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Freitag, 11. Mai 2012

Mehr Sicherheit für dich und mich


http://bit.ly/IQ3hfg
Im September 2009 verfiel die EDV-Abteilung in Panik - man hört ja so viel!
Automatisiert verpasste sie in einer Nacht- & Nebelaktion konzernweit allen 1.700 (erreichbaren) Schwarzweissdruckern mit eigener Netzwerkkarte ein 12-stelliges Passwort im Stil von "C7b4EmDqL27r" - jedem ein Anderes. Da wird der von China aus operierende Hacker, der sich nach allen Regeln der Kunst durch die Unternehmens-Firewall gehackt hat, eine Überraschung erleben, wenn er versucht, auf einen sieben Jahre alten Kyocera FS-1800N etwas zu hacken (z.B. dass der Drucker bei jedem Druckjob "Pipi ist kein Name und auch kein Getränk, ihr scheiß Imperialisten!" als Fußzeile mit andruckt)... Haha!
Wenn jetzt ein Techniker am Drucker was zu richten hat, muss er anrufen, nach dem Passwort fragen und es mühsam mit den Pfeil-auf/Pfeil-ab-Tasten am Drucker eingeben. Schon das Diktieren ("großer Cäsar, 7, kleine Berta...) ist ein scheiß Spaß für die Ganze Familie!
Mumpitz.

Bei der Bahn, einem der Zukunft zugewandten Unternehmen, ist man da schon viel weiter! Sich als Kunde auf www.bahn.de anzumelden, ist immer ein bisschen wie mit Matrix-Mitteln in einen Hochsicherheitstrakt einzudringen. Wenn man sich nach einem halben Jahr zwecks Buchung eines Bahn-Tickets dort anmelden will, sind Benutzername und Kennwort natürlich wie weggeblasen. Zuerst fordert man seinen Benutzernamen an. Man erhält Minuten später ein E-Mail mit dem Anmeldenamen, z.B. "Nebukadnezar778395". Ach ja, ich erinnere mich, bei der Anlage des Accounts gezwungen worden zu sein, einen 18-stelligen Benutzernamen zu nehmen. Dann kann man sich sein Passwort resetten lassen und bekommt nach einer Weile ein ein Einmalpasswort zugemailt, z.B. "C7b4EmDqL27r" (kommt mir vage bekannt vor), das sofort gemäß folgender Vorgaben zu ändern ist: Das minimal 27-stellige Passwort sollte mindestens Sonderzeichen, Zahlen, Buchstaben in Groß- und Kleinschreibung und 12 Zeichen aus anderen Zeichensätzen beinhalten (z.B. russisch, griechisch, astrologische und alchemistische Symbole und Hassmännlein aus der Maya-Schrift).
Hat man irgendwann die Anmeldung geschafft, ist der Zug in der Regel abgefahren.
Bei der nächsten Anmeldung geht dann alles wieder von vorne los.
Mumpitz.

Seit ich Smart fahre, lebe ich in ständiger Angst, dass die automatische Verriegelung des Wagens eines Tages den Schlüssel mit einschließt. Scheinbar bin ich nicht alleine, Google meldet 12.000 Treffer zu "auto automatische verriegelung schlüssel eingeschlossen". Angeblich sollte so etwas nicht passieren, aber ja, der Teufel ist ja bekanntlich ein Eichhörnchen...
Mumpitz.

Mehr Sicherheit für dich und mich  --  Eines Tage werden wir vor lauter überbordender Sicherheit ausgesperrt von unseren Wohnungen, Autos, Konten, Handys und sozialen Netzwerken auf den Straßen leben und ganz von vorne anfangen müssen.
Vielleicht mit ein bisschen weniger Sicherheit.


Linktipp: hier


Dienstag, 29. September 2009

Bürogeplänkel 8 - Upgedatet

Die Tage kam ich an meinen Arbeitsplatz, leider hatten die EDV-Trolle in meiner Abwesenheit beschlossen, mein Lotus Notes von Version 6.5 auf 8.5 "upzudaten", ein Vorgang, so unnötig wie ein Kropf.
Ich fragte herum, was "der Schwachsinn denn solle", ich bekam zur Antwort, das sei, "weil die Kunden auch auf 8.5 umgestellt" hätten".
Ach so.
Und wenn man "den Kunden" fragen würde, bekäme man sicherlich zur Antwort, das sei "vom Rechenzentrum veranlasst worden". Würde man dann einen der "Mitarbeiter im Rechenzentrum" fragen, wenn die überhaupt ans Telefon gingen, erführe man sicherlich, dass "das nun einmal der Lauf der Dinge" sei.
Ach so.
Aber ich wollte nicht zu pessimistisch an das gänzlich Unnötige, Überflüssige, mir Fremde und Unbekannte herantreten. Mit einem beherzten Doppelklick startete ich die Anwendung.
In der Zeit, die das Programm zum Starten benötigte, starben auf dem Planeten drei weitere Tierarten aus: der Madagaskar-Mull, der Korea-Knallfrosch und der Borneo-Beutel-Bilch. Kontinentalplatten bewegten sich im Zentimeterbereich.
Dann war es da, aufpoppend wie eine Fehlermeldung auf einem altersschwachen Rechner.
Ich las meine E-Mails, sofort, nachdem ich sie gefunden hatte. Eines davon wollte ich weiterleiten, naiv wie ich war drückte ich auf den Button "Weiterleiten".
In der Weiterleit-Zeit ging es weiteren Tierarten an den Kragen: Braille-Blindschleiche und Hustinetten-Bär.
Ach, das ging ja schnell!

Doch mal ehrlich: was soll's?
Das ist ja bei Gott nicht meine Zeit und mein Geld, das hier verballert wird - es zahlt der Chef.

Beim Herunterfahren des Rechners hing dann alles an einem aufgepoppten Lotus-Notes-Frage-Fenster: "Wollen Sie die Dokumente, die sich im Papierkorb befinden, wirklich löschen?"
Gottogott.
Heilige Einfalt!
Natürlich nicht!
Ich pflege Dokumente, die sich bei mir im Papierkorb befinden, zu vergolden und in Kunstharzblöcke eingegossen auf den Kaminsims zu stellen!
*kicher*

Ich freue mich schon auf das sicherlich urst wichtige Update auf 10.5 in einigen Jahren.

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