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Mittwoch, 24. Dezember 2014

Wunder der Weihnachtszeit 4

photo credit: Kotah and Santa in the Evening via photopin (license)
Heiligabend bin ich zur Mittagszeit im Geniesel kurz zum EDEKA gelaufen, die Reste besorgen. Am Fuße der Rathaus-Galerie in Wuppertal-Elberfeld begegneten mir zwei alte Frauen mit nikotingegerbten Pekinesengesichtern. Sie husteten beide was das Zeug hielt und würgten dabei offenbar faustgroße Klumpen Sputum aus den Untiefen ihrer Lungen nach oben. Es klang wie "Der Zauberberg", letztes Kapitel
"Raucht euch mal eine!", murmelte ich für sie unhörbar.
Eine der beiden hatte fertig gewürgt.
"Wir müssen noch Zigaretten kaufen!", sagte sie zu ihrer Mithustenden mit John-Wayne-Synchronstimme.
Yay!
War ich nicht gerade in diesem allerprofansten Moment Zeuge des Wunders der Vorweihnachtszeit geworden?
Wunder schafft die Weihnachtszeit.
Vor dem Dorf, darin verschneit
jeder Hof und jedes Haus,
Vogelbeerbaum, Nacht für Nacht
hundert Lichtlein trägt, entfacht,
die da leuchten weit hinaus.
Achtet seiner Herrlichkeit
niemand auch im Wintergraus,
bläst der Wind doch keins ihm aus,
alle strahlen dicht gereiht -
Wunder schafft die Weihnachtszeit.

(Martin Greif, 1839 - 1911)
Meine Güte!


Mehr "Wunder der Vorweihnachtszeit": hier.


Montag, 12. November 2012

Bürogeplänkel 42 - selbstgemachte Hustenbonbons

goo.gl/ZrY1Y
Die mir gegenüber sitzende Kollegin würgt quasi alle fünf Minuten faustgroße Klumpen Sputum aus den Untiefen ihrer Lungen hoch. Alles beginnt mit einem geheimnisvollen Rasseln und Zirpen in ihren Bronchien, dann folgt ein kräftiges, langgezogenes, dobermannartiges Bellen, welches offenbar fabelhafte Kontingente an Auswurf nach oben trägt!
Respekt!
Mein Husten dagegen hört sich sehr gewollt an, flach, völlig unspektakulär, nachgerade uninteressant!
Da werde ich dann schon ein bisschen neidisch, so als Nichtraucher.


Freitag, 13. November 2009

Bürogeplänkel 10 - Still ill


Foto1163
Originally uploaded by kellerabteil
Das Büro, in dem ich arbeite, unterteilt sich in sechs sogenannte "Pools", die mit durchschnittlich 5,33 KollegInnen besetzt sind.
Ich sitze nämlich den lieben, langen Tag am Pool.
Nun, wenn es jemals einen Euphemismus, ein Schönfärbewort gegeben hat, dann dieses "Pool". Das hört sich nämlich deutlich traumhafter an, als es ist. Braun werde ich hier nämlich nicht! Im Gegenteil: eher grau. Meine Haare sind in bald 10 Jahren schon fast völlig entfärbt!

Wir schreiben heute den 13. November und das Keuchen, Schniefen und Husten der Erkältungszeit strebt gerade einem neuen Höhepunkt des Auswurfs entgegen. Immer wieder "bellt" es irgendwo (ein Nieser oder Huster), so dass man am Telefon ständig nachfragen muß. Eine Kollegin benötigt zur Beseitigung ihres nasalen Problems vier Minuten und drei Taschentücher. Sie hört sich an wie eine Kaffeemaschine: *schnaub-schnaub, röchel, pfffft-pffft, schnaub-schnaub*. Eine andere Kollegin (vom "Nachbarpool") würgt überaus performant faustgroße Klumpen Sputum hervor, hustet und röchelt dabei wie ein asthmatischer Dobermann.

Es ist wie immer: Die, die wirklich krank sind, schleppen sich auch noch mit Fieberhalluzinationen ins Büro, sie betätigen sich als Multiplikatoren, um ihre Bakterien und Viren erfolgreich unters Volk zu bringen. Und die, die freizeittechnisch schon mal ganz gerne "kreativ kränkeln", die sind sowieso bereits seit Mittwoch krankgeschrieben.

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