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Freitag, 5. Oktober 2012

Bis Meppen


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Es begab sich aber zu der Zeit, dass irgendwann in den 80ern ein Bus des Radevormwalder Handballvereins "TV Herbeck" zu einem Auswärtsspiel nach Meppen unterwegs war. Google Maps gibt diese Route mit "228 km, 2 Stunden und 22 Minuten" an.
Man fuhr wohl nun schon eine ganze Weile, als sich erster Unmut breit machte, es wurde den Handballern etwas lang und sicher auch -weilig.
"Wie lange is denn noch?", fragte da einer.
"Wie weit is denn noch", fragte ein Anderer.
"Bis Meppen", lautete die mit großer Eloquenz und nachgerade wuchtiger Weisheit vorgetragene Antwort.
Wer mag dieser Quasi-Zen-Meister gewesen sein, dessen Sentenz die Antwort auf jede der gestellten Fragen war? Leider verliert sich dies im Nebel der Geschichte. Neueste Forschungen weisen darauf hin, dass es sich hier keinesfalls um einen "Handballer" (Blogbeitrag), sondern um eine dem Sport fremde Aufsichtsperson oder einen mitreisenden Anthroplogen gehandelt haben muss.
"Bis Meppen" als universelle Antwort sowohl auf große Entfernungen als auch auf große Zeiträume erfreut sich in dieser, meiner Heimatstadt Radevormwald bis heute großer Beliebtheit.

Beispiele:
"Wie lange ist die Wurst noch haltbar?"
"Wie lange läuft diese sinnlose Sondersendung noch?"
"Wie lange sitzt Onkel Knastbruder Joey noch ein?"
und:
"Wie weit fliegen die beiden Voyager-Sonden noch?"
"Wie weit kann man von diesem Aussichtspunkt aus sehen?"
"Wie weit würdest du gehen?"

"Bis Meppen", das Lichtjahr des kleinen Mannes.


Montag, 19. Dezember 2011

Bürogeplänkel 28: Die Blödheit der Vielen

http://bit.ly/vy7qW2 (Abb. zeigt nicht mich)
Der Autor James Surowiecki beschreibt in seinem Buch "Die Weisheit der Vielen: Warum Gruppen klüger sind als Einzelne" (Link) folgendes Experiment: Man läßt eine große Anzahl von Personen das Gewicht eines Stiers schätzen. Dann nimmt man alle Ergebnisse, ermittelt den Mittelwert der Schätzungen und: voilá! Das Ergebnis weicht nur ein paar Pfund vom tatschlichen Gewicht des Stiers ab!
Toll!
Leider klappt solches nicht immer und überall, vor allem nicht im Büro. Falls es die gebrauchten Geschirr- und Besteckteile überhaupt ins Innere der Spülmaschine schaffen, was schon fraglich genug ist, sieht das Innere der Spülmaschine aus, als sei sie von blinden Grobmotorikern bestückt worden: Teller quer rein oder gleich auf die Tassen legen, Glas zu den Tellern stecken, Tasse mit der Öffnung nach oben reinstellen, alles Besteck nur in die Besteckfächer ganz vorne quetschen. Oder am besten den Scheiß gleich ins Spülbecken kippen und vergessen.
Empirisch ergibt das folgende Formel:

IQ der Vielen im Büro = ((Summe der IQs)/Summe Mitarbeiter)/W = blöd
[W (Wochentag) = Mo: 2,5; Di: 2,2; Mi: 1,8; Do: 2,2; Fr: 2,5]

Die Blödheit der Vielen.

 
P.S.: Die GANZE schreckliche Wahrheit über Hygiene im Büro: Blogbeitrag.