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Samstag, 12. November 2022

Things we lost (in the fire) - Teil 19: Chrissis Gastbeitrag

Kindergeburtstag

Chrissis Gastbeitrag
1990 hatte ich gerade mein Grafikdesign-Diplom in der Tasche und wollte in Kanada durchstarten. Leider gab es eine Rezession und Jobs waren Mangelware. Die Zeitungen waren voll mit Stellengesuchen, aber Angebote gab es nicht. Also beschloß ich abenteuerlustig, mein geliebtes Montreal zu verlassen, um in Hamburg ein Praktikum in der Werbeabteilung bei Hapag Lloyd zu machen. Von dort aus waren meine Eltern vor 22 Jahren nach Kanada ausgewandert und meine Oma Ilse lebte noch dort. Wenn die Rezession nach einem Jahr vorbei wäre, würde ich mit besseren Deutschkenntnissen und Auslandserfahrung unterm Arm nach Montreal zurückkehren und schnell einen tollen Job finden!

Am Tag der Abreise bekam ich von meiner lieben Mom ein Fotoalbum — damit ich alle nicht vergesse, wenn ich so lange so weit weg bin. Es enthielt Fotos von mir als Baby, der Schulzeit in Kanada mit Skiausflügen, meine Balettaufführung als Pink Panther, den Tagen ohne Strom und fließend Wasser auf meinem Lieblingsort Ain’s Insel, der wilden Hippiezeit meiner Eltern und viele Fotos von Freunden durch die Jahre. Es gab Fotos von den Katzen Minzipinzi auf dem Geschenketisch meines sechsten Geburtstages und von Psychocat in meiner ersten eigenen Wohnung in Montreal, die ich zusammen mit meiner Schwester Anja bezog.

Die Rezession dauerte tatsächlich sieben Jahre und ich blieb in Deutschland. Ich lebte vier Jahre lang in Hamburg, 17 Jahre in Berlin und elf Jahre lang in Wuppertal und das Album war immer nah und hat mir gezeigt, wo ich herkam — die Menschen, die Orte, die Erlebnisse. Von allen Dingen, die ich verloren habe, ist dieses Album der herbste Verlust.

Ich werde weitere Dinge, die ich im Feuer verloren habe, auf Facebook posten — wer mag, kann von Zeit zu Zeit dort vorbeisehen. Ich freue mich drauf, ab Dezember mit Henning ein neues Zuhause aufzubauen und dort neue Erinnerungen zu schaffen.


Inhaltsverzeichnis der gesamten Serie


Freitag, 14. Oktober 2022

Things we lost (in the fire) — wie alles begann

WhatsApp-Verlauf

Kanadaurlaub, fünfter Urlaubstag. Es war der 26.09.2022, 15.55 Uhr Ortszeit. Zusammen mit meiner Frau Chrissi setzten wir uns in Montreal in das Café „Juliette et Chocolat“ und bestellten etwas. Zu diesem Zeitpunkt erschien mir die Aussicht auf das Bestellte verlockend. Bei der französischsprachigen Bedienung, vom Alter her eine Schülerin, erfragten wir das WLAN-Passwort und loggten uns ein. Sofort prasselten eine ganze Reihe von WhatsApp-Nachrichten auf uns ein.

Geht es euch gut?“, fragte Lea in die WhatsApp-Gruppe aller Mieter des Mietshauses Bandstr. 13 in Wuppertal. Dort war es bereits kurz vor 22.00 Uhr. Es folgte gleich darauf der Satz: „Ich sehe im Internet, dass es wohl brennt??“

Unser Interesse war geweckt. Es brennt? Mit wachsender Sorge googelten wir „Feuer Wuppertal“ und sahen mit Schrecken Meldungen über einen Großbrand in unser Straße. Kaffee und Kuchen wurden uns serviert, völlig uninteressant.

„Ist das überhaupt unser Haus?“, fragte ich. Der Kuchen schmeckte nach Asche mit einer metallischen Beimischung. Wir begannen zu recherchieren, je mehr wir im Internet lasen, umso schlimmer wurde es.

Die Situation war surreal.

„Oh Gott, die Katzen!“, wir versuchten unsere im gleichen Haus unter uns wohnenden Katzensitter zu erreichen, leider Fehlanzeige. Das war hochgradig beunruhigend — war ihnen vielleicht sogar etwas zugestoßen? Die Bedienung tauchte auf, nuschelte etwas auf Französisch mit einem Fragezeichen hinten dran.

„Our house is burning at home in Germany“, erklärten wir zittrig. Das Mädel verschwand wieder, brachte uns eine Karaffe Wasser und tröstende Blicke. Später am Tag tauchten wir völlig aufgekratzt bei Freundin Brenda in Montreal auf, bei der wir ursprünglich einige Tage „in the City“ verbringen wollten. Das Thema „Katzen“ wurde elegant umschifft, stattdessen wurden wir auf sehr kanadische Art nach allen Regeln der Kunst abgefüllt. In der Rue Terrebonne verbrachten wir eine seltsam zittrige Nacht. 

Am Morgen rief die Polizei auf dem Handy an, Frau Soundso fragte nach Namen und weiteren Handynummern der Bewohner des Brandhauses. Sie bestätigte damit, dass das alles nicht nur ein Tequila-Traum gewesen war. Wir bekamen die Nummer des bei der Feuerwehr Wuppertal zuständigen Herrn L. Der bestätigte, dass der Brand sich vom Keller über das Treppenhaus nach oben gearbeitet hatte, das Haus jetzt unbewohnbar war, gegebenenfalls sogar einsturzgefährdet sei. Es zeichnete sich hier bereits ab, dass wir alles verloren hatten. Und ja, man habe wohl schon bei den Löscharbeiten laut Bericht „ein totes Haustier gefunden“. Vielleicht Baghira von den Nachbarn unter uns? Der Urlaub war auf jeden Fall gelaufen. Wir laufen ja nicht Murals und Graffiti fotografierend durch Montreal, während daheim alles in Trümmern liegt. Der erste Impuls war natürlich, einen Flug zu buchen und zurück „nach Hause“ zu fliegen, aber das gab es ja offenbar nicht mehr. Bei Freunden wohnen und denen gepflegt auf den Keks gehen? Tage später klärte sich, dass gottlob alle Hausbewohner überlebt hatten, wenn auch nur knapp. Über die WhatsApp-Gruppe des Hauses bekamen wir die Rufnummer der Diakonie Wuppertal und eine Ansprechpartnerin genannt. Sie riet uns, zu bleiben, wo wir sind. Eine Unterkunft zu haben sei in dieser Situation ein Glücksfall.

Nun denn. Wir blieben, sagten aber alle Treffen mit Freunden und auch den geplanten Roadtrip nach Neuengland ab.

Während uns Chrissis Mom, die in Rosemère bei Montreal lebt, umsorgte und Nachmittags auf einen Spaziergang zum Eichhörnchen (Squirrel) und Vögel (Nuthatch, Chickadee) füttern schleppte, versuchten wir unseren Kram geregelt zu kriegen. Nach dem Frühstück war in Deutschland bereits 16.00 Uhr. Eine Support-WhatsApp-Gruppe der Freunde wurde ins Leben gerufen, Facebook & Co., alles lief heiß dieser Tage, sogar Spenden wurden gesammelt. Das alles war rührend und zu Herzen gehend im geschützten Umfeld von Chrissis Elternhaus.

Unser Versicherungsmakler legte uns nahe, für die Hausratversicherung eine Liste aller Dinge zu schreiben, die wir gemeinsam besessen hatten — things, we lost in the fire. Es wurden sehr lange Listen, denn es ist alles fort und das ist eine ganze Menge — was sich so anhäuft, in einem 55-jährigen Leben.

Schließt bitte mal die Augen und zählt auf, was in der vorletzten von vier Küchenschubladen eigentlich drin ist, dann erst schaut nach — surprise! Genau das. Aber es gibt auch die Dinge, deren Verlust aus dem einen oder anderen Grund dramatischer ist als der kleine Dreizack, mit dem man beim Pellkartoffeln pellen die Kartoffel hält.

RU24 war mal mein Satire-Blog, bis ich gemeint habe, jedes Thema, das mich umtrieb, hinreichend durch den Kakao gezogen zu haben. Jetzt kommt etwas gänzlich neues auf‘s Tapet: Ich möchte sehr persönlich über die Dinge schreiben, die ich verloren habe. Es werden natürlich auch zwei Katzen darin Erwähnung finden, aber noch kann ich das nicht, dazu also später.

Stay tuned.


Inhaltsverzeichnis der gesamten Serie



Donnerstag, 5. Mai 2016

Die Philosophie des Fliegenfischens


Wir Wuppertaler hatten von Donnerstag bis Sonntag Besuch von Chrissis Freundin B. aus Kanada. Nach ausufernden Schwebebahnfahrten und Hardtanlagenbesichtigungen incl. diversen Open-Air Kaffetrinken stand noch Köln nebst Dom auf dem Programm.
Doch was möchte der Gast? B. wollte gerne einen Angelbedarf-Laden aufsuchen und Fliegenfischen-Köder kaufen, als Geschenk für einen in Kanada lebenden Fliegenfischer. Alles, was ich über Fliegenfischen weiß, ist, dass da Männer in spacken Angelhosen im flachen Wasser stehen und malerisch mit ihren Angeln herumfuchteln und Leinen in der Luft herumschnörkeln wie Anno 1992 in "In der Mitte entspringt ein Fluss" (Wikipedia).
Ich gab zu bedenken, dass kanadische Angelsportgeschäfte mit Sicherheit opulenter ausgestattet seien, als lokale Köder-Katen, aber Argumente fallen nicht immer auf fruchtbaren Boden. Ich googlete mir also den einzigen Laden Wuppertals (Webseite) und am nächsten Tag fuhren wir (B., meine Frau und ich) dort hin.
Als wir die Tür des Geschäfts öffneten, erstarben im Inneren alle Gespräche. Die Anwesenden glotzten die Damen an, als habe stahlend Galadriel, Herrin des Goldenen Waldes einen ohne Lizenz betriebenen, nichtswürdigen Troll-Schankbetrieb betreten. Ein Scherge spurtete sofort umher, um alle Aschenbecher einzusammeln, die in dieser Männerdomäne so selbstverständlich wie bei Mad Men (Link) herumstanden.
Wir verdeutlichten der Tresenkraft (Pflegestufe II) unser Anliegen, derweil hatte der Büttel im Hintergrund keuchend alle 23 vollen Ascher eingesammelt. Er verstaute sie mit dezentem Scheppern.
"Ja, et kommt vorallm drauf an wannse un wose!", dampfte der Fachmann die Philosophie des Fliegenfischens eloquent zusammen. Er kam rum und führte uns zu einem Schrank mit mindestens drei dutzend Schubladen, die allesamt vollgestopft waren mit Döskes voller kleinteiligem, buntem Firlefanz. Die Auswahl war wuchtig.
Aha.
Sobald Männer im Spiel sind, reicht es ja nicht, es kompliziert zu machen. Nein, es muss wieder eine scheiß Wissenschaft draus gemacht werden! Das gilt fürs Grillen, das Atommodell und natürlich auch fürs Fliegenfischen.
Wir krosten also durch die Auswahl der winzigen, bunten, borstigen Dingerskes (Abb.), die allesamt irgendwelche lokalen Insekten in diversen Stadien ihres illustren Werdeganges von der Larven-Wiege bis zur Bahre nachbildeten.
"Der ist hübsch!", sagte B. über ein orange-braun gestreiftes Winz-Gezwirbel.
In der Zwischenzeit konnte ich mich im Laden etwas umsehen. Fische ködern war also ein arg kleinteiliges, ziemlich buntes und vor allem zubehörintensives Gedöns -- wie das wohl primitive Kulturen hinbekommen haben mit dem Fischefangen, so ganz ohne Neonschwimmer, Blinker und orange-braun gestreiftes Winz-Gezwirbel zu 1,99 €?
Nach einer Weile hatte B. eine kleine aber feine Kollektion zusammen, sie zahlte, wir verschwanden.
Während wir ins Auto stiegen, wurden im Inneren des Shops klim!, klim!, klim! die Aschenbecher wieder verteilt.
So eine Aufregung für die Angeljungs!


Mittwoch, 8. Mai 2013

Kanada: Poutine

Coq-O-Bec 
Man war nicht in Kanada, wenn man keine Poutine gegessen hat, da sind sich Kanadier in Bezug auf Touristen einig. Das Online-Wörterbuch dict.cc sagt über "Poutine": "[Can.] [gastr.] {f} Pommes frites und Käsebruch in Bratensoße" (Link).
Nun.
So ziemlich...

Wir ließen uns von einer Einheimischen - Linda - einen Laden empfehlen, der zum Thema "Poutine" eine Verköstigung allererster Kajüte bieten sollte. Linda fuhr uns freundlicherweise sogar mit ihrem riesigen Pickup hin, wir landeten in der Rôtisserie "Coq-O-Bec" (Link) in Terrebonne in der Nähe von Montréal. Eine Rôtisserie (klingt toll) ist übrigens schlicht ein Grillimbiss. 
Gottogott!
Das Coq-O-Bec war ein spartanisch eingerichteter Grill mit Stahlrohrstühlen und Kunstledersitzbänken unter Neonlicht - nichts sollte somit von den uns zu erwartenden Köstlichkeiten ablenken, auch nicht das Wetter, das war Grotte. Poutine gabe es in den Größen klein, mittel und groß, was anschaulich durch die Take-away-Syroporschachteln illustriert wurde, die man recht dekorativ hinter den Tresen an die Wand geklebt hatte.
Ich so: "Hmmm?!"
Linda überredete mich wortreich zu der großen Portion - Herrgott! - ich wußte doch nicht, worauf ich mich einließ!
Puh!
Wir setzten uns auf eine Ledersitzbank und harrten der Dinge, die da kommen sollten...
Und die Dinge kamen! Die Bedienung stellte meinen Begleiterinnen ihre Portionen vor die Nase. Während die Damen noch fassungslos über die Größe ihrer Mahlzeiten lachten, wurde kurzum die WIRKLICH GROSSE Portion geliefert - ein Ayers Rock hochverdichteter Kalorien!
Also - man nehme: Einen Pizza-Teller voller ziemlich brauner Pommes, man packe Hühnchenfleisch oben drauf, dito weiße Käsebröckchen (die beim Draufbeißen quietschen) und man begrabe das Ganze in überrreichlich brauner Soße ("gravy").
Bon Appetit!
...
Nun ja, was soll ich sagen... ich habe nur 2/3 der Portion geschafft.
Kulinarisch gesehen ist die Poutine etwa bei "Doppelpommes mit 4-fach Jägersoße" einzuordnen.



Kanada: GRÖSSER

http://goo.gl/jBlgb
"Kanada ist mit einer Fläche von 9.984.670 Quadratkilometern nach Russland das zweitgrößte Land der Erde und fast so groß wie Europa. Das Land nimmt rund 41 % des nordamerikanischen Halbkontinents ein. (...) Die Gesamtlänge der Grenze zwischen Kanada und den USA beträgt 8890 Kilometer. Kanada hat mit 243.042 Kilometern zugleich die längste Küstenlinie der Welt." (Wikipedia)
Respekt!

Wenn man aus Old Europe erstmals nach Kanada kommt, da fällt es im Grunde sofort auf:
HIER IST EINFACH ALLES GRÖSSER!

Hörnchen: GRÖSSER! (Grauhörnchen wiegen zwischen 400 und 710 Gramm, unsere roten, Europäischen Eichhörnchen kommen nur auf 200 bis 400 Gramm) - pöh! Erklärung: Viel mehr Wald = viel mehr Nüsschen = größere Hörnchen. Die possierlichen Nager sind so zahlreich, dass sie unvorstellbarerweise bei einigen kanadischen Zeitgenossen als Plage gelten... tsts!

Rotkehlchen: GRÖSSER! Während unser hiesiges mickriges Rotkehlchen (so called "European Robin") nichts als Briefbeschwerer taugt, denn es wiegt nur 15 bis 18 Gramm, bringt es der kanadische Namensvetter auf stolze 77 Gramm. Der Trick: Die Kanadier nennen ihre dem Rotkehlchen vage ähnelnde Wanderdrossel biberschlau "American Robin" (= amerikanisches Rotkehlchen). Aber hey! - bigger is better!

Ahornsirup: GRÖSSER! Wird bei uns fast ausschließlich in diesen pittoresken Glasflaschen mit dem neckischen Winz-Öhrchen am Hals verkauft (durch das nicht einmal Barbie ihren Zeigefinger stecken könnte). In Kanada verkauft man dieses universelle Lebenselixir in stabilen 540 ml-Blechdosen als Grundnahrungsmittel wie Erbsen oder gewürfelte Tomaten zu umgerechnet 6,00 EUR/Dose. Für nach dem Hockey* auf Pfannkuchen usw.

Autor: glücklich
Lebensmittel: GRÖSSER! Im Supermarkt gab's Mozzarella nur im Kilobeutel. Im Kühlregal tummelten sich eingeschweißte Packungen Steaks im Doppelpack, zusammen über ein Kilo schwer = über 500g pro Steak (Link)! Es gab Erdnussbutter in 2 kg-Gläsern (eingebettetes Bild) und Milch im 2 l-Tetrapak. Jede Marmelade ist per se mindestens 1/3 größer als das Schwartau-Familienglas bei uns. Zahnpastatuben bringen es auf titanische 120 ml (im Gegensatz bei uns: 75 ml). Und "große Portionen" im Imbiss sind WAHRHAFT GROSSE PORTIONEN! (siehe nachfolgenden Blogbeitrag)

Kühl- und Gefrierschränke: GRÖSSER! Die standardisierte Breite für Geräte der Kategorie "Weiße Ware" ist in Kanada um ca. 1/3 breiter als bei uns. Erklärung: Die Lebensmittel sind einfach so wahnsinnig groß! Außerdem haben nach dem Hockey* alle einen Bärenhunger! Und: Wer mehrfach jährlich droht einzuschneien, braucht Kühlschränke und -truhen, in denen komplette Rinder, Schweine und Schafe Platz finden, möglichst nicht nur eins von jeder Sorte.

Herd: GRÖSSER! Bärenschinken und Elch-Schulter sind nicht Schweine-Kotelett und Goldbroiler, schon klar. Vor allem wenn für nach dem Hockey* das Essen auf dem Tisch stehen muss, ist für dieses Unterfangen die europäische Puppenküche verständlicherweise ungeeignet.

Waschmaschine und Wäschetrockner: GRÖSSER! Hockey*-Mütter sind einfach froh, das in Kubikmeter messende, titanische Sport-Equipment ihrer Brut in einem Rutsch in die Waschmaschine und den Trockner zu kriegen.

Autos: Auf dem Land und in Vorstädten fahren in Kanada jede Menge GRÖSSERE 4x4-Pickups herum. Das liegt nicht nur am drastisch GRÖSSEREN Platzangebot, sondern auch am Wetter. Die brauchen einfach Riesen-Karren, die man mit wenigen Handgriffen in einen Monster-Schneeschiebe-Truck verwandeln kann. Mein Smart setzt nämlich bei ca. 12 cm Schneehöhe auf, wäre dort somit nur für 5 Monate im Jahr tauglich. Außerdem: Wenn man drei Kinder hat, die Hockey* spielen, steht man wegen der riesigen Sporttaschen schlicht vor der Wahl: Entweder permanent mit einem Umzugswagen durch die Gegend zu fahren oder direkt mit einem unanständig großen Pickup (à la Dodge Ram).
In der Stadt fährt der Kanadier an sich übrigens i.d.R. ganz normale Autos. Da könnten sich unsere deutschen SUV-Birnen mal ein Beispiel dran nehmen!


Linktipp: William Shatner "singt" die kanadische Nationalhymne "O Canada"


*) In Kanada sagt man nur Hockey, damit ist natürlich EISHOCKEY gemeint, nicht Rasen-, Roll- oder wasauchimmer. Natürlich. Nur, damit das klar ist.