Posts mit dem Label Hamster werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Hamster werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 3. Februar 2012

Fragen an ru24: Hamster

http://bit.ly/yVGLK3
Bärbel E. aus S. fragt: Warum fressen manche Hamster (auch der kleine Kurtle) keine lebenden Mehlwürmer, machen aber, wenn man ihnen eine gekochte Nudel gibt, den Fangbiss?

ru24 antwortet: De Kurt! Dat ist ja en Heimspiel!
Kurt war der beigefarbene Teddyhamster, den ich Ende der 90er mit meiner damaligen Freundin zusammen hatte - gemeinsames Sorgerecht (ich habe die Anwaltsunterlagen noch irgendwo). Wir hatten ihn "gebraucht" bekommen, weil er seinem Bruder, mit dem er zusammen gehalten wurde, ein Stück aus dem Ohr gebissen hatte. Also beissen konnte der. Kurt war ungemein flauschig. Seine Leibspeise waren Zucchini, dafür kam er sogar noch vor seiner Aufstehzeit aus der Poofe und packte sich die Backen voll.
Einmal bekam er testweise eine gekochte Spiralnudel in den Napf (die der Nudelhersteller wunderbarerweise "Sputniks" nannte). Er stürzte sich drauf und gab der Nudel erstmal den Fangbiss, dann hat er sie aufgemampft. Inspiriert von dieser Erkenntnis bin ich die Woche drauf in einen Zooladen gefahren und habe Mehlwürmer für ihn gekauft. Die Frau im Laden nahm eine SCHÜPPE und schaufelte die sich windenden Viecher in einen SACK. Ich: "Hey, weniger, viel weniger!!!", sie halbierte die Menge. *winsel* "Seeehr viiiel weniger, bitte!" Ich kam dann mit etwa 17 der sich windenden Mehlwürmern zu 0,04 DM im Plastikbeutel heim. Meine Freundin kauerte sich vor Ekel hinter die Couch und warf mir Blicke zu. Ich nahm eine Pinzette, fischte so ein Ding heraus und gab es in Kurts Napf. Kurt, der kurzum aus der Poofe kam, wußte nichts damit anzufangen und als der Wurm sich aus dem Napf gewunden hatte, setzte er sich mit dem Hintern auf das sich am Boden ringelnde Gewürm.
Die Viecher landeten im Müll.
Draußen.

Fazit: Hamster sind ja nicht doof - wenn du auch Nudeln essen kannst, iss Nudeln.


Freitag, 28. Oktober 2011

Pandemien in der Panik-Pipeline

http://bit.ly/tPvfg0
Eigentlich ist es bald mal wieder Zeit für eine uns alle bedrohende Seuche.
SARS-Pandemie 2002/2003, Vogelgrippe 2003/2005, Schweinegrippe-Pandemie 2009/2010, EHEC 2011 - was nun? In Deutschland, wo keine fünf Minuten nach dem GAU in dem japanischen AKW Fukushima in den Apotheken die Jod-Tabletten ausverkauft waren, fällt jede noch so exotische Bedrohung sofort auf fruchtbaren Boden. Jeder siebte liest BILD. Fritten in Panik zu versetzen ist schließlich immer ein Top-Geschäft. Die Auflagen der Gazetten steigen, die Pharma-Industrie macht (Reibach)², die BILDungsbürger bunkern Lebensmittel, Wasser, Klappspaten und Gasmasken. Und Abends sitzen sie alle wie ein Mann vor den Volksempfängern, glotzen mit hervorquellenden Augen RTL II und knabbern an ihren mit Chipsfett verschmierten Unterlippen.
Wie wär's denn als nächstes mit Hamster-Mumps?
Aber statt für die nächste, zünftige Seuche Platz zu machen, fuhrwerken zurzeit Frau Mörkl (Physikerin) und ihr Finanzminister (Dr. jur.) medienwirksam mit dem Euro-Rettungsschirm (EFSF) herum und pumpen auch noch die Chinesen an. Ob das eine so gute Idee war, wird sich noch herausstellen, wenn 2035 Berlin in "Klein-Bejing" umbenannt wird, Amtssprache Mandarin. Aber da unsere Politiker nicht nachhaltig arbeiten, können sich andere um dieses Problem kümmern, wenn es soweit ist.
EFSF ist das neue EHEC.

Bookmark and Share

Freitag, 3. Juni 2011

Bürogeplänkel 23 - Mädchenlebensmittel

Wenn ich im Büro Küchendienst mache, entdecke ich in den Schränken der Büroküche immer wieder Tupperdosen, die von der Größe her eher für Spermaproben als für Lebensmittel geeignet scheinen. Ich habe sowas gar nicht im Haus! Immerhin würden vielleicht 30 Erbsen darin Platz haben. Oder zwei Sardinen, jeweils halbkreisförmig angeordnet.
Naja, irgendwie passt das zu den Mädchenlebensmitteln, die im Büro-Kühlschrank ihr Winzlingsdasein fristen: Ein singulärer Kinderriegel (die Kleinen aus der Tafel) mit Zettelchen "Nicole" oder ein einzelner Oreo-Keks mit eigenem Post-It-Namensschildchen. Eine Scheiblette, die Folie per Edding mit Namenskonterfei versehen wurde. Eine benamste Literflasche Cola-Light mit 34 ml Restinhalt.
Das alles ist total possierlich!
Es ist gerade so, als schaue man in die Lagerräume eines Zwerghamsters.

An diese Mädchen-Parallelwelt der Mengenlehre haben sich wohl denn auch Müslihersteller angepasst. Denn Jungs essen ja nur Steaks ohne Beilage.
Natürlich.
Ein sehr schönes Beispiel ist z.B. vom PENNY die 375 g-Tüte "B!O Dinkel Crunchy Müsli" aus kontrolliert biologischem Anbau - "Mehr Geschmack, mehr Genuss". Die Ernährungsempfehlung verrät das ganze Elend:
"1 Portion (30 g + 125 ml fettarme Milch) = 186 kcal".
MUAHAHAHA!!!
Seit wann gibt es Lebensmittel denn wieder auf Bezugsschein?
Soll ich mir die 30 g nicht lieber mit einem McDonald's-Strohhalm in die Nase ziehen und mir den Schluck Milch einfach sparen?

Vielleicht sollte ich wirklich auf Steaks umsteigen.
Rumpsteak (300 g) mit einem Salat vom Buffet und einer Folienkartoffel - oh yeah!
Und die Winz-Portionen überlasse ich den Zwerghamstern und den Büromädchen.