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Samstag, 22. September 2012

Bürogeplänkel 38 - Bürokollegen-Ritter-Sport-Typologie

bit.ly/ckFry3
Soziologen haben herausgefunden: Die Sortenvielfalt von Ritter-Sport-Schokolade ist exakt deckungsgleich mit der Sortenvielfalt der Kollegen, die einen täglich umgibt. Und wer will hier an Zufall glauben?

Alpenmlich: Kann mit bajuwarischem Dialekt und Charme punkten.
Dunkle Voll-Nuss: Argh. Geht mal wirklich jedem voll auf die Nüsse. Aber man gewöhnt sich mit den Jahren fast dran.
Edel-Vollmilch: Alles immer nur vom Feinsten!
Erdbeer Joghurt: Hat nur für die Arbeit vorübergehend das rosafarbene Prinzessin-Lillifee-Glitzer-Diadem abgelegt.
Halbbitter: Verhärmt aufgrund langjähriger, zerrüttender Probleme.
Keks + Nuss: Geht einem zuweilen auf beides gleichzeitig, ist aber eher harmlos.
Knusperflakes: Crosse Flocke...
Knusperkeks: Nicht der oder die Hellste, aber knusprig, ist halt was fürs Auge.
Napolitaner Waffel: Hält es meist nicht lange im Unternehmen, bringt aber molto italienischen Charme mit. Hat u. U. einen an selbiger.
Noisette (Nüsschen): Youngster, aber Everybodies Darling.
Olympia: Sportivste(r) Mitarbeiter(in) ever. Nimmt die Hantelbank mit zum Marathon. Chapeau.
Rum Trauben Nuss: Nüsschen mit klitzekleinem Alkoholproblem. Aber merkt ja keiner – Stößchen!
Trauben Nuss: Wohl eher "taube Nuss", aber wenn man laut und deutlich spricht, geht es.
Voll Nuss: Brünette, Trivial-Pursuit-Opfer. Ist im Wechsel mit Weisse Voll-Nuss schwanger.
Weiss + Crisp: becirct, knackig wie er/sie ist, das andere Geschlecht.
Weisse Voll-Nuss: Blondine, nicht das hellste Licht am Christbaum. Ist im Wechsel mit Voll-Nuss schwanger.

Unterm Strich: Jede Menge Nüsschen, die einem manchmal auf den Knusperkeks gehen.
Aber missen möchte man sie irgendwie auch nicht, die Süßen.


Mehr ru24-Typologien: (Link)


Donnerstag, 28. Juni 2012

Bürogeplänkel 34 - Herrentoiletten-Typologie II

bit.ly/QqYcKC
Der Wald- und Wiesenpinkler
Er betritt die Toilette, geht zu den Pissoirs, wählt von den Dreien das ganz rechte oder das ganz linke und legt los. Spülen nach der Verrichtung scheint optional zu sein, deshalb gehen immer mehr Toiletten zu moderner Sensortechnik und Spülautomaten über, weil es die Schwachmaten irgendwie nicht auf die Kette bekommen.

Klemmi
Der Klemmi pinkelt nur am Urinal, wenn er alleine ist. Sobald jemand schon dort steht (auch wenn es nicht der King of the Hill ist, s.u.), sucht er eine Kabine auf.

Der Durchlauferhitzer
Der Durchlauferhitzer trinkt während der Bürostunden in etwa so viel wie eine Ochse mit Diabetes, deshalb geht er alle vier Minuten pinkeln. Ein Kollege der Nachbarfirma treibt das so dermaßen auf die Spitze, er sollte seinen Schreibtisch direkt ans Pissor stellen, denn er ist DER URINATOR!!!

Der allzu edel Bestückte
Ein Kollege aus der Nachbarfirma ist gar so edel bestückt, dass er sich die Hände VOR dem Urinieren wäscht, auf dass er sein bestes Stück nicht mit Bürokeimen (Link) kontaminiere. Der Vorgang des Resttröpfchen Abschüttelns dauert im übrigen länger als der des Wasserlassens. Äußerst verwegen.

King of the Hill
Der King of the Hill benutzt immer das mittlere Pissoir, egal, ob er alleine auf der Toilette ist oder eines der beiden äußeren Pissoirs bereits besetzt sind. Im letzteren Fall benutzen nämlich normalerweise 95% aller hinzutretenden Herren immer das am weitesten entfernte Pissoir, schon, um ein Minimum an Privatsphäre zu haben und auch zu geben. Aufgrund noch unerforschter Umstände läßt der King of the Hill beim Pinkeln die Hosen auf Halbmast hängen, ein verstörender Anblick für Hinzutretende.
Der King of the Hill ist der Hauptgrund für Klemmis.


Mehr ru24-Typologien: Link
Noch viel mehr Toilette: Link


Mittwoch, 27. Juni 2012

Bürogeplänkel 33 - Herrentoiletten-Typologie I

bit.ly/KD8BhZ
Der Schüchterne
Er betritt die Toilette, sieht, dass eine der Kabinen bereits besetzt ist und verschwindet wieder unverrichteter Dinge. Der Schüchterne würde gerne inmitten der Ödnis der Atacama-Wüste seine Notdurft verrichten, notfalls geht es aber auch in einer menschenleeren "Bedürfnisanstalt".

Silent Bob
Man hat gar nicht den Eindruck, dass die Kabine neben einem überhaupt besetzt ist. Ist sie aber. Silent Bob geriert sich derweil als Untoter: Er atmet nicht einmal, geschweige denn, dass man von ihm einschlägige Geräusche hört. Silent Bob wartet, dass du fertig wist, damit er loslegen kann. Er sitzt das aus. Notfalls wartet er den ganzen Tag.

Der SMSer/Twitterer
Vom Nebenklo hört man nichts außer Tastaturgedaddel. Vielleicht schreibt der Nebenmann via Handy einen Tweet über die Geräusche, die du machst, vielleicht schreibt er mit seiner Freundin eine romantische SMS, vielleicht schreibt er seiner Freundin eine romantische SMS über die Geräusche, die du machst.

Der Über-Performer
Der Über-Performer in der Kabine neben einem klingt, als werfe jemand ein Dutzend schwerer Stiefel in einen Mini-Pool und spiele dabei auf einer Tuba die Titelmelodie von "Der weiße Hai". Respekt! Rauchen, Feuer und offenes Licht sind jetzt lebensbedrohlich. Atmen auch.


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Mittwoch, 1. Februar 2012

(www 15) Fragen an ru24: Facebook-Profilbild

http://bit.ly/7kfoEP
Iris L. aus W. fragt: "Lieber ru24, warum haben dermassen viele Leute auf Facebook eigentlich Fotos ihrer Kinder als Profilbild?"

ru24 antwortet: Nach eingehender Durchsicht meiner FB-Kontakte und ein paar der Kontakte meiner Kontakte, kristallisieren sich folgende FB-Profilbild-Klassiker heraus:

Joe Cool fotografiert sich im Badezimmerspiegel
Sicherlich 'der Klassiker' unter den Profilbildern, natürlich immer am ausgestreckten Arm von schräg oben. Es sei denn, dass iPhone muss mit aufs Bild, dann natürlich von vorne mit nur minimal wirrem Blick am Kultobjekt vorbei.
Easy Rider mit Fortbewegungsmittel
OK, aber das sollte spätestens ab Mitte 25 kein Thema mehr sein, oder?
George und Tina
Dieses Profilbild eines überglücklichen Pärchens ist eigentlich als Affront gegen alle Single-"Freunde" bei FB gedacht. Vielleicht erfreut es sich aber gerade deshalb so großer Beliebtheit.
unscharfes, überbelichtetes Geschwurbel
die Kamera versehentlich in der Nähe des ICE-Fensters in den Sonnenuntergang ausgelöst, noch ein paar wirklich zufällige Filter aus dem Grafikprogramm drüberziehen - fertig ist das neue Profilbild. Sehr geheimnisvoll. Hält sich vermutlich für das Phantom der Oper. Oder ist paranoid. Aber warum dann Facebook?
Der Promi
Das Profilbild (überwiegend in schwarzweiss) zeigt einen Prominenten. Vermutlich ist er ein toter Amerikaner. Na gut: Theodor Heuss kann Steve McQueen einfach nicht toppen. Das Warum indes bleibt das Geheimnis des Profilinhabers.
Max Mustermann bewirbt sich bei der Deutschen Bank
OK. Ja, du hast dich von einem Fotografen in einem Studio vor einem Vorhang fotografieren lassen. Aber das ist wirklich das beste Bild, das es von dir gibt? Facepalm!
You're such a sport!
Im Urlaub 2006 auf Malle mal einen Surf-Schnupperkurs nach einer halben Stunde abgebrochen? Egal, es gibt ja drei Bilder, die belegen, was du für doch für eine Sportskanone bist!
Der ewige Urlauber
Weißt du eigentlich, wie es sich auf die Psyche der schwer arbeitenden Bevölkerung auswirkt, wenn du ausschließlich Urlaubsfotos (incl. Sommer, Sonne, Sonnenschein, Strand, azurblauer Himmel) als Profilbilder nimmst? Lass das!
Billy the Kid
Gibt es in zwei Varianten. Eins: Das Profilbild zeigt den FB-Account-Inhaber als Kind - süüüß! Zwei: Das Profilbild zeigt das Kind des FB-Account-Inhabers. OK. Du hast es selbst gemacht. Vermutlich mit Sex. Und es soll dich eines Tages ersetzen. Warum nicht schon mal damit anfangen?
Vielleicht klärt das deine Frage, Iris.

Bonus:
Ich habe die Profilbilder meiner FB-Kontakte einmal ausgezählt:
55x: lächeln oder lachen (32%)
13x: tragen eine Sehhilfe (19 %)
10x: tragen eine Sonnenbrille (15%)
8x: tragen eine Kopfbedeckung (12%)
8x: Profilbild = Comicfigur (12%)
7x: Urlaubs-Schnappschuss (10%)
3x: mit Partner auf Bild (4%)
3x: Bild ist nur unscharfes Geschwurbel (4%)
3x: mit Kumpel auf Bild (4%)
2x: wurde im Badezimmerspiegel aufgenommen (3%)
2x: mit Kind auf Bild (3%)
2x: mit Familie auf Bild (3%)
2x: mit Pferd auf Bild (3%)
1x: mit Hund auf Bild (1%)
1x: mit Spiegelreflexkamera auf Bild (1%)
1x: Hochzeitsfoto (ohne Ehepartner) (1%)
1x: trägt Kopfhörer (weiß) (1%)
1x: trägt Badekappe (rosa) (1%)
1x: "typisches" Bewerbungsfoto (1%)
1x: Profilbild zeigt nur das Kind (1%)
1x: zeigt Person nur von hinten (1%)
1x: trägt Clownsnase (1%)
1x: Profilbild zeigt ausschließlich ein Schaf (1%)
Das sagt schon eine ganze Menge über die Vögel aus!

Zum Lachen: Link
Blogbeitrag: Facebook-Typologien


Freitag, 25. Juni 2010

www 14 - Facebook Typologien


Facebook
Originally uploaded by Laughing Squid
81% - die schweigende Mehrheit
Irgendwann mal bei Facebook angemeldet, dümpelt dieser Account so vor sich hin. Geburtstagswünsche von vor 7 Monaten gammeln hier ebenso ungelesen herum wie hoffnungsfrohe Einträge von "Freunden", "doch mal wieder was zusammen zu unternehmen". Die meisten dieser Vögel haben es nicht einmal zum Profilbild geschafft.
Eine Sonderform stellt der "passive Kontaktesammler" dar: Alle zwei Monate erwacht er aus seiner Lethargie, um alle sechs anstehenden Kontaktanfragen zu bestätigen, dann taucht er sofort wieder unter, wenigstens für die nächsten Monate.

5% - El Normalo
Der normale Wald- und Wiesennutzer. Täglich über längere Zeiträume präsent, gibt er gerne fast überall seinen Senf dazu. Er ist das Rückgrat von Facebook.

3% - Glücksnussöffner
Der Glücksnussöffner steht stellvertretend für all jene, die FB keinen eigenen Content hinzufügen, sondern z.B. jeden Tag fast ausschließlich sturheil ihre Glücksnuss öffnen: "Du wist einen schönen Tod haben". Alternativ geben sie damit an, dass ihnen bei Farmville mal wieder eine totaaal niedliche Zwerglanguste zugelaufen ist.

2% - Captain Krypto
Captain Kryptos Statusmeldungen sind selbst für Eingeweihte oft unverständlich. Wie aus sehr altem Assyrisch übersetzt, bleiben diese Sentenzen rätselhaft bis prä-apokalyptisch oder schlicht mundartlich. Im Zweifelsfall kann man sich einfach einreden, dass es "irgendwie" - optional auf Schwitzerdütsch - um "World of Warcraft" geht.

2% - vager Jammerlappen
Ihre Statusmeldungen sind immer negativ, dazu so vage wie möglich gehalten:
"J. Ammer-Lappen: Macht den Schmerzen jetzt ein Ende" (meint: Seine Vagheit entschließt sich endlich, doch mal eine Aspirin einzuwerfen),
"J. Ammer-Lappen: Sieht keinen Sinn mehr darin, überhaupt weiterzumachen..." (meint: Belegt bei dem iPhone-Spiel "Doodle Jump" den letzten Platz und erwägt, aufzugeben),
"J. Ammer-Lappen: Kann nicht aufhören, zu weinen" (meint: Schneidet soeben die dritte Zwiebel).
Wichtig ist, dass alle durch diese suizidal wirkenden Sätze aufgescheucht werden und reflexartig in Massen Aufmunterndes von sich geben.

2% - Superdarling
Jeder liebt Superdarling. Superdarling ist so unglaublich positiv und nett, dass man es kaum für möglich hält. Am Herdfeuer von Superdarlings Herzen wärmen sich die von der Kälte des Netzes unterkühlten Massen.

1% - Ich-Girl
Das Ich-Girl tauscht sein Profilbild täglich aus, es beginnt fast alle Statusmeldungen mit "Ich ...". Es ist fast 20 Stunden am Tag bei Facebook eingeloggt, postet dann: "Ich bin so unglaublich müde" (surprise, suprise), "Ich schaffe meine Arbeit nicht mehr" (wen wunderts?), "Ich bin total dolle krank" (Überraschung: Vitamin D bildet sich in der Haut nur im Zusammenhang mit Sonnenlicht) (Link).
Das Ich-Girl schart eine größere Gruppe von mitfühlenden Mädchen um sich, die zu jeder Tages- und Nachtzeit eine Aufmunterung parat haben, zumindest in den ersten Jahren.

1% - Hyperactive!!!
Hyperactive!!! ist immer und überall zugegen, ist wunderbar witzig, kommentiert, was das Zeug hält - bis in die frühen Morgenstunden. Auf Hyperactive!!! mag niemand mehr verzichten wollen. Wenn Hyperactive!!! sich mal 23 Stunden nicht blicken läßt, gründet garantiert jemand eine "Wir wollen Hyperactive!!! zurück!"-Gruppe.

1% - Der Freak
Findet in den Weiten des Netzes immer etwas Außergewöhnliches, um es zu posten, oft bekommt man von den angeklickten Links leider Augenkrebs, but no risk no fun.

1% - Jäger(in) des verlorenen Links
"Weiß noch jemand den Link zu den hübschen Puschen, so Hausschuhe, grauer Filz, schmal geschnitten und wunderschön, den hatte jemand vor einem dreiviertel Jahr gepostet. Die wollte ich doch meiner Mami schenken!" - Im Grunde erklärt das schon alles.
F: Wie hieß nochmal diese Suchmaschine? A: Facebook

1% - Der Teleprompter
Aktualisiert etwa alle 6 Stunden seinen Status, am liebsten mit einem Handy-App, das Ganze im wichtig aussehenden Twitter-Style: "Bin #gerade mit #Heike im #IKEA". Dem Teleprompter ist das völlig Latte, ob das jemanden interessiert, es fiele ihm aber auch niemals ein, den Post eines Anderen zu kommentieren. Warum das "Soziales" Netzwerk heißt, wird dem Teleprompter für immer ein Rätsel bleiben.

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Freitag, 25. September 2009

Bürogeplänkel 7 - Bürokollegen-Typologie

http://bit.ly/ygGG2u
Wie schon einmal erwähnt hat der Schwager eines Bekannten einen Cousin 2. Grades in einem anderen europäischen Land.
Dieser hat mir freundlicherweise folgende 15-teilige Bürokollegen-Typologie seiner Kollegen zukommen lassen (siehe eingebettete Abbildung).
Ich habe da diesmal wirklich nichts mit zu tun!

Bürokollegen-Typologie

Schlau
S. hat etliche Semester Orientalistik studiert und seine/ihre Magisterarbeit über die Übersetzungen des Codex Hamurapi von einem akkadischen Dialekt des Altbabylonischen ins Assyrische geschrieben, hierbei statistisch die Verwendung des Präpositionalobjekts bewertet. Zur Fortsetzung dieser wissenschaftlichen Laufbahn gab es weltweit drei passende Stellen - eine davon am Südpol. Doch er/sie fand Unterschlupf im Büro und ist seitdem auf hochakribische Tätigkeiten 
spezialisiert, die man sonst nur Autisten geben kann.

Freak
Trägt Spongebob-T-Shirts und hat lustige, 
in unorthodoxe Richtungen abstehende Haare. F. ist das Rückgrat des Unternehmens wenn nicht der ganzen der IT-Branche, leider schrecklich unterbezahlt.

Die allwissende Müllhalde
Während sich die meisten Kollegen nicht mehr an den Namen ihres Gesprächspartners vom letzten Telefonat erinnern können, ist AW ein Kollege/eine Kollegin, der/die mit einem fotografischen Gedächtnis ausgestattet ist und immer gerne Auskunft gibt, wie der unglaublich seltene Vorgang XY zu handhaben ist. Die Bezahlung ist unter aller Kanone.

Der allwissende Dobermann
Alles wissen, nichts preisgeben, lautet die Devise. Wer fragt – wenn er sich traut  –  wird angeknurrt und bekommt bestenfalls eine gemaulte Antwort, mit der kein Mensch etwas anfangen kann. AD wird von der Geschäftsleitung aufgrund seines/ihres exorbitanten Wissens hoch geschätzt und bezahlt, ein großer Firmenwagen ist natürlich im Programm, doch die Alltagstauglichkeit des Ganzen geht streng monoton gegen Null.

Zottel

Lebt mit Frettchen. Könnte minimal gepflegter auftreten. Bei der Arbeit besetzt Z. eine wichtige Nischenfunktion. Während Z.s Jahresurlaubs türmt sich das Unerledigte bis zur Decke, den Rest des Jahres bis zum nächsten Jahresurlaub arbeitet Z. es ab.

Sick
Ist krank. S. leidet an den geheimnisvollsten Krankheiten der Welt wie etwa Takayasu-Arteriitis, Pseudohermaphroditismus, Autoimmunhämolytische Anämie und Mumps. Er/sie ist die meiste Zeit des Jahres krank gemeldet. Den fast überwiegenden Rest des Jahres ist S. in Urlaub, denn irgendwann muss der auch genommen werden. Manchmal ist S. sogar im Büro, die Miene des gekreuzigten Heilands zur Schau stellend. In der Freizeit scheint S. kaum beeinträchtigt, Drachenfliegen, Segeln oder ausschweifende Renovierungsarbeiten ganzer Gebäudekomplexe sind allemal möglich.

Farmer

F. ist eigentlich der Held aus einer amerikanischen Detektivserie. Leider muss F. ernstlich Geld verdienen, um die vierköpfige Familie durchzubringen. Doch dazu ist F. im Büro nun wirklich am falschen Ort! Aber da F. den Job schon seit 15 Jahren macht, ist er/sie im Grunde unentbehrlich und dem Unternehmen gegenüber hochgradig loyal - was ihm/ihr bislang schon mehrere Degradierungen eingetragen hat. Jede gute Tat wird bestraft.

Grumpy
Durch Abteilungsauflösungen oder -zusammenlegungen an fremde Gestade gespült, ist G. nun in deinem Büro beschäftigt. Von dem schweren Schicksalsschlag hat er/sie sich nie erholt. G. hat keinen Vornamen, lächelt nie, spricht mit niemand und nippt stattdessen verschlossen am Holundertee. Dem gesprochenen Wort misstrauisch gegenüber geworden, verwendet G. ausschließlich die drei Floskeln „Morgen!“, „Mahlzeit!“ und „Tschüss!“, die aber nicht so gemeint sind.

Techno-Phil
Hat immer das neueste 3D-Android-Handy und zu Hause einen Alienware-Windows-Rechner. T. hasst Apple-Produkte, weil diese zu ausgereift sind, es besteht schließlich kein Optimierungsbedarf. Als Hobby stellt T. aus obskurer Hardware eigene Windows-Rechner zusammen, installiert, optimiert und übertaktet sie gewohnheitsmäßig. Wenn im Büro etwas nicht klappt, ist T. der erste Ansprechpartner. Während T. die banalen Probleme mit leichter Hand löst, gibt er/sie seinen/ihren Star-Trek-Zitateschatz zum Besten. Techno-Phil mag Katzen, weil die ein wenig sind wie Windows.

Techno-Phob
Ist technophob. Er/sie benutzt einen Kugelschreiber und Papier, um sich alles aufzuschreiben. T. beherrscht die ihr/ihm vor zehn Jahren anvertraute Software leidlich. Sobald eine Veränderung bei den Anwendungsprogrammen ihn/sie zwingt, sich umzugewöhnen, motzt er/sie mindestens zwei Wochen lang lautstark und macht ein Gesicht, mit dem man Türen abbeizen könnte. STRG+X, STRG+C, STRG+V sind für T. hochsuspekter Technikschamanismus. Und mit einer Sitzplatzänderung kann man ihm/ihr schon mal gar nicht kommen.


Beaker
B. hat vermutlich rote Haare und die meisten Eigenschaften von Techno-Phob, doch das Gemotze ist viel enervierender: Mimimimimi!!! Und B. lässt seine/ihre Laune auch an den Kunden aus. Danach beschwert B. sich, dass die Kunden wieder mal so dermaßen unfreundlich waren, nachdem sie zehn Minuten lang angeschnauzt worden sind. Sowas! Und die Kunden wollen beim nächsten Mal lieber mit Miss Sporty telefonieren.

Miss Sporty
Hält den Laden am laufen. Sie hat nur ein Hobby: Sport. Die Damen, deren Hobbys Couchsurfing oder xtreme Pizzabestelling sind, neiden MS ihre Figur. MS beneidet die anderen Damen fürs Couchsurfing und das xtreme Pizzabestelling.

Mr Sporty 
Spielt in der Regel Fußball. Die Damen sind von seinem knackigen Hinterteil begeistert, das besonders durch sein Meniskus-Humpeln gut zur Geltung kommt. MS ist der Damenwelt zugetan, die Damenwelt ihm, auch wenn alle wissen, dass seine mit Sicherheit brathähnchenbraune, platinblonde und pink geschminkte Freundin ein Solarium in Bottrop-Kirchhellen betreibt.

Mutter Theresa
Eigentlich hätte MT ihre Kinder um 14.00 Uhr von der Schule abholen müssen. Jetzt ist es kurz vor fünf und MT sitzt noch immer an ihrem Platz, hektisch bearbeitet sie die Tastatur, vom Geräusch her hört es sich an wie starker Hagel. MT wird niemals fertig mir ihrer Arbeit, denn getreu dem Baumarkt-Motto „Es gibt immer was zu tun“, findet MT einfach kein Ende. Leidtragende sind ihre Kinder, die auch mal drei Stunden vor der Schule warten müssen. Stellt man ihr einen Anruf durch, seufzt sie: „Eigentlich müsste ich seit Stunden weg sein!“, nimmt ihn aber auf jeden Fall immer entgegen. MT ist unterstes Gehaltssegment.

Moppi
Ist auf Diät. Seit 1991. Ob Atkins-, Brigitte-, Kohlsuppen-, Ananas-, Kohlehydrate-Diät, Fasten oder Weight Watchers, M. ist dabei. Man sieht aber nix von einer Abnahme, eher das Gegenteil ist der Fall. Weiter so! Das hilft, dass alle sich besser fühlen
.

Der unbekannte Mitarbeiter
In Mail- oder Mitarbeiterlisten etc. taucht immer wieder jemand auf, den niemand kennt. Vielleicht ein V-Mann/eine V-Frau des Verfassungsschutzes, vielleicht ein uneheliches Kind des Geschäftsführers – wer weiß das schon? Der unbekannte Mitarbeiter ist das letzte Mysterium der Arbeitswelt. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Phantom dramatisch mehr Geld verdient als du, liegt bei 99,66%.


Siehe auch: Facebook-Typologien (Blogbeitrag)