Posts mit dem Label radikalfeministisch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label radikalfeministisch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 27. Dezember 2009

ru24 Wissen 10, Teil 2: Weihnachtsfrau, Wichteln, Crispkind, Weihnachtsgurke


IMG_081223_2222_1
Originally uploaded by Uli H.
Hier finden sich die restlichen "nice to know's" rund ums Weihnachtsfest:

Weihnachtsfrau: (1)
In modernen, radikalfeministischen Haushalten des Dritten Jahrtausends scheint am 06.12. die Weihnachtsfrau auf, natürlich ohne die phallischen Insignien Rute und Sack, dafür mit einer großen Muschel voller Geschenke.
(2) ein nur lose in einen sehr kurzen Weihnachstmann-Fummel gerolltes, weibliches Modell (90-60-90, i.d.R. blondgelockt), das unter dem bademantelartigen Gewand vorzugsweise (nahezu) unbekleidet bist. Hierbei handelt es sich um eine einschlägige Männerphantasie. 75% aller gefragten Männer würden dies indes vehement bestreiten. Das wäre aber gelogen.

Wichteln: "Wichteln (auch Julklapp nach dem Julfest, in Österreich Engerl-Bengerl) ist ein vorweihnachtlicher Brauch, der unter Arbeitskollegen, in Vereinen, in Schulklassen, in Jugendgruppen und in verschiedenen Internetforen gepflegt wird. Dabei wird durch zufällige Auswahl für jedes Mitglied ein anderes Gruppenmitglied („Wichtel“) bestimmt, durch den es dann bei einer Feierlichkeit beschenkt wird. Die Art der Geschenke wird vorher grob festgelegt, in der Regel steht die Originalität des Geschenkes im Vordergrund und der tatsächliche Gebrauchswert ist gering. Nachteil ist, dass man nicht zwingend erhält, was man gerne hätte." (Link)
Beim Schrott- oder Monsterwichteln kommt es allerdings darauf an, möglichst groteske oder peinliche Wichtelgeschenke zu machen. Also z.B. das sogenannte Lebensberatungs-Buch "Der Bohlenweg: Planieren statt Sanieren" von Dieter Bohlen (Link) oder ein Vibrator, der während des Betriebes "Süßer die Glocken nie klingen*" spielt.

Crispkind: (Neologismus) ist ein zurzeit noch theoretisches, ein von mir den Werbeblöddoofärschen vorweggenommenes Werbe-Kunstwort aus "Crispy" und "Christkind", was die vorgebliche Fusion der beiden umschreiben soll, beispielsweise für ein maßlos knuspriges, möglicherweise sogar ultra- oder hyperkrokantes Weihnachtsprodukt, siehe Blogbeitrag (Link).

Weihnachtsgurke:"Eine Weihnachtsgurke ist ein aus Glas geblasener Weihnachtsbaumschmuck in Form einer Gurke. Vor der Bescherung wird die Gurke im Weihnachtsbaum versteckt. (...) Weihnachtsgurken erfreuen sich vor allem in den USA großer Beliebtheit. Man behauptet, es handele sich um eine alte deutsche Weihnachtstradition. In Deutschland jedoch ist der Brauch nahezu unbekannt." (Wikipedia)
Zum diesem Thema siehe bitte folgenden Blogbeitrag: (Link).


*) "'Süßer die Glocken nie klingen, als zu der Weihnachtszeit' ist physikalisch betrachtet widerlegt worden. Amerikanische Wissenschaftler haben in einer erfolgreichen Langzeitstudie gerade genau das Gegenteil herausgefunden. Glocken klingen aufgrund der kühleren Außentemperaturen im Winter wesentlich schlechter als im Sommer." (Link)

Bookmark and Share

Mittwoch, 11. November 2009

Heimat 5/History 3 - "Dort oben leuchten die Sterne, da unten leuchten wir!" (1973)


Martinszug Buxheim
Originally uploaded by Bux
Anno 1973, ich war 6, bin ich mit Mama zum Martinszug gegangen.
Tatsächlich war ich mit meiner im Kindergarten gebastelten, vage kubistischen Laterne in etwa so hoch wie ein Erwachsener. Die Laterne war aus schwarzem Karton, aus dem ich schiefe Rauten und unregelmäßige Vielecke herausgeschnitten hatte, hinter die ich mit Klebstoff verklebtes Transparentpapier geklebt hatte. In der Laterne glomm ein Fahrradbirnchen an einem langen Kabel, das bei jedem Schritt herumpendelte und im Laterneninneren irrlichtete. Es waren geburtenstarke Jahrgänge, die Straße wimmelte, war schwarz von Gören und ihren Eltern. Flankiert wurde das Ganze von Fackelträgern der Freiwilligen Feuerwehren. Blechbläser begannen feierlich zu spielen. Es wurden die einschlägigen Lieder gesungen:
Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin
ritt durch Schnee und Wind,
sein Roß das trug ihn fort geschwind.
Sankt Martin ritt mit leichtem Mut:
sein Mantel deckt' ihn warm und gut.
Als Höhepunkt, kurz vor Versagen der langgezogenen Stabbatterie im verchromten, längsgeriffelten Griff, trafen sich die diversen Martinszüge auf dem Kirmesplatz. Dort, hoch zu Ross, endlich - Sankt Martin himself!
Doch ach!
Der so genannte Sankt Martin war in Wirklichkeit ein reitendes, etwa 16jähriges Mädchen vom Reithof Pieper!
Ich bin sicherlich nicht das einzige Kind, das an diesem Abend traumatisiert nach hause gekommen ist!

Vergleichbar ist das vielleicht nur, wenn in einem modernen, radikalfeministischen Haushalt des Dritten Jahrtausends am 06.12. die Weihnachtsfrau aufscheint - ohne die phallischen Insignien Rute und Sack, dafür mit einer großen Muschel voller Geschenke.