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Dienstag, 1. Juli 2014

Vulcano (2009)

photo credit: eduo via photopin cc

Seinerzeit verkündete die WeightWatcher's-Meduse der gespannt dasitzenden Fatty-Gemeinde, dass man ja nicht eine ganze Tafel Schokolade auf einmal essen müsse. Hört, hört! Vielmehr reiche es, wenn man ein einziges Stück Schokolade in Spitzmaulfrosch-Optik, zumindest aber mit einem blöden Duckface lutsche, es minutenlang im Mund zergehen lasse, wie einen Klumpen Talg.
Brrr!
Dann das: Vor fünf (5) Jahren (2009) meldete die Weltpresse geschlossen, dass der weltgrößte Schokoladenhersteller Barry Callebaut AG sich anschicke, die Welt zu verändern, nämlich die Schokolade neu zu erfinden. Das neue Produkt sollte "Vulcano" heißen, wärmeresistent sein und - es klang wie im scheiß Märchen - diese Schokolade sollte (bis zu) 90% weniger Kalorien haben als "herkömmliche Schokolade" (hier einer der Artikel: Link).
Grundgütiger!
HURRA!!!

Shut up and take my money!!!
Ich nehm gleich 'ne Palette!!!
Und der WW-Meduse schleudere ich entgegen:
Ein einzelnes Stück? MUAHAHAHA!!! Nie wieder!!!

(dann passierte länger nichts)

Heute, im Jahr fünf nach dieser Meldung, ist eine Tafel Schokolade bei dem aktuellen Sommerwetter noch immer eine Fangopackung mit 546 kcal (Link), für die man, wenn man sie verschlungen hat, sackhüpfend 5x die Entfernung Erde-Mond zurücklegen müsste, um die Kalorien wieder loszuwerden.
Also: Wat is nu?

Wenn ich auf die Webseite der Barry Callebaut AG gehe (hier) und im Suchen-Feld "Vulcano" eingebe, aber nur einen (1) dead link zurück bekomme, dann fange ich an, mir ein ganz klein bissi Sorgen um Vulcano und mich zu machen.
Seufz! Es hätte so schön werden können mit uns.
Dem Schweizer Unternehmen Barry Callebaut AG möchte ich offiziell mitteilen:
ICH PRANGERE DAS AN!


Mehr zu Schokolade: externer Link


Freitag, 28. September 2012

ru History 39 - Kennen Sie Jacques Nose?

bit.ly/VTpTP6
Sommer 2009 war ich mit Freunden und dazugehörigen Kindern (9 und 13) campen.
Die Kinder, Robin und Tom unterzogen den Kiosk des Campingplatzes täglich mehrfach eines Feinscans, ein nicht wenig zeitaufwendiges Vergnügen. Weiterhin radelten sie herum und entwickelten perfide Systeme, wie sie das Trampolin des Spielplatzes für sich alleine haben konnten. Wenn mal gar nichts los war, erzählten sie sich Witze, die sie zwar schon kannten, was aber der explosiven, manischen Lustigkeit der beiden nach jeder der 'Pointen' keinen Abbruch tat.
Interessiert ging ich herüber zu ihnen.
"Kennst du Jacques Nose?", fragte Tom begeistert.
"Nee!"
"Jacques Nose trägt keine Uhr - ER entscheidet wie spät es ist", schrattelte er und beide Jungen krümmten sich vor Lachen.
"Jacques Nose Tränen könnten Krebs heilen, doch Jacques Nose weint nie!", erzählte Robin.
Beide: "Muahahaha!"
Soso.
"Leute: Ihr meint 'Chuck Norris'!", sagte ich.
"Nee-hee! Der heißt Jacques Nose!!!", brüllten sie im Chor.
"Aber mal ganz sicher NICHT. Der heißt wirklich 'Chuck Norris'!"
Ein Paar sehr grüner und ein Paar sehr blauer Augen blickten mich erstaunt an.
Woher sollen 1997 und 2000 geborenen Kinder auch Chuck Norris kennen?
"Chuck Norris ist ein amerikanischer Schauspieler. Und der hat den Schwarzen Gürtel in 'Alles'. Roundhouse-Kick, 'Missing in Action' und so."
So richtig hatte ich die Kinder nicht überzeugen können, dass der mythische Mr Nose eine reale Person war, ich hatte aber auch kein Internet dabei wie heutzutage Hans & Franz.
Ich ließ mich wieder in den Liegestuhl plumpsen.
"Chuck Norris bekommt bei Praktiker 20 % auf alles. Auch auf Tiernahrung", rief ich den Kindern zu. Fanden sie aber nicht so dolle.

Die Witze waren vermutlich auf dem Schulhof von Schülergeneration zu Generation mündlich tradiert worden, bis niemand mehr wusste, dass es um einen Schauspieler ging. Irgendwann in 2.000 Jahren oder so hat ein Jacques Nose das Zeug zum nächsten Heiland - "Jacques Nose kann über Wasser gehen" etc. pp.


Verwandte Themen: Blogbeitrag, Blogbeitrag.
Mehr ru24-Chuck Norris: Blogbeiträge.
Fast alle Chuck-Norris-Witze: Link


Freitag, 11. Mai 2012

Mehr Sicherheit für dich und mich


http://bit.ly/IQ3hfg
Im September 2009 verfiel die EDV-Abteilung in Panik - man hört ja so viel!
Automatisiert verpasste sie in einer Nacht- & Nebelaktion konzernweit allen 1.700 (erreichbaren) Schwarzweissdruckern mit eigener Netzwerkkarte ein 12-stelliges Passwort im Stil von "C7b4EmDqL27r" - jedem ein Anderes. Da wird der von China aus operierende Hacker, der sich nach allen Regeln der Kunst durch die Unternehmens-Firewall gehackt hat, eine Überraschung erleben, wenn er versucht, auf einen sieben Jahre alten Kyocera FS-1800N etwas zu hacken (z.B. dass der Drucker bei jedem Druckjob "Pipi ist kein Name und auch kein Getränk, ihr scheiß Imperialisten!" als Fußzeile mit andruckt)... Haha!
Wenn jetzt ein Techniker am Drucker was zu richten hat, muss er anrufen, nach dem Passwort fragen und es mühsam mit den Pfeil-auf/Pfeil-ab-Tasten am Drucker eingeben. Schon das Diktieren ("großer Cäsar, 7, kleine Berta...) ist ein scheiß Spaß für die Ganze Familie!
Mumpitz.

Bei der Bahn, einem der Zukunft zugewandten Unternehmen, ist man da schon viel weiter! Sich als Kunde auf www.bahn.de anzumelden, ist immer ein bisschen wie mit Matrix-Mitteln in einen Hochsicherheitstrakt einzudringen. Wenn man sich nach einem halben Jahr zwecks Buchung eines Bahn-Tickets dort anmelden will, sind Benutzername und Kennwort natürlich wie weggeblasen. Zuerst fordert man seinen Benutzernamen an. Man erhält Minuten später ein E-Mail mit dem Anmeldenamen, z.B. "Nebukadnezar778395". Ach ja, ich erinnere mich, bei der Anlage des Accounts gezwungen worden zu sein, einen 18-stelligen Benutzernamen zu nehmen. Dann kann man sich sein Passwort resetten lassen und bekommt nach einer Weile ein ein Einmalpasswort zugemailt, z.B. "C7b4EmDqL27r" (kommt mir vage bekannt vor), das sofort gemäß folgender Vorgaben zu ändern ist: Das minimal 27-stellige Passwort sollte mindestens Sonderzeichen, Zahlen, Buchstaben in Groß- und Kleinschreibung und 12 Zeichen aus anderen Zeichensätzen beinhalten (z.B. russisch, griechisch, astrologische und alchemistische Symbole und Hassmännlein aus der Maya-Schrift).
Hat man irgendwann die Anmeldung geschafft, ist der Zug in der Regel abgefahren.
Bei der nächsten Anmeldung geht dann alles wieder von vorne los.
Mumpitz.

Seit ich Smart fahre, lebe ich in ständiger Angst, dass die automatische Verriegelung des Wagens eines Tages den Schlüssel mit einschließt. Scheinbar bin ich nicht alleine, Google meldet 12.000 Treffer zu "auto automatische verriegelung schlüssel eingeschlossen". Angeblich sollte so etwas nicht passieren, aber ja, der Teufel ist ja bekanntlich ein Eichhörnchen...
Mumpitz.

Mehr Sicherheit für dich und mich  --  Eines Tage werden wir vor lauter überbordender Sicherheit ausgesperrt von unseren Wohnungen, Autos, Konten, Handys und sozialen Netzwerken auf den Straßen leben und ganz von vorne anfangen müssen.
Vielleicht mit ein bisschen weniger Sicherheit.


Linktipp: hier


Mittwoch, 25. April 2012

Workshop: Wie man einen Kolibri fotografiert

http://bit.ly/Jp1ABt
2009 war ich für einen Tag auf der Karibik-Insel Bonaire. An einem spillerigen Schlangen-Kaktus schwirrte ein Kolibri herum, flog von Winz-Blüte zu Winz-Blüte und lutschte den Nektar heraus.
Im Grunde "bin ich ja gegen alles" (ich zitiere eine Kollegin), aber Kolibris finde ich ja supertoll!
Das Vögelchen konnte man nur sehen, wenn es direkt an einer Blüte in der Luft stand. Sobald es seine Position wechselte, verschwand es für das menschliche Auge kurz spurlos. Der Flügelschlag war ein Flirren.
Was für eine Hektik!
In meiner Eigenschaft als Tourist brachte ich meine Spiegelreflexkamera in Position und schoss eine kleine Salve Bilder. Nur doof, dass der Kolibri auf keinem der Bilder zu sehen war...
OK...
Ich stellte die Kamera auf Sportmodus, Bildmodus = Dauerfeuer. Ich schoss ein Dutzend Bilder, auf manchen war immerhin schon ein Stück Vogel zu sehen.
Waaa! Scheiß auf "kurze, kontrollierte Feuerstöße"!!!
Ich legte auf das Vögelchen an wie ein amoklaufender GI auf Victor Charlie: RAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT-TAT!!!
Dann war der Kolibri plötzlich verschwunden.
Die Kamera kühlte knackend aus.
Unterm Strich hatte ich 44 Bilder, auf denen irgendwie nur ein Kaktus mit Blüten abgebildet war, elf Teilabbildungen (K. hinter Kaktus etc.), vier unscharfe Bilder und zwei halbwegs passable Aufnahmen (s. eingebettetes Bild).
Na, geht doch! :)


Mehr "AIDA mit QM": Blogbeiträge


Sonntag, 12. Februar 2012

Queen Mom 16 - klappt doch

http://bit.ly/wfXXnB
2009 bin ich mit Queen Mom in Urlaub gefahren.
Abflug (Blogbeitrag) und Ankunft waren am Frankfurter Flughafen.
Schon bei Antritt vonner Rückreise sagte se: "Ich kannet nicht! Nich den ganzen Weg übern Flughafen bis zur Bahn. Ich schaff et einfach nich!"
Verstehe ich ja. Die gefühlten 2,7 Gebäudekilometer des Flughafens FFM sind für ne 80-jährige kein Pappenstiel.
"Setzte dich einfach aufn Koffer-Trolley, ich roll dich", sach ich.
De Mutter kuckt zweifelnd.
Ich fand de Idee ja nich so übel.
Wir steigen ausm Flieger, gehen durche Passkontrolle, ich hol de Koffer am Band, bepack den Trolley, de Mutter ziert sich.
"Näää!"
Wir gehen langsam nen Stück, stehen da zwei Flughafen-Hostessen mit Rollstühlen un warten.
Die Mutter wird hektisch, zeigt mitm Finger.
"DA!!!"
"Mutter, die stehen da doch nich aus Jux! Die sind doch bestellt!"
Queen Mom geht hin, lässt sich in nen Rollstuhl plumpsen.
De Hostessen rascheln hektisch mitn Papieren.
"Hatten Sie reserviert?", fragt eine.
"Ja! Natürlich!", sagt de Mutter würdevoll.
De Flughafenboden tut sich auf und verschlingt mich mitsamt dem Koffer-Dingen. Vor meinem geistigen Auge sehe ich Leute ohne Beine durch den Flughafen robben, weil ihr bestellter Rollstuhl nicht da war.
De Damen rascheln wieder mitn Papieren, et stellt sich schnell, raus, dat de Mutter mal gar nich reserviert hatte. Dann sprechen se int Walkie-Talkie un fünf Minuten später taucht ne flammeneue Hostess mit Rolli auf, diesmal mit Reserviert-Schild, auf dem mit Edding "Queen Mom" geschrieben steht. Dann geht alles ganz schnell. Se führt uns nämlich über Sicherheitskarten-Schleichwege durch et Gebäude und zehn Minuten später stehen wir am Bahnsteig.
Ich bedanke mich wortreich für diese sicher nich selbstverständliche Serviceleistung.
Als de Hostess mitm Rollstuhl wieder weg is, sacht de Mutter: "Na, dat hat doch ganz prima geklappt!"


Mehr "AIDA mit QM": Blogbeiträge


Dienstag, 21. Juli 2009

Supersommer 2009


Regenbier
Originally uploaded by Florian Seiffert (F*)
Monsunzeit ist die schönste Zeit. Alle nörgeln, in allen Läden gibt es nur ein Thema, die Leute brauchen nur "Näää!" zu sagen, da weiß man schon, es geht ums Wetter.
Aber man muss auch an die Landwirtschaft denken. Die deutschen Reisbauern werden es danken. Wo sollen wir sonst den Oryza-Reis her bekommen, wenn nicht der wackere Landwirt des Bergischen Landes unermüdlich hinter seinem Wasserbüffel durch die Reisfelder stapfte und sich tennisballgroße Hagelkörner und literweise Wasser auf den leichenblassen Buckel prasseln ließe, derweil recht undezent ein Tornado vorbei defiliert?
Vielleicht tut mal einer was!

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