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Montag, 6. Juli 2015
Musik machen
Ihr Lieben, ich fröne gerade einem neuen Hobby: Musik machen am PC (mit Reason 8.3).
Die Ergebnisse sind -- für den, der mich kennt -- erwartungsgemäß. :)
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Freitag, 22. Mai 2015
ru History: SoftRAM (1995)
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| photo credit: scenes from the 5x86 PC build via photopin (license) |
Für alle, die 2014 und 2015 über hohe Hardwarepreise im PC-Bereich klagen (Bericht).
1992 habe ich bei Atelco in Wuppertal meinen ersten PC gekauft: Es war ein 468-DX33 mit 4 MB RAM und einer 80 MB großen Festplatte (Blogbeitrag). Jahrelang habe ich mit dem Teil herumgezaubert und die Festplatte war nicht einmal halb voll... :D
Wegen irgendwelcher bizarrer Details der Windows 3.11-Speicherverwaltung war nur ein Teil des mit 4 MB ohnehin nicht gerade opulenten Arbeitsspeichers verwendbar. Dazu kam, dass einmal verwendeter Arbeitsspeicher auch nicht einfach so wieder "freigegeben" wurde, auch wenn man die Anwendung beendete. Bei mir lief später permanent eine kleines Tool namens "Memmaker", welches nur den einen Job hatte: unbenutzten Speicherplatz wieder freigeben.
Wollte man etwas Anspruchsvolleres spielen als "Minesweeper", musste man für viele Spiele (wie für das großartige "Day of the Tentacle" oder den Knaller "Sam & Max hit the Road") eine Bootdiskette erstellen, den Rechner mit im Laufwerk steckender Diskette neu booten, die dann mit speziellen Einstellungen in der autoexec.bat den Speicherplatz anders freigab.
Irgendwann in 1995 war das alles nicht mehr schön.
Mehr Arbeitsspeicher musste her!
Doch ach! Ein Erdbeben hatte in Japan einfach ein paar Chip-Fabriken platt gemacht, die Preise stiegen unaufhörlich, ein einziges (also 1) MB RAM Arbeitsspeicher kostete zu der Zeit satte 100 DM, eine vernünftige Aufrüstung hätte somit 400 DM gekostet.
Heul!
Da kam die Firma Syncronys Softcorp mit ihrem Programm SoftRAM (ab Windows 3.0) gerade richtig! Das Programm versprach, alle kritischen Speichersituationen auf einmal zu beheben und den Arbeitsspeicher in Echtzeit zu komprimieren, sodass aus 4 MB sofort 8 MB wurden!
Shut up and take my money!
Der Aktienkurs des heilsbringenden Unternehmens schoss durch die Decke wie ein Senkrechtstarter, vertausendfachte sich binnen kürzester Zeit. Dann der Absturz: All die auf der Packung aufgedruckten Versprechen waren komplett gelogen, die Anwendung ein Placebo ohne jede Wirkung (Artikel c't 12/95), die Syncronys-Aktie zerbröselte zu einen Penny-Stock.
Alles Gute kommt zu dem, der warten kann: Irgendwann gingen die Preise für RAM dann auch mal wieder runter.
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Dienstag, 25. Februar 2014
@work 22 - Router
Telefon schelllt, ich gehe dran - schon beruflich.
Es ist eine Kundin ist in der Leitung: "Ja, hören S'e mal, ich hab hier 'nen Router geschickt bekommen. Den hab ich angeschlossen, aber der klappt gar nicht!"
"Ah ja! Ich stelle Sie am besten mal zu unseren Netze-Kollegen durch!"
Netze-Kollege so: "Hä, nen Router? Wieso?" *tippel-di-tippel*... "Der DSL-Router läuft bei denen seit 44 Wochen ohne Unterbrechung, der ISDN-Router sogar seit sagenhaften 73 Wochen! Also, nen neuen Router haben die da wohl nicht bekommen!"
*seufz*
Ich nehme den Anruf also zurück.
"Der Kollege sagt, dass Sie wohl keinen Router bekommen haben, was haben Sie denn da für ein Gerät vorliegen?"
Stille.
"Na, das ist so 'n schwarzer Kasten mit Knopf!", sagt sie. "Sie kennen sich doch aus hier! Sagen S'e mir doch, wie sowas heißt!"
"Äh..."
Das kann ja alles sein, von einem Familienbenutzer über eine Kamera bis hin zu einem schwarzen Spülkasten fürs Designerklo. Ein nuklearer Zünder vielleicht?
Ich schweige.
Das motiviert.
"Na so ein...", sagt sie, berät sich schreiend mit den Kollegen im Hintergrund, die tendenziell Grobes und wenig Fachliches zurückbrüllen. Man einigt sich gemeinsam auf eine Begrifflichkeit. "Es ist ein... Power-Tower!", sagt sie.
"Soso!", sage ich.
"Ja!", freut sich die Kundin.
"Ist es vielleicht ein PC, im Volksmund auch 'Rechner' genannt?"
"Ja! Genau!", begeistert sie sich. "Wissen Sie, ich kenne mich da nicht so aus", ergänzt sie unnötigerweise.
"Ach Quatsch, das fällt doch keinem auf!"
Persönliche Notiz: Nur noch 20 Jahre bis zur Rente.
Montag, 3. Juni 2013
Der Computer als Zen-Garten
| http://goo.gl/FeOkE |
Der 72-jährige Abt des Klosters schiebt die Papiertür zur Seite, tritt heraus in den klaren Morgen. Die Luft riecht angenehm würzig, Vögel singen. Er geht die Einfassung des ausschließlich der Meditation dienenden Steingartens ab. Es ist ein Trockengarten aus Steinen und Sand. Es handelt sich um einen sehr reduzierten Zen-Garten-Stil namens Kare-san-sui (vgl. Wikipedia). Der Abt sammelt kleine Stöckchen, Blätter und Bärlauch-Samen ein, lauscht dabei auf den Gesang eines Brillenvogel-Männchens. Nach etwa einer Viertelstunde beginnt er, den Sand zu harken. Der Sand wird in Wellenform geharkt, um die Steine umfließendes Wasser zu symbolisieren.
Sein Geist ist angenehm leer.
Der PC:
Der 72-jährige Opa Paschulke öffnet die Schiebetür und schlurft in sein Arbeitszimmer. Es riecht angenehm muffig. Er schiebt sich zwischen Wand und Schreibtischkante entlang, läßt sich auf den Bürostuhl plumpsen, startet den PC. Es ist ein älterer Rechner mit nur sehr wenigen Anwendungen. Opa Paschulke beginnt, auf dem Desktop einige Icons hin- und herzuschieben, lauscht dabei auf das mysteriöse Ticken der Heizung. Nach einer Weile startet er wie jeden Tag die Defragmentierung der Festplatte. Er beobachtet diesen Vorgang mit großem Wohlwollen, erzeugt er doch einen höheren Grad an Ordnung.
Sein Geist ist angenehm leer.
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Samstag, 28. Juli 2012
@work 13 - Unwetterwarnung
| bit.ly/O7VXd8 |
Wir arbeiten doch drinnen!
Als dann Freitag Nachmittag der Blitz mehr oder weniger direkt im Büro einschlug, saßen wir im Dunkeln.
Hihi!, dachte ich noch, bevor ich auf die Toilette musste. Da siehste nämlich mal gar nix!
Und dann sitzte da rum an deinem Arbeitsplatz, rien ne vas plus. Du kannst ja nichtmal auf Facebook schreiben, dass du im Büro sitzt und nichts mehr geht. Ja, OK, das war das erste Mal in meinem Leben, dass ein Smartphone nicht völlig abwegig gewesen wäre.
Kollegen, auch von der Nachbarfirma, rannten mit Taschenlampen herum und checkten Sicherungskästen und auf Notstrom laufende Server.
Für die Untätigen verrann Zeit urst langsam und vor allem ungemessen, et ging ja nix.
"Boah, is dat langweilich - hasse nich mal en Rätselheft für Omi?" (Kerkeling)
Und je länger man da ohne PC, Licht, Telefon, Kaffeemaschine und Mikrowelle herumsaß, um so langweiliger wurde das.
Boah!
"Leg dich doch was hin", schlug die Kollegin vor.
Hanä!
Schlagartig war uns die Moderne komplett abhanden gekommen.
Meine Körperbehaarung nahm von Minute zu Minute zu, ich wurde zusehends flauschiger!
Würde man den Heftklammerer auch als Faustkeil nutzen können?
Ich überlegte, aus Aktenordnern ein kleines Lagerfeuer zu improvisieren und begann, externe Festplatten aneinander zu schlagen. Es schlug zwar Funken, aber vielleicht war das Papier feucht...
Eine kleine Herde Mammuts weidete im Regen auf der Wiese, da gabs wenigstens was zu sehen.
Boah!
Plötzlich flatterte ein Brief-Archaeopteryx herein. Sein buntes Gefieder war regennass, er fauchte garstig und zeigte spitze Zähne. Der anwesende Administrator, bereits in Felle gehüllt und behaart wie Harry Rowohlt (Link) griff sich das am kralligen Lauf der Bestie befestigte Briefchen. Es war eine Nachricht vom Chef, wir könnten nach Hause gehen.
Puh!
Mit soeben noch aufrechtem Gang schaffte ich es zum Wagen und verschwand auf Nimmerwiedersehen im Unwetter.
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Donnerstag, 12. April 2012
@work 11 - technischer Fortschritt
| http://bit.ly/HzkkwA |
Aus einem Festplattenvolumen von 120 MB ist 1 T geworden - Faktor 8.738 (Info).
Aus 4 MB RAM Arbeitsspeicher sind 4 GB RAM Arbeitsspeicher geworden - Faktor 1.000.
Aus einem Prozessortakt von 100 MHz sind 2.20 GHz geworden - Faktor 22.
Aus Windows 3.1 (mit DOS 5.5) wurde Windows 7 - Faktor 2,26 (Spaß).
Hurra!
Doch die Probleme von damals sind so aktuell wie nie: Es druckt nicht. Oder der Drucker verarbeitet die Jobs extrem langsam. Die Geschwindigkeit des Rechners kommt einer Arbeitsverweigerung gleich. Lotus Notes ist erst recht urst ultra langsam. Das Plakatdruckprogramm ist so lahm, dass Getipptes erst Sekunden später auf dem Bildschirm erscheint. Datensicherungen sichern keine Daten. Dokumente verschwinden, Datenbanken rauchen ab, Rechner, Monitore und Drucker "in echt". Es schmort.
1992 bis 2012: Es war ein langer Weg, aber wir sind ihn gegangen.
Abgesehen von dekorativem Schnickes ist eigentlich alles wie immer.
Die zivilisierte Menschheit doktert seit 20 Jahren an den Symptomen herum und hofft, dass mit der nächsten Hardware und der nächsten Software alles besser wird.
Ich gehe felsenfest davon aus, dass in 20 Jahren der PC und Windows rückblickend als lächerlichste Irrtümer der Moderne angesehen werden.
Und wenn nicht, dann sind wir in 2032 schlimmstenfalls exakt genau so im Arsch wie heute.
Persönliche Notiz: Nur noch 22 Jahre bis zur Rente.
Mehr dazu: (Blogbeitrag)
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Donnerstag, 22. März 2012
Familie 14: Ich buchstabiere, mein Name ist "Nordpol, Otto, [ALT+0235], Ludwig"
| http://bit.ly/GPVPf1 |
Was für ein Schlauch!
Bislang hatte ich keinen Schimmer, wie man sowas alternativ mit einer teutonischen Tastatur hinbekommen sollte.
Gerade lese ich (Link), dass deutsche Eltern ihre Kinder jetzt ganz offiziell und mit staatlichem Segen Zoë, Noël, Anaïs und Chloë nennen dürfen und dass die Bundesdruckerei auch mittlerweile sogar in der Lage ist (wow!), solches auf Persos zu drucken. Die Namen spricht man übrigens Zo-e, No-el, Ana-is, Chlo-e aus, das Trema ist hier ein sog. "Trennpunkt" (Link) und für den Aussetzer in der Aussprache zuständig.
Aber was machen die Blagen, wenn sie ihren Namen mal buchstabieren müssen?
Und wie erklären sie, wie man sowas the f*** in den PC eingibt?
Ich habe es endlich gefunden:
Taste [Alt]+0235 (auf dem Zifferblock) = ë
Taste [Alt]+0239 (auf dem Zifferblock) = ï
Also: "Ich buchstabiere, mein Name ist 'Nordpol, Otto, [ALT festhalten+0235 auf dem Zifferblock drücken], Ludwig'" - na, das war ja einfach! Nach fünf oder sechs Versuchen hat das dann sogar die durchschnittliche Verwaltungsfachangestellte eventuell hinbekommen.
Jetzt könnt ihr endlich Kinder zeugen und diese dann Mërlin-Yvës und Shakïra-Zaïre nennen.
Vor allem, wenn ihr Bohnsack oder Vollwartzny mit Nachnamen heißt, das passt dann einfach ganz prima.
Gebt Gas!
Mehr zum Thema: (Blogbeitrag)
Donnerstag, 8. März 2012
Back to the past
| http://bit.ly/xpEG2F |
Drittes Jahrtausend und so!
Zu früh gefreut, Buddy...
Eines der Hauptmerkmale der Moderne scheint es zu sein, das einem die Antike oder wenigstens das Mittelalter auf Schritt und Tritt begegnen...
Manchmal rufen Kunden an: "Mein Drucker druckt nur Hieroglyphen!"
Soso...
Ich frage dann immer: "Als Monumentalschrift oder eher demotische Hieroglyphen?", dann ist erstmal Ruhe im Karton.
Heute morgen habe ich mich per Fernwartung auf einen Rechner gewählt und der Ansprechpartner und ich starrten minutenlag wie gebannt auf die Sanduhr eines nur sehr mäßig rund laufenden Kundenrechners.
"Ja, hier läuft immer stundenlang die Eieruhr!", freute sich der Kunde, der sich daran schon gewöhnt hatte.
Kunden sagen ja immer "Eieruhr".
Es ist schon bezeichnend, dass die Moderne mit ihren PCs das mittelalterliche Stundenglas erst so richtig populär gemacht hat. Der Sammelbegriff für die PC-Sanduhr und vergleichbare Symbolik lautet übrigens "Fortschrittsanzeige".
*kicher*
Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
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Sonntag, 26. Februar 2012
@work 6 - Vom Wesen des Defekts
| http://bit.ly/zWhiTn |
Das mobile Datenerfassungsgerät ("MDE") ist ohne jede Aktivität.
"Da sind zwei Stunden Arbeit drauf!", keucht er.
"Wir sollten mal einen sogenannten 'weichen Reset' versuchen, dann bleiben die Daten, die auf dem Gerät sind, erhalten", sage ich.
Verhalten stimmt er zu.
Nach einigem Gedödel mit der Hardware passiert am Gerät genau nichts.
"Und jetzt?", keucht der Kunde.
"Das wars. Jetzt können wir noch den 'harten Reset' versuchen, dann gehen aber leider alle Daten verloren, aber das Gerät funktioniert dann vermutlich wieder."
"Kommt gar nicht infrage!", bellt er.
"Nun. Es bringt ja nichts, wenn Sie an die Daten nicht herankommen."
"Auf gar keinen Fall ein 'harter Reset'!"
"Gut. Sie können das MDE jetzt in Kunstharz eingießen, dann bleiben Ihnen die Daten für immer erhalten!"
Kunde so: *mopper!*
*
Kunde ruft an.
Seine Tastatur am PC reagiert nicht.
"Ist sie denn eingesteckt?", frage ich.
Der Anrufende raschelt herum, mault etwas Bejahendes.
"Dann ist die Tastatur defekt", stelle ich sachlich fest.
Der Kunde begehrt irrationalerweise auf.
"Aber heute morgen hat sie doch noch einwandfrei funktioniert!", widerspricht er.
Es trifft mich nicht völlig unvorbereitet.
"Ist es nicht einer der Hauptwesenszüge des Defekts an sich, dass das, was klaglos seinen Dienst versah, nun plötzlich und unerwartet sich bar seiner Funktion zeigt? Was einst ein stolzer Ozeandampfer voll der im Winde flatternden Fähnchen war, ist nun ein geborstenes Wrack auf dem finsteren Meeresgrund, den Fischen eine Brutstatt! Nichts, was da ist, ist von Bestand. Vergänglich ist des Menschen Werk! Dahin ist dahin!"
"Bitte senden Sie mir eine Ersatz-Tastatur zu!"
Geht doch.
Persönliche Notiz: Nur noch 23 Jahre bis zur Rente.
Mittwoch, 12. Oktober 2011
@work 2 - Funkmaus
| http://bit.ly/qsCC4o |
"Es ist aber eine Funkmaus", sagt sie.
"Oh. Echt? Am PC?"
"Jaja!"
Welcher Steckertyp?", frage ich.
"Hä?", fragt sie konsterniert.
"Naja, so ein flacher Grauer oder ein grüner Runder?", versuche ich es einfach zu machen.
"Na Sie machen es aber kompliziert!!!"
Sie kriecht unter den Tisch, es raschelt am Hörer.
"So rund", sagt sie ächzend, sich wieder aufrichtend.
Ich schicke den Ersatzteilauftrag an die Technik. Postwendend kommt er zurück. "Funkmäuse nur an Laptops! Ansonsten kostenpflichtig!" steht da freundlich wie immer.
Ich rufe im Markt zurück, erkläre das Problem.
"Wie? Bezahlen? Aber meine Funkmaus hat doch ein Kabel!", beschwert sich die Kundin.
"???", frage ich.
"Funkmaus heißt das doch, wenn die Maus keine Kugel, sondern ein Lämpchen unten drunter hat", behauptet die Kundin.
Persönliche Notiz: Nur noch 23 Jahre bis zur Rente.
Sonntag, 8. November 2009
Kaputtrepariert
Die X-Men-Fähigkeit meines Kumpels B. ist, Computern das Leben schwer zu machen. Er hat eine Art negatives Feld für jede Technologie, die höherwertiger ist als der Vergaser seiner Güllepumpe. Dieses Feld, nennen wir es K.O.-Feld, sorgte z.B. dafür, dass WLAN in seiner Wohnung absolut nicht möglich ist. Keiner der herbeigerufenen selbsternannten Spezialisten, echten Netzwerkern oder Schamanen war dazu in der Lage, den Rechner kabellos ins Internet zu bringen. Mulder und Scully vom FBI zogen einen Flunsch ziehend wieder ab.
Jetzt liegen Cat5-Kabel in seiner Wohnung, sie verlaufen diagonal unter den Teppichen.
Sein Rechner, die arme Sau, siecht von dem Tag seiner Erstinstallation vor sich hin, benötigt von Tag zu Tag mehr Zeit zum Hochfahren. Als mitfühlende Vogonenseele habe ich Idiot mich erbarmt und eine "1-Klick-Wartung" bei ihm installiert, um, abgesehen vom User, zumindest das zweit-, drittgrößte etc. Problem anzugehen. Das Programm fand etwa 400 Fehler, die es behob.
Alle glücklich!
Dachte ich.
Mit dem Gefühl, etwas Gutes getan zu haben, fuhr ich heim.
Mein Telefon schellte bereits, als ich meine Wohnungstür aufschloss.
"Office funktioniert nicht mehr", kam seine Stimme aus dem Telefon. Hätte er mir gesagt, er wäre unheilbar krank, hätte das fröhlicher geklungen.
Wie sich nach endlosem Häckes herausstellte, hatte er vor drei Jahren mit seinem gekauften Rechner zusammen eine 60 Tage-Testversion von Office Professional bekommen, diese hatte aufgrund ungeklärter Fehlerursache bis zum heutigen Tag klaglos ihren Dienst getan.
Meine "Reparatur" hatte das zerstört.
Und ich war schuld!
Klar.
Mittlerweile hat er eine "Home & Student 2007-Version" (die ich kaufen und auch installieren durfte).
Es ist wie immer: Keine gute Tat bleibt ungestraft.
Jetzt liegen Cat5-Kabel in seiner Wohnung, sie verlaufen diagonal unter den Teppichen.
Sein Rechner, die arme Sau, siecht von dem Tag seiner Erstinstallation vor sich hin, benötigt von Tag zu Tag mehr Zeit zum Hochfahren. Als mitfühlende Vogonenseele habe ich Idiot mich erbarmt und eine "1-Klick-Wartung" bei ihm installiert, um, abgesehen vom User, zumindest das zweit-, drittgrößte etc. Problem anzugehen. Das Programm fand etwa 400 Fehler, die es behob.
Alle glücklich!
Dachte ich.
Mit dem Gefühl, etwas Gutes getan zu haben, fuhr ich heim.
Mein Telefon schellte bereits, als ich meine Wohnungstür aufschloss.
"Office funktioniert nicht mehr", kam seine Stimme aus dem Telefon. Hätte er mir gesagt, er wäre unheilbar krank, hätte das fröhlicher geklungen.
Wie sich nach endlosem Häckes herausstellte, hatte er vor drei Jahren mit seinem gekauften Rechner zusammen eine 60 Tage-Testversion von Office Professional bekommen, diese hatte aufgrund ungeklärter Fehlerursache bis zum heutigen Tag klaglos ihren Dienst getan.
Meine "Reparatur" hatte das zerstört.
Und ich war schuld!
Klar.
Mittlerweile hat er eine "Home & Student 2007-Version" (die ich kaufen und auch installieren durfte).
Es ist wie immer: Keine gute Tat bleibt ungestraft.
Freitag, 4. September 2009
PC-Tastaturen - Willkommen in der Hölle!
Während die Moderne Einzug hielt, bekamen PC-Tastaturen immer mehr Tasten.
Die Windows-Taste habe ich seit dem Beginn ihrer Existenz tatsächlich schon einmal benutzt - als die Maus mal ausgefallen war oder so. Ansonsten ist sie so unnütz wie eine Ringelblumen-Taste.
Es gibt auch eine Taste, die heißt tatsächlich "Rollen". Dunkel kann ich mich erinnern, diese in der Kreidezeit mal benutzt zu haben. Die Taste "Pause" dito: Wenn es in DOS 5.0 zu schnell scrollte (obwohl man die Turbo-Taste daktiviert hatte - kein Spaß) und es war vom Inhalt mehr als eine Bildschirmseite, dann habe ich seinerzeit auch schonmal die Taste "Pause" gedrückt, um den Wust anzuhalten. Kurz drauf sind dann die Dinosaurier ausgestorben. Warum es diese Taste noch immer gibt, wird das sahnige Geheimnis der Tastatur-Hersteller bleiben.
Aber das alles ist harmloser Firlefanz gegen die Tasten des Grauens: "Umschalt-Feststelltaste" und "Einfg". Diese beiden Tasten haben mich schon mehr Nerven gekostet, als alle Spam-Mails die ich jemals bekommen habe zusammen.
Ja gut: Ich tippe nicht mit 10 Fingern.
Und blind auch nicht, ich schaue während des Tippens auf die Tastatur.
Und manchmal tippe ich eben daneben.
Dann passiert das Folgende: ICH TIPPE UND TIPPE; UND STELLE DANN FEST; DASS DIE BEKACKTE fESTSTELLTASTE DIE GANZE zEIT AKTIVIERT GEWESEN IST - %#@*!!!
Danke, Feststelltaste!
Oder ich gehe mit dem Cursor irgendwo in den Text um etwas einzufügen, und für jeden Buchstaben, den ich eingebe, wird einer, der da bereits stand, gelöscht. Überaus unschön, wenn man einen ganzen Satz eingetippt hat - %#@*!!!
Danke Einfg-Taste!
Ich kann jetzt meine Büro-Schere nehmen und die Delinquenten einfach extrahieren - dann quatscht mich jeder im Büro auf die Schlaglöcher in meiner Tastatur an. Aber vielleicht kennt ja auch jemand eine dem 3. Jahrtausend angemessene Lösung.
Ich bitte auf jeden Fall darum.
Die Windows-Taste habe ich seit dem Beginn ihrer Existenz tatsächlich schon einmal benutzt - als die Maus mal ausgefallen war oder so. Ansonsten ist sie so unnütz wie eine Ringelblumen-Taste.
Es gibt auch eine Taste, die heißt tatsächlich "Rollen". Dunkel kann ich mich erinnern, diese in der Kreidezeit mal benutzt zu haben. Die Taste "Pause" dito: Wenn es in DOS 5.0 zu schnell scrollte (obwohl man die Turbo-Taste daktiviert hatte - kein Spaß) und es war vom Inhalt mehr als eine Bildschirmseite, dann habe ich seinerzeit auch schonmal die Taste "Pause" gedrückt, um den Wust anzuhalten. Kurz drauf sind dann die Dinosaurier ausgestorben. Warum es diese Taste noch immer gibt, wird das sahnige Geheimnis der Tastatur-Hersteller bleiben.
Aber das alles ist harmloser Firlefanz gegen die Tasten des Grauens: "Umschalt-Feststelltaste" und "Einfg". Diese beiden Tasten haben mich schon mehr Nerven gekostet, als alle Spam-Mails die ich jemals bekommen habe zusammen.
Ja gut: Ich tippe nicht mit 10 Fingern.
Und blind auch nicht, ich schaue während des Tippens auf die Tastatur.
Und manchmal tippe ich eben daneben.
Dann passiert das Folgende: ICH TIPPE UND TIPPE; UND STELLE DANN FEST; DASS DIE BEKACKTE fESTSTELLTASTE DIE GANZE zEIT AKTIVIERT GEWESEN IST - %#@*!!!
Danke, Feststelltaste!
Oder ich gehe mit dem Cursor irgendwo in den Text um etwas einzufügen, und für jeden Buchstaben, den ich eingebe, wird einer, der da bereits stand, gelöscht. Überaus unschön, wenn man einen ganzen Satz eingetippt hat - %#@*!!!
Danke Einfg-Taste!
Ich kann jetzt meine Büro-Schere nehmen und die Delinquenten einfach extrahieren - dann quatscht mich jeder im Büro auf die Schlaglöcher in meiner Tastatur an. Aber vielleicht kennt ja auch jemand eine dem 3. Jahrtausend angemessene Lösung.
Ich bitte auf jeden Fall darum.
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Feststelltaste,
Pause,
PC,
Rollen,
Satire,
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Donnerstag, 2. Juli 2009
PC-Users of the world unite!
Als wieder einmal einer diese Apple-User vor mir herfuhr - er hatte einen dieser angebissenen-Apfel-Aufkleber auf sein Auto geklebt, hatte ich DIE geniale Idee, reich wie ein Scheich zu werden: Man müsste einen PC-Aufkleber erfinden, den sich dann alle PC-User aufs Auto kleben.
Meine Begeisterung währte nicht lange. Ich teilte diese Idee nämlich einer (natürlich) Mac-usenden lieben Freundin mit, einer Illustratorin - sie sollte direkt den ersten Entwurf machen. Machen wir es kurz, mein Ansinnen wurde in der Luft zerrissen. An PC-Usern sei nun einmal nichts, aber auch gar nichts Besonderes, somit gebe es auch kein Logo.
Basta.
Ich finde das jetzt ein bisschen doof, abgesehen von den dreistelligen Millionenbeträgen, die mir durch die Lappen gehen. Außerdem hatte die gebenedeite Mac-Userin an ihrem hochheiligen Arbeitszeug bis vor einem halben Jahr eine Maus mit nur einem einzigen Button im Einsatz. Das kann doch nicht gesund sein! Und nie Probleme beim Booten, mit Viren, mit Inkompatibilitäten - das ist ja wie Fussball spielen und sich nie die Knie aufschürfen. Man lernt nämlich auch durch Schmerzen - learning by burning - und ich habe schon so einiges gelernt!
Was denkt ihr?
Meine Begeisterung währte nicht lange. Ich teilte diese Idee nämlich einer (natürlich) Mac-usenden lieben Freundin mit, einer Illustratorin - sie sollte direkt den ersten Entwurf machen. Machen wir es kurz, mein Ansinnen wurde in der Luft zerrissen. An PC-Usern sei nun einmal nichts, aber auch gar nichts Besonderes, somit gebe es auch kein Logo.
Basta.
Ich finde das jetzt ein bisschen doof, abgesehen von den dreistelligen Millionenbeträgen, die mir durch die Lappen gehen. Außerdem hatte die gebenedeite Mac-Userin an ihrem hochheiligen Arbeitszeug bis vor einem halben Jahr eine Maus mit nur einem einzigen Button im Einsatz. Das kann doch nicht gesund sein! Und nie Probleme beim Booten, mit Viren, mit Inkompatibilitäten - das ist ja wie Fussball spielen und sich nie die Knie aufschürfen. Man lernt nämlich auch durch Schmerzen - learning by burning - und ich habe schon so einiges gelernt!
Was denkt ihr?
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