübt), klemmt sich eine Pulle Vita-Malz unter den Arm und plumpst abgehetzt wieder in den Fernsehsessel.
Dann kommen doch noch weitere 17 Werbungen, umsonst die Eile. Klopapier, Gürkchen, Autowerbungen. Letztgenannte nehmen etwas überhand, als würde man sich ständig Neuwagen kaufen. Der Herr Jauch ja vielleicht, der ist Millionär, vielleicht auch bald der Herr Nöckel, aber doch nicht die Leute mit den Schinkenstullen und dem Dunkelbier!
Nach endlosen Minuten, nur noch Reste der Schinkenbrote hängen quasi unentfernbar für manikürte Fingernägel zwischen den Zähnen, ist der Herr Nöckel aus Bielefeld wieder dran. Der wußte dann aber nicht, daß der Mond des Pluto d) "Charon" heißt, er hatte erst auf b) "Miranda", dann auf a) "Umbriel" getippt, schwaches Bild, der Herr Nöckel, dafür hat er noch ganz gut abgesahnt.
Vielleicht kauft er sich jetzt einen Neuwagen, ach nee, der konnte die viele Werbung ja gar nicht sehen, der war ja im Studio.

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