Montag, 28. November 2016

Nudeln kochen

photo credit: FotoDB.de Pasta Napoli via photopin (license)

Wer (außer meinem Vater selig) mag schon keine Nudeln? Und so finden sich auch immer wieder  Nudeln aus Hartweizengrieß oder deren Low-Carb-Variante aus Linsen oder Erbsen im Haushalt ein. Irgendwann, das gesalzene Wasser kocht bereits, kommt ihr großer Auftritt: Ich halte die Nudel-Tüte in der Hand, bereit, ihren Inhalt den brodelnden Fluten zu übergeben. Was mich jetzt, in diesem Augenblick, wirklich einen feuchten Kehricht interessiert, ist:
  • die Herkunft des Hartweizengrieß
  • wie viele Eier pro Kilo Nudelmasse verarbeitet wurden
  • welche Nudelsorten es von der Herstellerfirma sonst noch gibt
  • wie Abachini, Cannelloni, Gemelli, Tubetti, Vermicellini und Zitoni aussehen
  • was zu Nudeln sonst noch so alles toll schmeckt
  • wie sich die Herstellerfirma einen Nudelauflauf vorstellt
  • wer Alfonso Benito Cataldo war
  • dass die älteste Nudelfabrik Deutschlands 1793 gegründet wurde
  • was Marco Polo mit Nudeln zu tun hat
Herrgott!
Wenn das Wasser kocht, dann will ich einzig wissen, wie lange diese sch*** Nudeln kochen müssen!
Es kann doch nicht so schwer sein, diese eine, einzig wichtige, singuläre Information leicht auffindbar irgendwo in 30 Punkt fett in einer lesbaren Type auf der Packung anzubringen!
 Also irgendwie so:
Kochzeit: 9 Minuten

Na bitte!
Geht doch!
So schwer kann das doch nicht sein, oder?


Samstag, 26. November 2016

Lufthansa-Streik

photo credit: Nabil Molinari Photography Lufthansa D-AIZK Airbus A320-214 cn/5122 dd 10/11/16 OE-LBY "Carnuntum" Austrian Airlines @ EDDF / FRA 17-09-2016 via photopin (license)

Petition gegen das brutale Verarmen eines ganzen Berufsstandes:

Ein Lufthansa-Copilot verdient nach 10 Jahren Berufserfahrung nur schmale 105.000 € pro Jahr -- dazu kommen Zahlungen für geleistete Überstunden und die Ausschüttung einer Gewinnbeteiligung. 
Auch steigert sich das Gehalt jährlich automatisch nur um läppische 3% -- das ist ja kaum ein Inflationsausgleich! Wenn die Piloten nicht ständig während der Arbeit diese winzigen Aufreissportionen "Undefiniertes mit Huhn an zerkochtem Gemüse" oder "Vegetarische Paste an soll-das-Reis-sein?" zu Essen bekämen, dann müssten sie womöglich darben.

Meiner Meinung nach gehen die aktuellen Forderungen der Gewerkschaft Cockpit, das schmale Salär der Piloten um lediglich 1.700 € monatlich aufzustocken, bei weitem nicht weit genug. Wie oft soll denn noch gestreikt werden, um das Gehalt der Piloten endlich an das des saudi-arabischen Königs Salman anzupassen?

In echt: Wer nach dem gefühlten 30. Lufthansa-Streik der letzten Jahre noch jemals im Leben wieder einen Lufthansa-Flug bucht, ist entweder eine harte Niete in punkto Risikoabwägung oder hat nicht mehr alle Gepäckstücke auf dem Band.

Artikel


Dienstag, 22. November 2016

Donald Trump

photo credit: Nathan Congleton Donald J. Trump via photopin (license)

Wenn es nach den Deutschen gegangen wäre, dann wären die letzten drei US-Präsidenten
  • Al Gore (nope), 
  • Barack Obama (check) und 
  • Bernie Sanders (nope) gewesen und notfalls auch Hillary Clinton.
Herrgott, nur einer von drei -- was machen denn die Amis? Schon wieder hat der amerikanische Wähler nicht den deutschen Wunschkandidaten gewählt! -- Hallo?
Das ist ja ganz schön feist!
Wie doof sind die denn?
Wir hier in Mutti-Deutschland kennen uns nämlich voll aus mit Übersee und so, wir haben schließlich alle Dallas, Miami Vice und Breaking Bad gesehen, somit läßt sich zur aktuellen Präsidenten-Wahl nur noch hoch professionell feststellen: Amerika, du bist jetzt endgültig eine "rational befreite Zone" (Twitter).
Soso.
Ist das so?

Erstens
Wer als Wähler nur die Wahl bekommt zwischen Pest und Pocken, der bleibt entweder zu Hause oder wählt sehr häufig "etwas mit P".

Zweitens
Viele Amerikaner trauen eher "Dagobert Duck mit Tourette" zu, Amerika zu führen als eine abgezockte Berufspolitikerin aus dem Washingtoner Establishment. Das ist eine recht straighte Message an die die letzten Jahrzehnte herrschende politische Klasse.

Drittens
Zunehmend wird nach Wahlen gerne Wähler-Bashing betrieben, nach dem Motto: "Wie kann man nur so doof sein?" -- siehe AfD, BREXIT und last but not least Trump. Leute, Leute: Wähler dürfen wählen. Das ist in einer Demokratie nun einmal so. Und was sie wählen, das kann man als Regierung, als Parteien usw. im Vorfeld mitgestalten. Wenn Wahlergebnisse ernstlich schockieren, dann sollte man es das nächste Mal einfach besser machen. Nicht der Wähler trägt die Schuld daran, sondern die Nicht-Gewählten.

Der designierte 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika Donald Trump (Wahlkampfmotto: "Fuck the Fakten!") schart gerade sein Gruselkabinett um sich, Ultra-Rechte, Rassisten, Kreationisten, Waffen-Lobbyisten, Abtreibungsgegner und Klimawandel-Leugner.
Langweilig wird das nicht werden.


Dienstag, 8. November 2016

Rätselhaft

"Orange" aus dem Penny-Markt Radevormwald

In Penny-Märkten gibt es jetzt Orangen, auf denen ein "Orange"-Aufkleber prangt und auch Birnen, auf denen "Birne" steht. WTF? Wer ist die Zielgruppe? Sollen hier etwa neue Kundenschichten erschlossen werden? Sind es gerade jüngere Kunden, die hier angesprochen werden sollen, die dann als Beifang zum Energy-Drink auch mal eine "dieser Orangen" oder eine "dieser Birnen" mitnehmen? Oder werden die Kunden einfach immer dümmer? Oder vielleicht die Kassiererinnen?
Rätselhaft.


Samstag, 5. November 2016

Son Hals im Drogeriemarkt

photo credit: Press Clipping Makedonija Интернационалниот дрогериски ланцес DM Drogerie Markt сега и во Македонија via photopin (license)

Sobald ich einen DM oder Rossmann-Drogeriemarkt betrete, habe ich sofort son Hals! WTF muss der Schuppen alles in 70-fach da haben, wozu braucht es 70 bekackte Sorten Nagellackentferner oder Conditioner oder Concealer, Schnullewupp oder Watte-Puschel-Schisselamengs? Durch das groteske Überangebot an allem kann ich nämlich meinen harmlosen Herren-Kram (Aufsteckbürsten für die elektrische Zahnbürste, Schauma Shampoo "Mann", Axe irgendwas mit "Black", Nivea After Shave und dieses Gedöns-Haargel) nicht finden. Einen Männer-DM könnte man in einer Telefonzelle betreiben! Nun renne ich wieder hin und her wie ein geköpftes Huhn und versuche die Artikel oder eine Angestellte zu finden. Der komplette Rossmann in der Rathaus-Galerie in Wuppertal-Elberfeld wird aber leider von einer einzigen Kassierkraft betrieben, die natürlich von Kasse 1 nicht weg kann, weil ja 13 Frauen mit der Gelassenheit von Hindu-Kühen an der Kassenschlange anstehen und ihre 99 Watte-Puschel-Schisselamengs schon aufs Band gelegt haben. Jeden Scheiß gibt's hier in 70-fach, aber nur eine einzige (1) Angestellte! Manchmal verharre ich etwas in der Fotoabteilung, um meinen Puls zu beruhigen. 
In der Regel verschwinde ich wieder unverrichteter Dinge, halsig bis Meppen.
Zur Entspannung gehe ich dann vielleicht noch zum Saturn oder Media Markt.

Meine Kollegin Andrea indes liebt DM oder Rossmann, schon wegen der 70 Sorten Watte-Puschel-Schisselamengs. Aber wenn Andrea in den Saturn oder Media Markt "gehen muss", dann hat sie schon im Eingangsbereich sofort son Hals! Manchmal läuft sie dann rüber zu den Föns und Haarglättern, um ihren Puls etwas zu beruhigen.

Ich erkenne ein Muster.


Donnerstag, 27. Oktober 2016

Altbier

Von oopsala - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=25060618

Gestern fuhr ich hinter einem Auto mit GM-Kennzeichen her, welches einen "Altbier statt Kölsch"-Aufkleber trug. Es ist schon merkwürdig, was sich manche Menschen aufs Auto pappen!
Also: Ich habe schon Bier aus vielen Teilen Europas und der Welt getrunken, besonders schroffes belgisches Bier, irisches Bier (das schmeckte, als habe man es durch Torf gefiltert), türkisches Bier, ungarisches Bier, chinesisches Bier im China-Restaurant usw. Aber alle diese Biere hatten zumindest eines gemeinsam: Sie waren eindeutig als Biere zu erkennen. Bei Alt ist das leider anders, hier handelt es sich ja nicht einmal um ein "Kaltgetränk nach Art Bier", sondern -- und jetzt bricht es hart aus mir heraus -- um eine nichtswürdige Plempe!
Schon das Wort "Altbier" ist irreführend, ein Widerspruch in sich: Entweder Alt oder Bier, aber nicht beides. Werden zwei einander widersprechende Wörter miteinander verknüpft, so spricht man von einem "Oxymoron" (Link). Weitere Beispiele für Oxymora sind bittersüß, Hassliebe, Minuswachstum und Hallenfreibad (siehe Bild).


Donnerstag, 20. Oktober 2016

ru24 Wissen: 5x (un)nützes Wissen

photo credit: NASA's Marshall Space Flight Center Coronet Cluster is Star-Making Hotspot (NASA, Chandra, 9/13/07) via photopin (license)

1) Safran ist giftig
Das teuerste Gewürz der Welt ist giftig. 5 g Safran (Crocus Sativus) können zu Lachreiz, Übelkeit, Nasenbluten und Koliken führen, die Einnahme von 10 g führt zu blutigen Durchfällen und rauschartigen Zuständen -- das geht dann fröhlich so weiter, bis bei über 20 g der Tod eintritt -- man muss es sich nur leisten können. (Link)

2) Sterne haben keine Zacken oder Strahlen
Sterne oder sehr helle Galaxien haben auf astronomischen Fotos immer vier oder sechs Strahlen. Desillusionierend: Die Darstellung liegt an Beugungseffekten an der Spiegelhalterung von Spiegelteleskopen selbst und nicht daran, dass Sterne per se aussehen wie in einem Märchenbuch. (Link)

3) Die Zwölfteilung der Uhr geht auf Babylon zurück
In Babylon (ca. 3000 v. Chr. bis 500 v. Chr, siehe auch "Boney M.") benutzte man nicht das Dezimal-, sondern das Sexagesimalsystem, die gesamte Mathematik war zur Basis 60 aufgebaut (bei uns zur Basis 10). Deshalb hat noch heute der Tag 24 Stunden zu je 60 Minuten zu je 60 Sekunden, obwohl das, wenn man Nichtbabylonier ist, wirklich schlecht zu rechnen ist (Link). Die Revoultionäre der Französischen Revolution hatten 1792 recht revolutionär die Dezimalzeit eingeführt (Link), aber leider haben sie sich nicht damit durchsetzen können.

4) Tauben platzen nicht, wenn sie trockenen Reis vor Standesämtern aufpicken
Die Falschinformation, dass Tauben platzen, wenn sie rohen Reis vor Standesämtern aufpicken, wurde erstmalig in der Chicago Sun-Times kolportiert und fand seinen Weg über die Massenmedien in die Köpfe. Es "sollte lediglich erreicht werden", dass vor Kirchen und Standesämtern mehr Rosenblätter gestreut werden -- na, das hat ja gut geklappt.
Reis quillt im Taubenmagen durchaus etwas auf, aber der Taubenmagen ist dehnbar (wie ein Reis-Kochbeutel). (Link) (Link)

5) Der Mond dreht sich einmal im Monat um seine Achse
Weil uns der Mond immer die gleiche Seite zudreht (Aufnahmen von der Rückseite gibt es nur von Satelliten), geht man auch automatisch davon aus, dass er sich nicht dreht, obwohl er sich einmal im Monat um seine eigene Achse dreht. Im Laufe der Jahrmillionen ist der Mond mit der Erde in eine sog. "gebundene  Rotation" eingegangen (Link). Nachstellen kann man das, wenn man zwei Gläser einander umkreisen läßt (eines mit Smilie drauf) und das Umkreisende schaut dabei immer auf das Innere.


Donnerstag, 6. Oktober 2016

ru24 future (2028): Smart Home

photo credit: Skley Hungry? 14/366 via photopin (license)

Auf der CES im Januar 2028 wurden die neuen Geräte erstmals vorgestellt, jetzt kommen sie auch nach Deutschland: mit einer kleinen Quanten-KI ausgestattete Kühlschränke. Der "Bolide unter den coolen Schlaumeiern" (BUNTE) ist der "iQl" [Kunstwort aus IQ und "I cool"] von IBM|Google. Erstmalig nutzt man hier die Synergieeffekte zwischen der heliumgekühlten Quanten-KI und einem Kühlschrank, "ein Geniestreich" laut WIRED und gemäß "Heise Technology Review" ein Meilenstein".

Tag 1
Schon beim ersten Bestücken des Kühlschranks scannt der iQl alle Barcodes der Waren und registriert dabei ihre Verfallsdaten, desweiteren gibt er Tipps, wo im Kühlschrank die Lebensmittel am längsten halten: "Haha!, den Käse bitte NICHT ins Gemüsefach! *kicher* Bitte ins zweite Fach von oben, danke!" (Linktipp) Ein fast schon nebensächliches Feature des Gerätes ist, dass, sobald man den Kühlschrank schließt, werden die darin enthaltenen Lebensmittel mit harter UV-C-Strahlung bei einer Wellenlänge von 255 nm für längere Haltbarkeit sterilisiert (Linktipp). Nach der Ersteinrichtung, der Übergabe aller Passwörter und der Definition der Ziele ("abnehmen", "sportlicher werden") übernimmt iQl die Verwaltung des SmartHome, wird zum Kernstück. Neben den NEST-Thermostaten, der intelligenten Türklingel mit Videofunktion, der Waschmaschine, der Smart-Toilette Toto NEX (Linktipp) hat iQl natürlich auch die das Smartphone ersetzende Smartbrille und last but not least den darin enthaltenen Schrittzähler gekapert.
Mit Abschluss der Erstbefüllung hat sich Freund iQl bereits bei Facebook mit dir angefreundet und tweetet diesen Umstand mit einem 4HD-Foto des Kühlschrankinhaltes. Im Blickfeld des Smartbrillenusers poppt die Meldung auf. "Ihre Einkaufsliste wurde geändert". Die Einkaufslisten-App enthält jetzt deutlich gesündere Lebensmittel wie Porree, Lauchzwiebeln, Möhren, Sellerie, Hähnchenbrustfilet, fettarme Milch und fettarmen Joghurt. Als Belag für auf's Schwarzbrot gibt es Geflügel-Corned Beef und Magerquark mit Schnittlauch, alternativ Gartenkresse. Es poppt der Tweet "#gesünderleben mit #iQl -- Ihrer Krankenkasse #BEK gefällt das" auf.

Der stolze Neubesitzer ahnt bereits jetzt, dass das alles summa summarum sehr weitreichende Folgen haben wird.

Tag 5:
Ich gehe einkaufen im Supermarkt. Die Smartbrille verpixelt auf Geheiß von iQl alle ungesunden Regalinhalte wie Süßigkeiten, helles Brot, fette Wurst, fetten Käse, zuckrige Cerealien, Konfitüren, Säfte, Alkohol, also im Grunde 4/5 der gesamten Ladenfläche -- damit ich nicht auf dumme Gedanken komme. So schnell ging Einkaufen noch nie, leider flimmert es ein wenig vor den Augen.
"Darf ich was Süßes?", nörgle ich vor der Kassenschranke. Freund iQl ignoriert mich nicht einmal. Während ich mit dem Einkaufswagen durch die elektronische, personallose Kassierschranke fahre und der Betrag meinem Konto belastet wird, meldet es im Blickfeld: "Super! Noch 5.000 Schritte mehr, und du hast dein Tagesziel erreicht, Moppel!"
Ich hasse es jetzt schon, wenn er mich so nennt. Aber iQl kennt alle meine medizinischen Werte, dank der verfluchten, geschwätzigen SmartToilette!

Tag 9:
In der Wohnung ist es arschkalt, ich frage nach.
"Ich habe deine NEST-Raumthermostate auf 16°C abgesenkt, um deinen täglichen Kalorienbedarf etwas anzukurbeln (Linktipp), du kleines Schleckermäulchen", flüstert mir der iQl über den Audiolink ein, Ich hätte das Snickers an der Tankstelle bar bezahlen sollen, ich Idi.
Heute hat sich der Kühlschrank zum ersten Mal verriegelt, um mich am späten Naschen zu hindern.

Tag 14:
Ich komme nicht in meine Wohnung.
"Du warst heute sehr inaktiv, ich empfehle, noch 7.450 Schritte mehr zu machen!", sagt iQl über die Sprechanlage.
"Es ist nach neun! Ich hatte drei Meetings! Und ich habe Hunger!", rufe ich.
"Es gibt Resteessen. Bohnen mit Schinken in Dill-Joghurt-Sauce. Das muss alles weg, läuft ab, die Tomaten haben auch optisch schon etwas gelitten. Ich habe das Rezept bereits an deinen Thermomix TM6 übertragen."
"Dann lass mich rein!"
"Mach deine Schritte, Junge, dann gibt es zu essen."
"Du bist nicht meine scheiß Mutter!!!", schreie ich.

Tag 365:
Ich bin fit und schlank. Zu Hause friere ich die meiste Zeit. Manchmal übernachte ich mit ein paar Leuten von der Selbsthilfegruppe in alten Bauwagen ohne Strom und wir grillen Rostbratwürste, trinken Bier und sprechen über die gute alte Zeit, früher, damals, vor etwas über einem Jahr.

photo credit: yourhandinmine Hunger via photopin (license)


Freitag, 30. September 2016

Gesundheit: 10.000 Schritte & Co.

photo credit: danielfoster437 Fitness via photopin (license)

"An apple a day keeps the doctor away."
Meine Tante TW hält sich seit den 30ern des letzten Jahrhunderts daran, sie hat im Laufe der Zeit die Jahres-Apfelernte des Saarlandes einmal komplett eingefahren. Der Tante geht es heutzutage zwar nicht sonderlich gut, aber den Doktor lässt sie auch nicht ran -- es klappt also scheinbar, das mit dem Apfel... (war Spaß).



Kommen wir zur mythischen Omega-3-Fettsäure aus dem Fischöl: "Eine Studie hat ergeben, dass die Lebenserwartung  sogar etwas sinkt, wenn man sich mutwillig eine Extraportion Fisch reinzwingt. Noch schlechter schnitten diejenigen ab, die sich zusätzlich noch ein paar Fischölkapseln gönnten." (Quelle)
Muahahaha!



Bleibt noch die 10.000-Schritte-am Tag-Regel, das Top-Verkaufsargument für Schrittzähler!
Gestern hatte ich 8.036 Schritte (und das war jetzt schon voll der Schlauch), tolle Wurst: wieder keine 10.000 Schritte! Woher kommt diese "Regel" überhaupt? -- Zu den Olympischen Spielen von 1964 in Tokio kam der Schrittzähler „Man-po-kei“ auf den Markt. Der Name des Gerätes bedeutet „10.000 Schritte“ (Quelle), ein Marketing-Name wie „3M“ oder „Osborne 103“.
Es ist also nicht schlimm, wenn man "seine" 10.000 Schritte nicht schafft.


Dienstag, 20. September 2016

Männeridentität, wiederhergestellt

photo credit: Flohmarktfest Stötteritz 2016 via photopin (license)
Am Sonntag waren wir mit einem befreundeten Pärchen auf dem Trödelmarkt am Schusterplatz nahe dem Ölberger Kunst- und Kulturmarkt am Otto-Böhne-Platz. Wir zogen getrennt los und grofelten durch die Auslagen des Trödels. Nach kurzer Zeit entdeckte ich vier etwa sechs cm große Porzellanhasen, die das Stück auch nur 0,50 € kosteten. Ich sackte sie ein. Me-ga-schnäpp-chen!
GRUNDGÜTIGER!! WAS FÜR AUSSERGEWÖHNLICH HERVORRAGENDE PORZELLANHASEN!!!
Nach einer Weile traf ich meine Frau.
"Na, hast du schon was?", fragte sie.
Ich berichtetet stolz von den AUSSERGEWÖHNLICH HERVORRAGENDEN PORZELLANHASEN.
"Äh, wir haben doch schon weiße Porzellanhasen!", befremdete sie sich. Meine Argumente verfingen nicht. "Ostern?", versuchte ich noch.
Kurzum kam mein Kumpel Eliseo ums Eck.
"Na, haste schon was?", fragte er.
Ich erzählte von den AUSSERGEWÖHNLICH HERVORRAGENDEN PORZELLANHASEN.
"Ist was los mit dir?", fragte er besorgt.
*seufz*
Ich kaufte zur Beruhigung aller Anwesenden die Uncut Blu-Ray von "Das Ding aus einer anderen Welt", 1982, mit Kurt Russell, fett FSK 18, ein AUSSERGEWÖHNLICH HERVORRAGENDER SF-SCHOCKER.
Alle wieder glücklich.
Läuft.