Posts mit dem Label Nordkorea werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Nordkorea werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 5. Juni 2012

Spacko des Monats

bit.ly/LuNOOB
Nordkorea hat extra seine Verfassung geändert um stolz zu verkünden, dass es jetzt Atommacht ist (Link).
Toll! Wenn man bedenkt, dass das Land von Lebensmittellieferungen aus den USA abhängig ist, um seine Bevölkerung überhaupt ernähren zu können, dann ist das schon eine große Leistung!
Respekt!

Mit einem klitzekleinen bisschen an Organisation, dafür aber mit den Herzen voll großer Sehnsucht hatten sich 20.000 Schulkinder aus ganz Nordvietnam zu einer einwöchigen Jubelfeier in Pjöngjang versammelt. Zu bejubeln war "Freund Sonne" Moppel Kim (Bild), vielen auch bekannt als Kim Jong-un, Vaters Sohn und exponierte Lichtgestalt sondergleichen. Ihn, den Atommächtigen anzuschmachten waren die Blagen mit Eselskarren wahrscheinlich länger unterwegs gewesen, als ein Hermes-Paket zwischen Düsseldorf und Köln. Vermutlich schmachteten sie reichlich. Dann musste ja bei Eintreffen in der Hauptstadt auch noch "Stechschritt zu Marschmusik" geübt werden, bevor es richtig losgehen konnte!

Südkoreas Medien haben jetzt ein bissi gelästert und das glorreiche Aufmarschieren und das an "Moppel-Kim" Vorbeidefilieren als eine "politische Show im Stil von Adolf Hitler" bezeichnet. Pfui! Wo doch Nazi-Vergleiche voll verboten sind! Man darf ja auch nicht sagen: "Dieser Sauerbraten hätte auch Hermann Göring geschmeckt!" Geht also gar nicht! Nordkorea ist nun verständlicherweise angepisst, fühlt sich "bösartig verleumdet" und verlangt eine Entschuldigung. Vorsichtshalber habe der Generalstab der Nationalen Volksarmee die Koordinaten aller dieser südkoreanischen Nachrichtenagenturen schon in die Waffensysteme eingegeben, nur für den Fall, dass die ausstehende Entschuldigung nicht kniefällig genug ausfällt...

Muahahaha!!!
Der "Spacko des Monats" Juni 2012 geht an ... *trommelwirbel* ... Kim Jong-un!
Glückwunsch!

Übrigens: Diesen Blogbeitrag habe ich bei der Arbeit geschrieben!
Entschuldigt wird nicht!
Koordinaten: (Link), bitte nach 19.00 Uhr MEZ, danke.


Mehr: (Blogbeitrag) (Link)

Mittwoch, 25. Januar 2012

Fragen an ru24: Warum ist Grün das neue Rot?

http://bit.ly/w09cvv
Sebastian K. aus Wk. fragt: "Warum ist Grün eigentlich das neue Rot?"

ru24 antwortet: Lieber Kringel,
das ist ein sehr gute Frage. Wenn deine Mama Chanel-Nagellack benutzt und du deswegen diese Frage stellst, (siehe Link), dann sind wir jetzt fertig und du kannst spielen gehen.
Wenn nicht, dann setz dich bitte...

Es gibt da ein Land, weit weg, das heißt U.S.A., dein Papa sagt vielleicht "Amerika" dazu. Da kommen so tolle Sachen her wie Hamburger, Ketchup und Micky Maus. Kennst du. Und die Amerikaner denken, sie hätten auch Pommes, Spaghettis und Pizza erfunden. Ham se aber nicht. Und dieses Land finden viele ganz, ganz toll, vor allem die Amerikaner. Ist es aber nicht. Und dieses Land ist das mächtigste Land der Welt. Spiderman (der auch Amerikaner ist) sagt, dass "mit großer Macht auch eine große Verantwortung" einher geht. So dolle verantwortlich benehmen die sich aber leider gar nicht, die Amerikaner. Der Staat gibt sein Geld für Waffen und Soldaten aus und schickt die überall hin, wo es Öl gibt, um da alles kaputt zu machen. Und die Leute in Amerika fahren riesige Autos die ganz viel Sprit brauchen und die Häuser haben kaum eine Wärmedämmung, weil Strom, Benzin und Heizöl dort so dolle billig sind. Und im Sommer machen sie die Klimaanlage an, die doll viel Strom benötigt, anstatt ein Fenster aufzumachen wie bei uns. Und die Industrie kann in die Luft blasen, was sie will. Und so soll das auch bleiben. Das nennt sich "American way of Life" und das steht bei denen sogar in der Verfassung.

Wir staunen da nur drüber. Wir schicken unsere Soldaten nur mal zum Aushelfen wo hin und wenn dann voll aus Versehen ein Schuss losgeht, dann kriegen alle einen Riesenschrecken! Und wir schrauben überall Energiesparbirnen rein und schalten an der roten Ampel den Motor aus. Und im Müll trennen macht und keiner was vor.

Früher, als dein Opa deine Oma noch gar nicht kannte, da hatten die Amerikaner ganz doll Angst vor Kommunisten, weil die wollten alle Menschen gleich machen. Und weil es in Amerika so viele Millionäre gab, fanden die das schrecklich doof und haben den J. Edgar Hoover beauftragt, die Kommunisten, die in Amerika lebten, zu fangen und zu ärgern, wo es ging. Die waren ganz leicht zu fangen, weil die trugen alle rote T-Shirts, deswegen nannte man die die Roten. Die Roten durften nicht mal mehr Filme drehen und viele mussten ins Gefängnis. Aber weil man da gar nichts in den Geschäften kaufen kann, auch keine iPhones, finden heute irgendwie alle den Kommunismus doof. Vor allem die Leute, die da wohnen, z.B. in Nord-Korea.

Jetzt haben manche Amerikaner aber in der Schule aufgepasst und auch viel im Internet gelesen, weil in amerikanischen Zeitungen steht gar nichts mehr davon drin, was der Staat da so alles falsch macht. Diese Leute haben nachgedacht und weil die sich dolle Sorgen um die Natur und die Welt machen, nennt man die "Umweltaktivisten". Das ist etwas Gutes, aber in Amerika ist das ein Schimpfwort. Manche von denen finden das sogar mit den Kriegen doof, die Amerika führt, weil die so viel Geld kosten, das dann woanders fehlt, z.B. in Schulen und an Staudämmen. Die wollen jetzt, dass alle Leute Müll trennen, Energie sparen und dass die Fabriken nicht mehr gar so viel schlimme Sachen in die Luft blasen. Und weil ganz viele ganz alte Bäume abgesägt werden, ketten sich die Leute mit ihren grünen T-Shirts an Bäume, damit man die nicht absägt, wie bei Stuttgart 21. Und weil viele Tiere unter ganz schlimmen Bedingungen leben, wollen sie die Tiere befreien und es denen nett machen, den befreiten Tieren.

Aber weil es in Amerika jetzt noch viel mehr Millionäre gibt, finden die das jetzt mal total voll doof, was die Umweltaktivisten da machen und haben die Polizei beauftragt, die Aktivisten, die in Amerika leben, zu fangen und zu ärgern, wo es geht. Die sind ganz leicht zu fangen, weil die tragen ja alle grüne T-Shirts.

Jetzt weißt du sicher, dass sehr, sehr böse Leute mit dem Flugzeug das World Trade Center kaputt gemacht haben. So Leute sind richtige Terroristen, die man zur Strafe voll lange einsperren müsste, wenn sie nicht schon alle tot wären. Aber weil man Leute, die Terroristen sind, viel länger einsperren darf, als Leute, die ein krankes Huhn aus einer schlimmen Fabrik geklaut haben, um es zu retten, nennt die amerikanische Regierung die Leute mit den grünen T-Shirts jetzt einfach alle auch mal "Terroristen". Das stimmt zwar nicht und das ist auch voll gemein, aber da kann man nix gegen tun. Deshalb kann die Polizei die Leute mit den grünen T-Shirts so lange einsperren wie sie will, auch, wenn sie nur ein Huhn oder einen Baum oder die Welt retten wollten.
Deshalb ist Grün das neue Rot.

Für Interessierte: hier.
T-Shirts gibts: hier.


P.S.: Wer auch Fragen an ru24 hat, kann sie gerne in den Kommentaren stellen, ich werde sehen was ich machen kann, sie zu beantworten.


Mittwoch, 28. Dezember 2011

Die zwischen-den-Tagen-Zeit

http://bit.ly/tapoPj
Am 17.12.2011 starb der Geliebte Führer und große General Kim Jong-il, Held der Arbeit, Namenspate einer Knollenbegonie - der Kimjongilia. Anlässlich seines Todes wurde in Nordkorea eine 11-tägige Staatstrauer angeordnet, während der auch die Geschäfte geschlossen zu bleiben hatten. Machte aber nix, es gab ja eh nichts zu kaufen in nordkoreanischen Geschäften. Außerdem hatte der Nordkoreaner an sich nun mehr Zeit, als angemessenes Zeichen der großen Trauer, schluchzend, sabbernd und auf allen Vieren durch die Straßen Pjöngjangs zu kriechen. Ob die 200.000 armen Schweine in den Straflagern auch vor Trauer vergangen sind, ist anzuzweifeln.
Hoffentlich hatten die den Glassarg des Geliebten Führers transportierenden Staatskarossen im kapitalistischen Ausland gute Reifen besorgt, da der Trauerzug zur letzten Ruhestätte schließlich auf einem Fluss aus Tränen stattfand.
Fünf Tipps gegen Aquaplaning gibt es hier.

Aber auch ich schleppe mich durch die tristen Tage, wanke aus dem Bett ins Bad, krieche in mein Auto und fahre auf spärlich befahrenen Autobahnen zur Arbeit. Dann parke ich auf einem fast leeren Parkplatz und hocke in einem kaum bevölkerten Büro, in dem mal absolut tote Hose ist.
Wer früher gehen kann, verschwindet lautlos mit einem matten, fast entschuldigenden Lächeln.
Die Zurückgebliebenen schauen ständig auf ihre Uhren, seufzen und fressen Weihnachtsplätzchen, die irgendein Kollege im Büro verfüttert.
Die zwischen-den-Tagen-Zeit.

Falls von mir nichts mehr kommt dieses Jahr (wg. "Mattigkeit"): Guten Rutsch!